Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mediccer, Cosimo

Aristokraten von seiner Mäßigung und Parteilosigkeit sich ganz überzeugt halten,im Sept . und Oct. 1421 auch Gonsaloniere di Giustizia. Vergeblich hoffte dasVolk von ihm die Bildung einer Opposition, welches die Klugheit ihm verbot;vielmehr zeigte er sich überall den Albizzi aufrichtig ergeben. Er siarb d. 26. Febr.1426. Von (.Sehnen Cosimo (Cosinus) und Lorenzo beginnt jener die glän-zende Reihe der gefeierten Medicecr; dieser war der Stammvater der Grosherzogevon Toscana . Cosimo hatte schon 1416 in der Signoria gesessen. So wenig erauch gegen die herrschende Partei Etwas unternahm, so bildete er doch bald durchdie große Freigebigkeit, welche sein ungeheurer Reichthum verstattete, selbst einenel>e zahlreiche Partei um sich, die, aus die Albizzi eifersüchtig, nichts versäumte,sie zu schwächen. Obgleich dies, wie es schien, nicht aus CosimoS Antrieb geschah,und selbst seine Partei sich nicht nach ihm, sondern nach einem gewissen PuccwPucci nannte, der nebst Averarto dei Medici am eifrigsten war, ihr» Anhängerzu werben, so erschien er doch den Albizzi nicht minder als deren eigentliches Hauptund ihr gefährlichster Feind. Endlich ward er, ohne daß man ihm, außer seinerherzengewinnenden Leutseligkeit, ein Verbrechen Schult geben konnte, verhaftetund vermochte nur durch Bestechung des Gonsaloniere Bernardo Guadagni denihm von Rivaldo Albizzi zugedachte» Tod in eine Verbannung nach Padua zu ver-wandeln (1485). Doch waren s. Freunde so zahlreich, daß ein Zahr nachher eineSignoria, die allein aus ihnen bestand, Cosimo zurückrief und Rivaldo und dessenAnhänger verbannte. Durch diesen Sieg wart die Partei der Medici die herr-schende. Gleichwol verschmähte Cosinio, Gewalt gegen scineFeiude zu brauchen;doch wurden 1442 einige Verdächtige verbannt. Auch suchte der verdiente NeriCappovi sich der Politik des Cosinio, der ein Freund des Franz Sforza war, eni-gegenzusehen. Allein Cosimo begnügte sich, durch die Menge seiner Freunde vorFeinden sicher zusein, und wußte den Übermuth Zener, den er mehr fürchtete alsden Haß Dieser, durch die Furcht vor Diese» klug im Zaume zu halten. Die herr-schende Partei pflegte in Florenz Einigen aus ihrer Mitte vorn Volke aus einigeZahre Vollmacht (l.ulia) zu Ernennung der Magistratspersonen geben z» lassen.Cosinio selbst bewirkte, daß Neri unter diesen Machthabern war. und Versehrteihn so seiner Partei, die die schwächere des Neri in sich aufzunehmen nicht furchtendurste. Als nach Neri'S Tode die Frist der InN -, abgelaufen war. bediente er sichnicht, wie wol früher weniger kluge Parteihäupter gethan, der (Lewalt, ihre Ver-längerung zu bewirken, sondern wartete ruhig ab, bis die große Menge Derer, dievom Volke, das die Ehrenstellc» nur vergab, keine erhielten, von ihm aber dieselbenhoffen konnten, darüber ungeduldig (1458), die Erneuerung jener Oligarchie auf8 Jahre durchsetzte. So liebte er immer, in anscheinender Gleichgültigkeit undUnthätigkeit, Andre zu seinem Vortheil Handel» zu lassen. Wie früher PucciPuccio das Haupt seiner Partei geheißen, so regierte Cosimo seit 1458 die Repu-blik durch Luca Pltti, selbst im Hintergründe bleibend. Aus diesem beobachtete erseine Freunde und s. Feinde und suchte jene in den schranken der Mäßigung zuhalten, ohne welche selbst eine constitutioimclle Aristokratie, geschweige eine so un-sichere Oligarchie, sich nie behaupten kann. Doch gelang ihm dies in s. späternZähren, besonders wegen des herrischen Charakters des Luca Puff weniger. Da-bei machte er sich zum Gesetz, sich in seinem häuslichen Leben nie vor Andern durchAuswand und Ne,d erregende Pracht auszuzeichnen; seinen Überfluß verwendeteer auf effentliche Bauten, mit denen er Florenz schmückte, und zu einer glänzen-den Freigebigkeit nicht nur gegen s. Anhänger, sondern besonders gegen Künstlerund Gelehrte, unter denen ArgvroxuloS, MarsiliuS FicmuS u. A. feine Wohltha-ten in reichem Maße genossen; denn er selbst war ein gebildeter und kerminißrelcherFreund der Wissenschaften, ohne darum minder thätiger Kaufmann oder minderwachsamer Staatsmann zu sein. Es wäre ihm, der m Europa als Fürst von

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