Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mediceer

1342 enthaupten lu-fl. Die Medici ließen sich daher mit einigen andern Geschlech-kern in eine Verschwörung gegen ihn ein, welche ihm von Matteo di Marozzo ent-decke wurde; aber das gute Glück der Medici wollte, daß der grausame Herzogin einer Laune, großmüthig zu erscheinen, diese Sache nicht untersuchte. Zu sei-nem Verderben; denn als endlich die Unzufriedenheit mit ihm in öffentlichen Auf-stand ausbrach, waren die Medici unter den Hauptanführern desselben. Fortansehen wir sie stet- in öffentlichen Angelegenheiten thätig. Als nach Vertreibungdes Herzogs die Altadeligen wieder zur Theilnahme an der Staatsverwaltung ge-laffen wurden, von welcher sie seit 50 Jahren ausgeschlossen waren, und, dieserneuen Freiheit sich übernehmend, Anmaßungen und Frevel sich erlaubten, war esAlamanno dei Medici, der Älteste s. Geschlechts, hauptsächlich, welcher das Volkzu den Waffen rief und den Adel verjagte. In den nächsten Iahrzehenden, woFloren; von Neuem durch die Parteien der Ricci und Albizzi beunruhigt und durchdie Ammonizionen (wie man die Entfernung gewisser Männer und ganzer Ge-schlechter von öffentl. Ehrenstellen unter dem Vorwande des Gibelluüsmus nannte)zerrüttet wurde, hielten die Medici es mit den schwächer» Ricci. Der eine -LohnAlamanno'S, Dartolomeo, ließ sich sogar 1860 in eine Verschwörung gegen dieAlbizzi 'sche Partei ein, entging aber bei deren Entdeckung dem Lchicksiil, das seineMitverschworenen traf, dadurch, daß er sich in Zeiten seinem Bruder Lalvestro,welcher Magistratsperson war, vertraute. Eben dieser Salvestro setzte, 1378zum Gonfaloniere ti Giustizia ernannt, ein Gesetz durch, wodurch die Albizzi ge-demüthigt und die Ammonizionen gemäßigt wurden. Als in der Folge die Parteider Albizzi ganz aufgerieben wurde und die Dolkspartei die Oberhand gewann, er-warb Salvestro das große Ansehen, das zu dem seitdem immer gestiegenen Ein-ffuffe seines Hauses den Grund legte. Seine und seiner Verwandten Mäßigungrettete sie vom Untergänge, auch als nach wenige» Jahren die Pa'üei, die ihn er-hoben hatte, durch Übcrmurh sich selbst den Sturz bereitete. S o sahen die Medici,ungestört in ihrem Ansehen und Wohlstand, die Häuser Albizzi , Ltrozzi, Lcali,Alberti um sich fallen, denn sie strebten nie wie tiefe nach der Herrschaft der Re-publik . Dennoch wurden auch sie, wenigstens auf eine Zeit lang, Opfer des repu-blikanischen ParteigeisteS. In einem Aufstaute des Volks gegen die vornehmenBürger und die wieder emporgekommenen Albizzi, 1303, drang der ungestümeHaufe in Deri dei Medici , Salvestro's Sohn und damaliges Haupt der Familie,sein Anführer zu werden und die Signoria zur Gewährung ihrer Federungen zuzwingen. Leicht hätte damals Veri Herr von Florenz werten können; aber er be-diente sich seines Einflusses beim Volke nur zur Vermittelung und füllte den Auf-ruhr. Als jedoch die Signori dein Volke schlecht erfüllten, was sie unter Veri'SVermittelung versprochen, äußerten er und die Seüügen laut ihr Mißvergnügen.Da benutzte die argwöhnische Regierung einige Drohungen, welche sich ein Freundder Medici erlaubt hatte, um alle Medici der von Salvestro abstammenden Linienebst ihren Freunden zu verbannen. Einige von diesen Verwiesenen, unter ihnenAntonio dei Medici, machten, im Einverstäntniß mit Freunden zu Florenz , 1307den Versuch zurückzukehren und das Regiment an sich zu reißen. Aber eingedrungenin die Statt, fanden sie keinen Beistand und mußten sich in die Kirche S.-Repa-rata fluchten, wo sie theils getödtet, theils gefangen und hingerichtet wurden. NachEntdeckung einer neuen Verschwörung, die der Herzog von Mailand 1t00 unterden flcrentinischen Verbannten in der Lombardei angezettelt, und woran Einwoh-ner von Florenz Theil haben sollten, wurde wieder das Haus Medici bis auf We-nige verbannt. Aber diese Wenigen, welche fortfuhren sich durch glückliche Han-delsgeschäfte zu bereichern, wußten den Flor ihres Hauses von Neuem dauernderzu begrünten. Giovanni dei M. war 1402, 1408 und 1417 Mitglied derSignoria, 1414 in dem KriegSrath der Zehn und endlich, als die herrschenden