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Pros. der Anatomie und Physiologie zu Halle gehört M. zu den ersten Zierden die-ser Universität. Einzig in seiner Art in Deutschland , als Privatbesitz, ist sein ana-tomisches Museum, welches s. Großvater gestiftet, sei» Vater erweitert, er selbstaber mit unschätzbaren Beiträgen, namentlich für vergleichende Anatomie, durchkostspielige Ankäufe und seltene Präparate fortwährend bereichert hat. Srein Eiferfür die Wissenschaft veranlaßte ihn in den letzten Jahren zu großen Reisen durchDeutschland, Holland, Frankreich und England, sowie 182 l zu einer Reise durchNeapel und Sicilien, welche für s. Wissenschaft und s. Sammlungen reiche Aus-beute geliefert haben.
Mecklenburg, Großherzogthum im ehemal. niedersächs. Kreise, grenztostwärts an Pommern , südwärts an die Mark Brandenburg, westwärts an Lüne-burg, Lauenburg und Lübeck, und nordwärts an die Ostsee . Das Land (26 t sHN.,über 513 000 E.) hat keine Berge, aber viele Seen lind Wälder, in einigen Ge-genden Sandstriche, und ist im Ganzen fruchtbar, besonders für Getreidebau undViehzucht. In M.-Schwertn gibt es 02 Lankseen von mindestens ^ MeileLänge, außerdem viele kleine; der größte, der Müritzsee, ist 3Mi. lang, 1^ M. breit;der Malctunersee hat malerische Umgebungen. Zn M.-Strclitz hat Siargardallein 53 Seen von mindestens ^ M. Länge; der größte ist der Tollensee. Hauptftüssesind die Warnow, bei Rostock 2400 Fuß breit; die Eide, welche durch mehre Seengeht, die Stör aufnimmt und bei Dömitz in die Elbe fällt. Man will sie schiffbarmachen und mit der Warnow verbinden. Auch sollen bis 1833 2 neue Kunstslra-ße» von WiSniar nach Schwerni und von Rostock über Güstrow nach Neubran-denbura geführt, und die Havel mir der Elbe durch einen Canal verbunden werden.Ausfuhrartikel sind: Getreide, Erbsen, Futterkräuter, Wolle, Pferde, Vieh,Bakterie. ^n Sülz ist ein Salzwerk; sonst hat das Land an Mineralien nurKalk. Gvps, Braunkohlen, Torf. Vor der Volkei Wanderung bewohnten die Küste»der Ostsee im heutigen Mecklenburg Heruler und Vandalen, denen, als sie demZuge der Volker nach Suden folgten, slawische (wendische) Stämme von Ostenher folgten. Zwei der mächtigsten von diesen Stammen, die Obokriten undWissen, standen in verjährter Feindschaft. Erstere, welche zur Zeit Karls des Gr.aus den eigentlichen Obotriten (i»i westl. Mecklenburg), den Polaben (in Ratze-burg und Lauenburg ) und den Wagricrn (in Holstein) bestanden, überwanden um182 die Wissen (im östl: Mecklenburg zwischen der Warnow und Peene). Seit-dem hatte der obotritische König eine Art von Obergewalt über die wissischen Für-sten derRedarier, Kessiner, Cu cipaner und Tollenser. Die Bekehrung und Unter-werfung der Slawen verursachte langwierige und verheerende Kriege. Heinrich derLöwe, Herzog von S achsen und Baiern , eroberte endlich das Land und verwüstetees dergestalt, daß die wenigen noch übrigen Einwohner keine neuen Versuche, dieReligion ihrer Välcr und die angestammte Freikeit zu behaupten, wagen durften.Nachher versöhnte sich Heinrich mit dem wendischen Fürsten PribislauS, nachdemdieser ein Christ geworden, vermählte s. Tochter Mathilde mit Heinrich Burewin,dem Sohne Pribislaus'S. und räumte dem Vater 1161 seine Erbländer (mit Aus-schlun'der Grafschaften Schwerin und Danneberg und derBisthümer Schwerinund Ratzeburg ) unter dem Namen eines FürstenthumS wieder ein. 1110 wurdePribislauS zum deutschen Reichssürsten erklärt. Dieser PribislauS ist derobotritische Stamm der nachfolgenden Mecklenburg. Fürsten: die einzigen Fürsten in Europa von slawischer Abkunft. Den Namen Mecklenburg nahmen sie von demalten obotritischen Hauptorre Meklinborg an, jetzt ein Dorf zwischen Wismar undBruel . Unter den Nachfolgern Heinrich Burewin'S wurde das Land getheilt 1226,woraus vielfältige Familienzwiste entsprangen. So entstanden nach dem TodeHeinrich Burewin'S II. durch die Theilung s. Söhne die 4 Linien von Mecklen-burg, Güstrow (oder Wende»), Rostock und Parchim , wovon die beiden letzter»bald erloschen. Johann, Theologus genannt (gest, 1264), welcher Mecklenburg