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Meiningen - Hildburghausen (Sachsen -)
verstand (Griechisch, Lateinisch und die meisten lebenden Sprachen in weitem Um-fange. Anker s. pdengen. „Versuchen" (deren 3. Bt. Iagemann lieferte) hat erHome'? „Grundsätze der Kritik", den Heliotor und einiges Andre übersetzt.
Mei n i n g en-H i ld b urg ha u se n (Sachsen -), ein Zweig des sächsi-schen Hauses ernestmischer Linie. Meiningen ist ei» Theil der ehemal. GrafschaftHenneberg , welche 1583 nach dem Erloschen des Mannsstammes der gesürstekenGrafen von Henneberg größtentheils an das Haus Lachsen kam, m,t welchem jeneLinie 155-1 eine Erbverbriiderung errichtet hatte. Die Herzoge von Meiningen be-sitzen, außer ihrem Erbtheil von Henneberg, einen Theil des Fürstenrhums oder derPflege Koburg, welche ehedem die neue Herrschaft Henneberg genannt wurde und154 7 durch die Vermahlung des Markgrafen zu Meisen , Friedrichs des Strengen,wir der Grasen Katharina v. Henneberg an das Haus Sachsen gekommen war.Diese siele» zuerst an die alikoburgische Linie, nachher an Altenburg , und als tieal-tenburgische Linie ausstarb, anErnst den Frommen von Gorha, dessen dritter SohnBernhard der Stifter der mciningischen Linie wurde. Bernhard besaß anfänglich(1681) nur Meiningen , Masfeld, Messungen, Sand, Frauenbreitungen und Sal-bungen. Als aber s. Bruder Albrecht, der in der Theilung Koburg erhalten hatte,1693 ohne Nachkommen starb, erbte Bernhard einen Theil der Verlassenschafc.Unter s. 3 Söhnen, welche gemeinschaftlich regierten, unk von denen nur der jüngste,Anton Ulrich , da? Geschlecht fortpflanzte, wurden die Besitzungen noch vergrößert,als 1710 die romhildische Linie mit ihrem Stifter Heinrich, dem vierten Sohne Ernstdes Frommen, ausstarb, und dessen Landesaniheil unter Meiningen, Gorha, Saal-feld und Hildburghaiisen vertheilt wurde. Zwei Sohne Anton Ulrichs, Karl undGeorg, folgten ihm unter mütterlicher Dcrimindschaft. Karl starb 1782, und Georg,der bisher gemeinschaftlich mit ihm regiert harre, wurde nun alleiniger Regent. Erführte d. 9. Dec. 1800 das Recht der Erstgeburt ein. Bei s. Tode, d. 2-1. Dee. 1803,succedirte ihm s. Sohn Bernhard Erich Freund , geb. den 17. Dee. 1800,über welchen die Herzogin Mutter, Louise Eleonore , die Vormundschaft führte. Ertrat die Regierung an den 17. Dec. 1821 und vermählte sich den 13. März 1825mir Marie, Prinzessin von Kurhessen . Die meiningischen Lander (I I Ämter, wo-von 8 auf das Unterland und 3 aus das Oberland kommen) enthielten bisher 18^fVM., mir 56,100 sehr betriebsamen, evangelisch-lutherischen Bew. und 580,000Guld. Eink. Die Haupr- und Residenzst. Meiningen, in einem Thale derMerra, hat 1500 Einw. In dem Residenzschlosse sind verschiedene wissenschaftlicheund Kunstftmmlungc», auch das Gesammrarchiv der gesurft. Grafschaft Henneberg .In der Ltadt gibt es mehre BildungSanstalten und eine bedeutende Anzakl Barchent-weber. Das Städtchen Sonneberg treibt mit Holzwaaren, Spiegeln m.d Rechucn-taseln einen Handel, der dem Lande jahrl. gegen 126,000 Guld. einträgt. DerBer-zog hat mit den Fürsten der ernestinischcn Linie gemeinschaftlich die 12. Stelle i»der Bundesversammlung; im Plenum eine Stimme. Das Land behielt bis 1824seine alten Stande, bestehend aus säumulichen Rittergutsbesitzern und den Städten.Durch die Verfassung vom 4. Sept. 182-z wurden die Bauern zur Landstandschaftberufen und jedem der 3 Lränte 7 Abgeordnete gegeben. Einen aus jeder der 3Classen erwählt der Herzog. Der erste Landtag ward am 17. Dec. 182-l eröffnet.— Durch den Theilungsvertrag über die Länder der s.-golhasschen Speciallime, v.15. Nov. 1826, erhielt S.-Meiningen 1) das Herzogth. Hildburghausen , nur Aus-nahme der Ämter Königsberg und Lonnenfeld; 2) da? Fiirstenrhui» Saalfeld ;3) einige koburgische Ortschaften auf dem linken Ufer der Steinach; -i) das AmtThemar; 5) das gochassche Dritttheil des AmtS Romhild; 6) das Amt Kamburg mir der Saline Neusiilza und mit Vierzehnheiligen ; 7) das Amr Kraniclsseld,sowie einige Ort- und Lehnschaften. Es trat dagegen von s. bisherigen Besitzung»»die Kammerguter Kahlenberg und Gauersradtan Koburg ab. Gegempärtig hat S.-