Mecklenburg 221
erhielt, wurde von der pariser Universität zum 0. der Theos, creirt. Sein Enkel,Heinrich der Löwe (regierte von 130»—29), brachte durch s. Gemahlin, Mark-grafen Albrechts zu Brandenburg T., die Herrschaft Stargard als ein Heiraihs-gnk an sein Haus. Heinrichs Söhne, Albrecht und Johann, gifteten die Linien zuStargard und zu Schwerin , und wurden 1310 voi» Kaiser KarlIV. zu He, zogenerhoben. 113k erlosch d,e wendische Linie, und I NI starb Ulrich II. , der Herzogzii Stargard. Heinrich der Fette , ein Urenkel Albrechts, wurde nun Herr von ganzMecklenburg. Kurbrandenburg aber bestritt die Erbfolge, und zu Wittstock wurdeein Vergleich geschloffen, nach welchem Heinrich die ganze Erbschaft behielt, Bran-denburg dagegen nach dem Erlöschen der Mecklenburg. Herzoge das ganze Landerben sollte. Heinrichs des Fetten Enkel, Adolf Friedrich l. und Johann Albert U.,stifteten die Linien Sckwerin und Güstrow . Beide Herzoge wurden 1921 von»Kaiser Ferdinand II., wegen ihres Bündnisses mit Dänemark , entsetzt, und Wallen-stein zum Herzog von Mecklenburg ernannt; allein schon 1632 setzte Gustav Adolf die rechtmäßigen Fürsten wieder ein. In der schwerinischen Linie stiftetennach dem Tode Adolf Friedrichs I. seine nachgeborenen Söhne die NebenlmienGrabow und iLtrelitz; der crstgeb. Sohn, Christian Ludwig, folgte in Schwerin .Hm ivestfäl. Frieden wurden von der schwerinischen Linie der Krone Schweden dieStadt Wismar und die Ämter Pöhl und Neukloster abgetreten; als Entschädigungerhielten die Herzoge die säeularisirken Bisthümer Schwerin und Rahebura und dieIohanniter-CommenthureienMirow und Nemerow. 1K92 starb Herzog Eb, istianLudwig ohne Kinder, worauf über die Nachfolge unter den Nebenlinien Grabow und Strelih zwischen Friedrich Wilhelm und AdolfFriedrich >'. ein Streit entstand,der dadurch noch vermehrt wurde, daß 1695 auch die güstrow 'sche Linie ausstaib.In dem Vergleiche zu Hamburg wurde endlich 1191 beschlossen, daß die ältere Linievon Grabow Schwerin und Güstrow, Herzog AdolfFriedrich zu Strelitz aber dasFürstenthum Ratzeburg, die Herrschaft Stargard nebst Mirow und Nemerow ,ingleichen eine jährl. Pension von 9999 Speciesthalern erhalten sollte. Auch wurdedas Recht der Erstgeburt und die Linealsuceesffon eingeführt. Auf Friedrich Wil-helm (den Stifter der neuen schweriner Linie) folgte 1113 sein Bruder, Karl Leo-pold , der wegen Beeinträchtigung der Stände durch eine kaiferl. Commission 1128der Regierung entsetzt wurde. Statt seiner wurde s. Bruder, Christian Ludwig,Administrator des Landes. Der Versuch Karl Leopolds, sich der Regierung gewalt-sam wieder zu bemächtigen, schlug fehl. Nach s. Tode, 1111, wurde ChristianLudwig II. regier. Herzog. Ihm folgte 1156 sein Sohn Friedrich, und diesem 1185s. Bruderssohn, der jetzige Grofiherzog Franz Friedrich (geb. d. 19. Sept. 1156,verm. mit Louisc, Prinzessin von Sachsen-Goiha, gest. 1898), der 1893 durchden Vertrag mit Schweden die im westfäl. Frieden abgetretenen Ämter und dieStadt Wismar für 1,200,999 Tblr. erkaufte und wieder mir Schwerin ver-einigte. Im Reichsdeputationsschluffe von 1803 wurden 1 lubeckische, im Meck-lenburg. eingeschlossene Dörfer dem Herzoge als Entschädigung für 2 evangel.Kanonicate im Dom zu Slrasburg, aus welche er im osnabruckerFrieden eineAn-wartschaft erhalten baue, zuerkannt. In der strelitzischen Linie folgte demHerzog AdolfFriedrich II. sein Sohn AdolfFriedrich III., und diesem s. BrudersSohn, AdolfFriedrich IV. Diesem folgte 1191 sei» Bruder, Herzog Karl LudwigFriedrich. Er war 2 Mal vermählt, mit 2 Schwester» aus dem hessendarmstädti-sche» Hause; aus der ersten Ebe überlebten ibn: der jetzige Großberzog (seit 1816)Georg Friedrich Karl , geb. d. 22. Aug. 1119; die Fürstin v.Thurn und Taxis,und die Herzogin v. Cumberland. Aus der zweiten Ehe stammt der Herzog KarlFriedrich August, geb. d. 30. Nov. 1185, königl. preuß. General und Präsidentdes «LtaatSrathS. — Schwerin und Strelitz traten 1801 zum Rheinbünde undveränderten die ständische ältere Verfassung wenig. Am 25. März 1813 entsagtenbeide demselben. M.-Schwerin hat auf 228 142,000 Bew. (dar--