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Missionen (kath.)
unstreitiger, theils bestrittenerMißheirathenauf. welche oft die fürstlichen FamilienDeutschlands , ja selbst den kaiserl. Hos, die Reichsgerichte und den Reichstag „igroße Bewegung gesetzt haben. Den Familienverträgen, wodurch der Begriff stau-teSmäßiger Ehen enger, als herkömmlich war. gezogen werten sollte, indem manz. B. Ehen der neufnrstl. und reichsgräfi. Familien mir sreiherrlichen ftir ungleicherklärte, versagte der Kaiser regelmäßig die Bestätigung. Durch die Auflösung desdeutschen Reichs ist diese Angelegenheit bloß Landessache geworden, und nur denehemals reichsständ. Häusern kann nach der deutschen Bundesaete, Art. 11, dieEbenbürtigkeit mit den souverainen Familien nicht mehr entzogen werden. Eben-Hurtigkeit der Ehe wird in der bainschen, wurremberg. und hessischen VerfassungS-Urkunde als Bedingung der Successionssähigkeit anerkannt. Andre Verfassungenübergehen diesen Punkt mir Stillschweigen oder berufen sich auf die vorhandenenFaimkienverrräge und Observanzen. Vgl. die Wahlcapitulat. Karls VII. und dieSchrift: „Über die Ansprüche der Krone Baiern an LandeSkheile des Großherzogth.Baden (Manh. 1828), auch Heffier'ü „Beitr. zum deutschen SraakS - undFürstenrcchte" (Bonn 1829). 37.
Missionen wurden vorzugsweise die zur Verpflanzung des Christen-thums unter nichrchristliche Völker unternommenen Sendungen christl. Lehrer ge-nannt. Schon in den ersten Zeiten des Christenthums gingen Christen, entwederaus eignem Antriebe oder im Auftrage ihrer Gemeinden, in nahe und ferne Länder,das Evangelium zu predigen, und, abgesehen von wenigen einzelnen Fällen, ist dasChristenthum stets nicht durch die Waffen, sondern durch die sanfte Gewalt derRede ausgebreitet worden. Auch die deutsche Kirche ward durch solche GkaubenS-boten, welche man später Missionnaire nannte, namentlich durch Bonifacius, im 8.Jahrh, gegründet. In den letzten Jahrh, geschah von Seite» der kaihol. Kirche(welche auch solche Unternehmungen, die den Zweck hatten, Mitglieder der von ihrgetrennten christl. Parteien zu ihrer Gemeinschaft zurückzuführen, Missionen nann-te) mehr als von der Protestant, für da« Miss'vnswerk, weil sich hier mit dem reli-giösen Vortheil der hierarchische verband; weil, ehe England ausdem Meere herrsch-te, das kath. Europa mit den übrigen Welttheilen in öftere Berührung kam als dasprorestant.; weil die kath. KircheMönche hakte. welche der Papst aussenden konnte,wohin er wollte; und weil sie endlich weit größere Reichthümer als die prorestant.Kirche besaß (s. Propaganda und Jesuiten ); nicht zu gedenken, daß eifrigeKatholiken schon in dem Gedanken, daß ihr Glaube der alleinseligmachende sei,einen weit stärker» Antrieb zu dem schwierigen Bekehrungsgeschäft hatten, als dieProtestanten. Die merkwürdigsten Missionen der kath. Kirche sind die nach China ,Ostindien und Japan , in welchem zuletzt genannten Reiche jedoch das Christen-thum, nachdem es vormals viel Eingang gefunden hatte, gänzlich verdrängt wordenist- In China aber und auf derKüste von Koromandel dauern die zurAnSbreirungdes Christenthums gegründeten Niederlassungen fort. Durch die Ereignisse, welcheder franz. Revolution folgten, wurden die Fonds der Missionsanstalten geschwächt,und diese Stiftungen in ihrer Wirksamkeit gehemmt. Doch gibt es nach den„dinuv«l>,-s lettres sülüantes «les missiniiz ü« la (Anne et >Ics Incles niieiita-les" (Paris 1818 — 20, b Bde.) in China 3 von der Krone Portugal dotirteBiSthümer: Makao, Peking und Nanking. Der Bischof von Peking lebt aberzu Makao, weil in Peking selbst, außer den in Hofdiensten stehenden Mathema-tikern, Ärzten und Künstlern, keine Missionnaire geduldet werden. Außerhalbder 7 Provinzen, die zu den 3 BiSth. gehören, gibt es noch für die übrigen Pro-vinzen des chines. Reichs die Mission der evegnes vieaires apostoligne«. überdas kathol. Missionsnxsen in Ostindien hat ein stanz. Missionnair, Abbä Dubois,in seinen „Setters Oii tbe State ak ein istianit^ in Inelia eto." (a. d. Engl. v.
Hoffman», nebst einer Dorr. v. Röhr. Neust. a. d. Orla 182-1) wenig erfreuliche