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Mistel MithridateS
ft» und 1825 durch Kolokotronis'S Partei außer Thätigkeit gesetzt. Hierauf zog derSeraskier Reschid Pascha mit 35,00» M. vor M. Der tapfere Noto Botsaris(Dheini des Viark) leitete aber die Vertheidigung so glücklich, daß alle Angriffevergeblick, waren, und auch der am 2. Aug. fg. 1825 von der Flotte des KapudanPascha unterstützte Sturm des Seraskier aus die durch ein -lOtägigeS Bombarde-ment sehr beschädigten Wälle des Platzes abgeschlagen wurde. Nunmehr nabmauch Ibrahim Pascha mit dem ägypt.-europ. Heere au der Belagerung Theil. AlleStürme waren jedoch fruchtlos. Endlich fiel M. in Schutt und Trümmer, nach-dem die heldenmüthige Besatzung, vorn äußersten Mangel an Lebens- und Krieg; -bedarf gezwungen, am 22. April 1826 Abends nach 8 Uhr sich durch die Belagererdurchgeschlagen, der in die offene Stadt Zurückgedrängte Theil aber die Minen ange-zündet und sich nebst den eingedrungenen Ägvptern und Türken in die Luft gesprengthatte. Gegen 1800 Krieger unter den beiden Befehlshabern M.'S, Noto Botsarisund KihoS Tzavellas, erreichten Salona und kämpften später bei Athen für dieheilige Sache des Vaterlandes. S. Aug. Fahre, ,,IU>-i. <Iu sie-;« de >Iir^vlu»^lst"(Paris 1826). Am 18. Mai 1829 wurden Anatoliko und M. von denGriechen mir Capitulation wieder eingenommen. 20.
M i st e l, s. Druiden.
M i t a u, Hauptstadt des ehemal. Herzogthums, jetzt russischen Gouverne-ments Kurland oder Mitau , erbaut 1272 von Konrad v. Meden, mit 12,100Einw., unter denen 5100 Deutsche, die übrigen sind Letten, Russen und Ju-den. Den nicht unbedeutenden Handel begünstigt die aus Deutschland nachPetersburg führende Hauptstraße. Das hiesige 1775 gestift. akademischeGymnasium hat e. Bibliothek und e. Sternwarte. Außerhalb der Stadt liegtdas schöne Residenzschloß der ehemal. Herzoge von Kurland.
M i t b e l e h n s ch a f t, s. Gesa mmte Hand.
M i t h r a, die Sonne oder der Genius der Sonne bei den Persern, welcher alsGottheit späterhin auch in Rom und Griechenland verehrt wurde. Er steht als Mittlerzwischen Ormuzd und derWelt. Sein Symbol ist die Sonne (der Wahrheit und Ge-rechtigkeit) auf dem Haupte; die Keule (derMacht) in der Hand, oder der opferndeDolch, und der Weltstier, aufdessen Rücken er liegt. EristmitderMitra, oderAna-hid, der persischen Aphrodite nicht zu verwechseln. Auch in Deutschland findet manDenkmale seiner Verehrung in den ehedem von den Römern beherrschten Ländern.
MithridateS, der Name mehrer Könige in PoncuS, unter denen Mi-thritateS d. Gr. oder der VI. der berühmteste war. Herrschsucht, Grausamkeit undein durch nichts zu beugender Sinn waren bei großen Anlagen die Eigenschaften,welche sich früh in ihm entwickelten. Sein Vater ward ermordet 121 v. Chr. M.bestieg 13 I. alt den Thron. Die Mutter und sein Erzieher machten gegen sein Le-ben Plane; allein er ließ die Mutter, welche ihm zur Mitreqentin verordnet war,ins Gefängniß werfen, wo sie nach Einigen an den erlittenen Mißhandlungen, nachA. an Gift starb. Seinen gegen alle Beschwerden abgehärteten Körper soll er durchGewöhnung sogar gegen die Wirkungen der Gifte unempfindlich gemacht haben(daher der Name des vorgeblichen Gegengifts Mithridar). Als er mündig ge-worden, unternahm er eine Reise durch Asien , theils um die Gebräuche, Gesetze,Sitten und Sprachen der Einw. kennen zu lernen (er soll 22 Sprachen gesprochenhaben), theils um dieLänder seiner Nachbarn, die er sich zu unterwerfen strebte, aus-zukundschaften. Nach 3 I. kehrte er zurück und bestrafte s. ihm indessen untreu ge-wordene Gemahlin, die ihn zu vergifte» gesucht hatte, mit dem Tode. Hieraufüberfiel er Paphlagonien und theilte es mit seinem Bundesgenossen, dem Kö-nige von Ditbynien. Vergebens drohten ihm die Römer, welche das Land fürfrei erklärt hatten, mit einem Kriege. M. bemächtigte sich vielmehr auch desunter römischem Schutze stehenden ÄalatienS. Dann richtete er sein Augen-