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Siebenter Band. M bis N.
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Mediceer

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Mediatiftrung

Mediati sirung. Als 1806 das teutsche Reich, dessen Eucheit undKraft schon längst gebrochen war, auch den> ftlainen nach auscinandergina, wärees in der That unmöglich gewesen, eine solche Zahl kleiner Souverainetäten, alsin Schwaden, Franken, Baiern und am Rhcme auch nach den Säcularisationenvon 1803 noch udrig waren, nedcn einander beüehen zu lasten. Es war ein Werkder Nothwendigkeit und der Pflicht gegen die Unterthanen, sie in größere Mastenzusammenzuziehen, und man fand in der ältern beschichte des Reichs gute Muster,wie kleinere Stände aus unmittelbaren Angehörige» des Reichs zu mittelbaren,d.h. lantsasstgeu Gutsherren geworden waren. Damals nannte man dies: E.ri-niiren, t. h. aus der Steuerrolle des Reichs herausnehmen und entweder den bi§-herigen Beitrag an ihrer Stelle bezahlen (exontio euin om-it-) oder nicht, Weilerschon in dem eignen Matricularanschlage des Epimirenden enthalten war (>x> ,»tioxii.ti „neu ). Das Verzeichnis der aus diese Weise schon früher erimüten Reichs-stände ist besonders in den östreich. Landen sehr ansehnlich. Was die Sache 1808verhaßt machte, war theils der Mangel eines Princips, indem größere Besitzungen,die Furstenbergtschen mit '1,000 Einw., die Leinmgischen mit 88,000 E., niedia-tisirt wurden, während Viel kleinere ihre Souverainetät behielten, theils aber auchdie Art un^Weise, wie die rechtlichen Verhältniste der bisherigen SouverainS gegenihre neuen Landesherren bestimmt wurden. Wie unvermeidlich aber die Sachean sich war, zeigte sich 1815, als man es nicht nur unmöglich fand, die bisherigenMediatistrungen wieder zurückzunehmen, sondern noch neue (Salm, Zsenburg,von der Leren) hinzuthat. Doch hat man durch den 11. Art. der deutschen Bun-desacke für einen festen RcchtSzustand der Mediatisirlen gesorgt. (Vgl. Staudes-herren.) 85.

Mediceer. Nicht selten sind Geschlechter aus dem Bürgerstande durchGewerbfleiß und Glück zu großem Reichthum gelangt. Reichthum aber gewährtEinstuß, und dieser Rang und Ansehen. So ist es denn in demokratischen Frei-staaten kein Wunder, Familien von früher unbedeutendem Namen nacb einigenMenschenalkern unter den Negieret» des StaatS, ja wol allein an der Spitze des-selben zu finden. Die Geschichten der griech. und iralien. Republiken sind voll vonBeispielen dieser Art. Aber gewöhnlich sehen wir, wegen der Waudelbarkeir ihrcrStützen, des beweglichen Reichthums und der Vclksgunst, solche Häuser ebensoschnell, als sie gestiegen, auch wieder fallen. Wenn daher ein solches BnrgerbauZsich Zahrhunderre unter stetem Wechsel einander verschlingender Parteien im Florerhält, wenn sein Einfluß in dieser Zeit allmalig zur Alleinherrschaft wird und insolcher sich Zahl Hunderte behauptet, dann dürfen wir mit Zuversicht schließen, daßnur eine ununterbrochene Reihe durch Klugheit und Gluckausgezeichneter Familien-hültpter ein solches Haus so zu schmücken und zu befestigen vermochte. Dies ist derFall bei dem Hause der Mediceer. Die Mediceer erscheinen da, wo sie in der floren-timschen Geschichte zuerst auftreten, zu Anfange des 13. Jahrh-, schon als reich undbedeutend, doch als unlängst nur durch Handel zum Wohlstände gel ngt. CorsaDonato, das Haupt der Partei der Schwarzen, hatte dieWeißen (unter diesen auchDante Alighieri) aus Florenz vertrieben, sah sich aber von seinen frühern Freunden-den Häuptern des Adels, vernachlässigt; er schloß sich daher, um si'cw eine neue Par-tei zu bilden, an einige reiche Familien aus dem Velke an. Unter diesen werten dieMedici zuerst genannt, wicwol sie »ach A. die Absichten des Cartmals von Praro,die verwiesenen Weißen zurückzuberufen, unterstützt haben ftllen. Wie Dem auchsei, sie winkten sich so klug zu benehme», daß sie bald zu den Familien gehörten, auswelchen die Burgeroltgarcbie von Florenz bestand. Sie hauptsächlich trugen zurBerufung WalrherS v. Brienne, Herzogs von Albe», bei, der sich aber seiner Ge-walt zur Demüthigung jener herrschende» Geschlechter bediente und u. a. Zohawriv. Medici, der Lucca gegen die Pisaner nicht staudhaft genug vertheidigt hatte-Erurersakiviw, Le/icon. Bd. VIA 4 5