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Misstonen (kath.)
Nachrichten bekanntgemächt. Mehr Fortschritte scheint das kathol. Christenthumin sdsttunkin gemachtzu haben. Man zählt daselbst 186 Kuchen unk 81 Kb-ner,sowie in China und Tunkin zusanimen gegen 386,666 Christen. Nach den Mis-sionsberichten bis züm 24. Sept. 182t gab es in China allein 46.281 Christen,sie hatten 26 chines., 3 europ. Priester, 29 Knaben, und 45 Mädchenschulen;auch kam eine Art von Seminar zu Stande, in welchem 12 Zöglinge Latein ler-nen. (Die in Peking seit 1121 besmdliche „russische geistliche Mission" hat nichtBekehrung der Chinesen, sondern die Bildung junger russischer Geistlichen in derchines. Sprache zum Zweck.) In Tibet entstand 1822 eine neue kaihol. Mission.Eine Fürstin oder Statthalters daselbst, welche ein Italiener, den sie;u ihremersten Minister erhoben, zum Christenthum bekehrt hakte, verlangte vom Colle-gium de propaganda Fide 86 Missionnairc, um ihre Unterthanen zu bekehren;5 Capuciner waren deßhalb dahin abgegangen. Die unwissenden und gutmüthi-gen Naturvölker Brasiliens , Mexicos, der Andenländer und Para-guavs (s. d.) hat die Sinnenpracht des katkol. Cultus mächtig angezogen undgrößtenkbeils bekehrt, daher mehre Missionen daselbst eingegangen sind. Die neuenFreistaaten denken jedoch daran, sie als Schulen wiederherzustellen. Den größtenEifer zeigt jetzt die kathol. Kirche in dem durch Revolutionen verwilderten Italien und Frankreich , um die Gemüther zu gewinnen und das gesunkene Ansehen derKirche aufs Neue zu erheben. Mit diesem Missionseifer hängt die sogen, theokra-tische Fackion zusammen, welche Staat und Kirche in die Berechnung ihrer Ent-würfe aufgenommen hat. In Rom wurden zu dem Jubeljahre 1825 Vorberei-tn,igsmissionen im Aug. 1824 gehalten, welche in geistlichen Übungen bestandenund Ablaß verkündigten. In Frankreich aber wart, nach dem ,, 1lu>.i,uw ,Innleegö >le bianee >>„», i'.a» 1824", schon 1816 eine bloß für Frankreich bestimmteMissionscongregation gestiftet, die, verschieden von dem schon längst vorhandenenfranz. Seminarium für auswärtige M,sswnen (>» China , Cochinehina, Tunkt«,Siam und Pondicherv), den gesunkenen römisch-katkol. Küchendienst wieder zurNationalangelegenheit machen wstl. Außer ihr gibt es noch eine Congrcgatio» ,Iu8i.-1>i>,',t. welche die Bedienung der Hospitäler und Missionen bildet. Für dieMissionen in Frankreich selbst ist eine sogen. Hauptanstalt s.eüxü,
mit einem Noviziat errichtet, die zugleich in einigen Diöcesen die Hülfsoriester fürdie Pfarreien ohne Pfarrer hergibt. Es waren nämlich im Gefolge der Bourbons,um die religiöse Restauration zugleich mit der politischen zu vollenden, eine MengeJesuiten nach Frankreich gekommen, die sich zween ,!e l„ I«l nannten. Diese un-terrichteten eine große Anzahl Schüler sowol in der Theologie als auch in andernWissenschaften, und erregten bei denselben eine religiöse Schwärmerei, die hier undda bis zum Fanatismus stieg. Namentlich wurden in dem Seminar von St.-Snlpice, im Dorfe Issv bei Paris , solche exaltirte Jünglinge mit großer Strengezu Missionnairen erzogen. Da die GlaubmSväter sich von dem größten Theile derBischöfe keine thätige Mithülfe versprechen konnten, so hatten sie eine gewisserma-ßen getrennte Kirche gebildet und sich an die äumüneiie angeschlossen, welche ganzauf den Fuß hergestellt ist, aus dem sie sich unter Ludwig XVI. befand. DieFreunde dieser religiösen Verbindung sind zum Tkeil von jenem Hange zum Mvsti-cismus ergriffen, der jetzt in Europa und selbst in Frankreich herrscht, und den manhauptsächlich bei den Weibern bemerkt: eine Folge der Revolution, welche manchesschwache Gehirn erschüttert hat. Auch machten die von der Congregalion ausgc-sandten Musionnaire, welche oft nur fanatische Bußprediger waren, auf das weib-liche Geschlecht den meisten Eindruck, und die von ihnen in den Kirchen zu Paris u.a.a. Q. gehaltenen geistlichen Übungen veranlaßten mehrmals große Störungender öffentlichen Ruhe. 1824 war die Zahl der bei ihren 312 Capellen angestelltenMissionnairc bis aufhlö gestiegen. Diese Glaubensboten sind Gegner der Charte,