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Medweer, Lorcipzo
fübrte solches win dig seiner grossen Väter, die er an Klugheit und Mö ssigui g, wwan Grcßn>ulh und Freigebigkeit, besonders aber an thaiiaem Eifer für dunste undWissenschaften übertraf. Durch Bündnisse mit Venedig und Mailand wußke erFloren; gegen die feindlichen Absichten des Papstes und des Königs von Neapel zu decken ; dann gewann er, als er nach Neapel reiste, diesen Kenia , seinen und sei-ner Stadt bittersten Feind, sich rum bei-liebsten Freunde und zum Bundesgenossengegen dieAngriffe des unversöhnlichen Papstes lind der treulosen Venetianer. blber-Haupt brachte er durch seine so redliche als kluge Polirik die Hauptmächte Italiens in ein Gleichgewicht, welches bis zu s. Tode allen Sicherheit und Raum zur Aus-breitung und Befestigung ihres Wohlstandes gewahrte. (Grosse Ungluckofalle be-wogen ihn, den Hantel, den die Medici, aber freilich durch oft ungetreue oder un-geschickte Bediente, iminer noch fortgeführt, aufzugeben. Diese Ungluckofalle Hüt-ten ihn in solche Geldverlegenheiten gebrockt, daß er beim öffentliche» Schatze oftgrobe Summen borgen mußte; dennoch blieb er,, als er sei» Vermögen aus denGeschäften zog, reich genug, um fürstliche Herrschaften arrzulaufen und nicht nurdiese mit Palästen von königl. Pracht, sondern auch Florenz mit berrlichen Gebau-den zu schmücken. Zn dem langen Frieden, den s. Klugheit der Republik sicherte,ergötzte er die Florentiner durch geschmackvolle und glänzende Volksfeste, sieb selbstdurch den Umgang mit den geistreichsten belehrten seiner Zeit, die, wie den Deme-triusChalkondvlas, Agnolo da Momepulciano, Christoforo Landini, undvorOillenden großen Ich. Pico von Mirandola, sein Ruhm und s. Einladung nach Florenz zogen und s. königl. Freigebigkeit belohnte. Er vermehrte die von Eosimo (lall)gestiftete, an Handschriften reiche mediceischc Bibliothek. Auch eröffnete er eineSchule der zeichnenden Künste ui einem mit alten Staluen und trefflichen (Gemäl-den ausgeschmückten Palaste. Alle, die sich in diesem Zeitalter in Florenz den Ruhmgroßer Talente erworben haben, wurden unter seiner Gönnerschaft erzogen. Dahererhielt Lorenzo den Beinamen des Prächtigen, (beehrt von asten Königen Europas ,geliebt von s. Mitbürgern, starb L.d.4.Apr. 1492, und nur ihm das Glück seinesVaterlandes. Vgl. Fabrom's „Vilu I.u»>. ^leckie-iG (Püa 1884, 2 Bde.. 4.)und Will. Rcscoe's ,,'l Iw lilü o> l.cueu/o cke- lUeckloi", deutschv. Sprengel, (Beil.1898), wozu noch histor.-kritische Erläuterungen (aus d.Engl . ins I:c>. übersetzt,Florenz 1823) gehören, in welchen Roscoesch zu rechtfertigen sucht gegen Thu-rot's, Ging» n,'s und Sismondi's Behauptung, daß er für Lorenzo von Mtckiciund dessen Familie zu viel Vorliebe gehabt habe. Die „Oj>, ><? ck> l <>> e»re> ck>.Uc-<>wi, <I, ti<, il äla^niiino", welche zu Florenz 1826 aus Kosten des GroßherzogsLeop. II. in einer Prachtausgabe erschienen, sind die erste vollständige aoöamml. derGedickte dieses berühmten Fürsten (4 Bde., 4.).
Lorenzo hinterließ 8 Sehne, Piers, mit Alsonsina -Orstni rern'ählt, Gio-vanni, seit teni 14. Jahre Caidinal und nachher Papst Leo >. (s. d.), lind Giu-liano, Herzog v. I>emolli?. Piero, das neue Haupt des Staats, taugte geradeam wenigsten dazu. In 2 Jahren hatte er den Hei zog von Mailand »nd den Königvon Frankreich der Republik verfeindet und durch s. Unklugheir und S ckwäcbe, be-sonders aber durch den nachtheiligen Frieden von Serezna, sich den Florentinern, dieso gern den großen Vater in >h>» ehren wollten, verhaßt und verächtlich gemacht.Das Soll stgefuhl dieser Republikaner erhob sich noch einmal; er ward der Regie-rung beraubt und mirs. ganten Geschlechte verbannt. Nach mehre» Versuchen, durchList und Gewült zurückzukehren, fand Piero in der Schlacht am Garigliano , wo erbeim fran;. Heere war, in diesem Flusse den Tod 1804. Erst 1818 erlangte seinBruder, der Cardinal Giovanni, durch einen Aufstand, den der Volkspredigcr Hie-rorviniis Savonarola erregte, die Wiederaufnahme ins. Vaterstadt, und als er 1514Papst wurde, erhob er s. Familie bald wieder zu den» alten Glänze. Piero's Sohn,Lo-enzo, vom Papste zuni Herzog von Ilrbmo gemacht, ward Haupt des Staeae»,