218
Mechanisch Mecheln (Christian von)
dings Langsdorf in s. „Grundlehrc der mechan. Wissenschaften" (Erlang. 1802)und in s. „Handb. der gemeinen und Hähern Mechanik" (Heidelb. 1801) und ins. übrigen Schriften; Eytekwein in s. „Handb. der Mechanik", und v. Baaderdurch s. neu aufgestelltes „System der fortschaffenden Mechanik" (Münch, 1811)haben PreiswürdigeS geleistet. Fremde Hauptwerke find: Bezoul's „8,i,,6i>>c5>1«! >2 u,eu.iiii,z»e" (neue Ausg., 2 Bde.), Prony's „»cuaiiigue s'liilo-.5<i;>Iiiguc" und „I-eyou>i (Iv oiäuüiiu^»: !,>>.ilvti<>ni'"; die von Francoeur, Carnok,Robison, Gregory, Playfairu.A, — ljberPoppe's„Encykl, des Maschinenwesens"U-V-Langsdorftg „Maschinenkunde" (oder industrielle Mechanik) s Viaschine. 5.
Mechanis ch nennt man. was zur Mechanik gehört, oder was durch Druck,Äußern Anstoß, ohne innere Bewegung bewirkt wird. (S. M aschine.) Mansetzt daher das Mechanische auch dem Dynamischen und dem Organischen entgegen.Mechanische Künste sind, den ästhetischen entgegengesetzt, solche, deren Er-zeugnisse nicht auf freier Thätigkeit der Phantasie beruhen (s. Kunst, Künste),sondern hauptsächlich dem Verstand und der äußern Fertigkeit ihren Ursprung ver-danken und die Hervorbringung äußerer Dinge, welche kein physischen Bedürfnissedienen, insbesondere die Hervorbringung me chan ischer Werkzeuge bezwecken.Letztere sind solche Kunsterzeugnisse, welche nach maihemat, und physikal. Gesetzenverfertigt und angewendet werden, z. B. Cirkel, Reißfedern, Maßstäbe, Luftpumpen,musikal. Instrumente u. s. w.; insbesondere aber Maschinen im eigentliche» Sinne,d. i, künstlich zusammengesetzte Werkzeuge. Mechanismus heißt daher derBau, die innere Einrichtung einer Maschine, als solcher.
Mecheln sMalines), eine schöne Stakt von 20,000 Einw. mit breitenGassen und ansehnlichen Gebäuden in dem ehemal, ästr, Biabant an der Dyle,zwischen Löwen, Brüssel und Antwerpen, gehört jetzt zu der Provinz Antwerpen des Königreichs der Niederlande und ist der Hauptort eines Bezirkes. Mecheln istder Witz eines Erzbischofs, der sonst den Titel als Primas der Niederlande führte.Sehenswürdigkeiten sind: das Zeughaus mit der Stückgießerei, das Rathhqus,hie Hauptkirche mit ihrem 3t8 Fuß hoben Thurme, das BeguinenhauS, woringegen 800 Frauen unterhalten werten, das Leihhaus, der erzbischöfl. Palast u. s.w. Mecheln hat ein kathol. Seminarium, eine Malerakademie, 10 wichtige Spi-tzenmanufacmrcn, 20 große und kleine Hutfabriken, 19 Wvlldeckeufabriken, 10Tuchfabriken und bedeutende Bierbrauereien. Bei hoher Flut können schwer be-ladene Schiffe aus der Scheide bis vor die Stadt kommen, Das umliegende Ge-biet hieß sonst die Grafschaft Mecheln ,
Mecheln oder Meckenen (Israel von), zwei Künstler, Vater undSohn; der Erstere soll Maler, der Letztere Goldschmied und einer der ältesten undvorzüglichsten Kupferstecher gewesen fein. Beide lebten zwischen 1450—1503.Letzterer wurde zu Mecheln bei Bocholt geboren. Aus seiner Zeichnung läßt sich ver-muthen, daß er ein Schüler des van Epck gewesen sei. Von seinen LebenSumständenweiß man bloß, daß er späterhin zu Bocholt lebte, wo er um 1503 verstorben ist.Seine Kupferstiche sind sehr selten und gesucht; sie tragen noch das Gepräge dessteifen und unbeholfenen Geschmacks, sowie des Mangels an richtiger Zeichnung,Haltung und Kenntniß der Perspective u. f. w., wodurch sich die damalige Kunst-periode charakterisirt, In Hinsicht der Gemüthlichkeit und der frommen Einfaltaber, welche die Arbeiten der Zeitgenossen dieses Meisters, besonders des MartinSchön, so anziehend machen, stehen dieses Künstlers Arbeiten weit zurück undsind mehr wegen des ungemeinen Fleiße« in der Behandlung und für die Ge-schichte der Kunst schätzbar. Der ältere Israel aber wqr wahrscheinlich der Maler,von welchem die deutschen Kunstsammlungen, besonders die der Gebr. Boisseree,und die Moritzcapelle in Nürnberg ausgezeichnete Bilder besitzen. 8. 6.
Mecheln (Christian v.), geb. zu Basel 1131, erlernte die Kupferstecher-kunst in Nürnberg bei Heimann und Preißler und in der Folge bei Pinz in Augs-