Band 
Siebenter Band. M bis N.
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MithriduteS

bei Cbäronea auf und befreite durch 2 Siege in Böotien ganz Griechenland vom Feinde. Mik nicht mindcrm Glück unterwarf Finibria Kleinasien und bela-gerte in der Festung Pitane den M. selbst, der sich nur zu Schiffe rettete. Auchdie pontische Flotte ward 2 Mal vom Lucullus geschlagen. So von allen Sei-den bedrängt, trug M. dem Archelaus auf, Frieden zu schließen. Sylla bewilligteihn unter harten Bedingungen 80 v. Chr. M. wurde auf sein väterliches ReichPonkuS beschränkt, mußte den Römern 80 bemannte Kriegsschiffe überliefern und2000 Talente zahlen. Kaum aber hatte Sylla Asien verlassen (84 v. Chr.), al« M.die Kolchier angriff und sich weigerte, alle Bedingungen des Friedens zu erfüllen. Derrömische Feldherr Muräna, der verwüstend in Pontus eingefallen war, wurde ge-schlagen, und schon hatte» sich viele Städte Asiens für den Sieger erklärt, als,vom Dictator Sylla gesandt, Aulus GabiniuS in Asien erschien. Kappadocienwurde von M. geräumt. Dagegen unterwarf er 82 v. Chr. die BoSporer; undkaum hatte er Svlla's Tod (18v. Chr.) erfahre», als er die Wiedereroberung derabgetretenen Provinzen beschloß und, um Rom zu beschäftigen, mit Sertorius ,dem Haupte der marianischen Partei in Spanien , sich verband. Auf seinen An-trieb fiel sein Schwiegersohn Tigranes, König von Armenien, in Kappadocien ein, während er selbst, nach Paphlagoniens Unterwerfung, Bithynien und dieProvinz Asien erobene. Ein neuer Krieg mit Rom war jetzt unvermeidlich. DieConsuln Lucullus und Cotta zogen gegen M., dieser als Befehlshaber der Flotte,jener als Oberfeldherr der Landmacht. Cotta war nicht glücklich; Lucullus hinge-gen vermied vorsichtig eine Hauptschlacht gegen den überlegenen Feind, erfocht abermehre so bedeutende Borthelle zur See und zu Lande, daß er bald als Sieger inPontus stand. Während er aber Amisuö belagerte, sammelte M. ein Heer underfocht damit einen ansehnlichen Sieg; doch wußte Lucullus das Verlorene wieder-zugewinnen, und bald sah M. sich genöthigt, als sein eignes Heer sich wider ihnempörte, nach Armenien zum Tigranes zu flüchten, der ihn zwar aufnahm, aberkeine Gemeinschaft mit ihm hatte. Lucullus , der inzwischen ganz PontuS in einerömische Provinz verwandelt hatte, foderte die Auslieferung des M., welche Ti-granes ablehnte, „weil er, obgleich des M. Betragen mißbilligend, es doch fürniederträchtig halte, einen so nahen Verwandten seinen Feinden zu übergeben".Da er aber voraussah, daß man sich mit dieser Antwort nicht beruhigen werde,verabredet« er mit M., daß dieser mit 10,000 M. nach Pontus gehen, dort einHeer versammeln und mit demselben zurückkehren solle, ehe noch Lucullus , derSinope belagerte, in Armenien einrücken könne. Sinope siel aber unerwartetschnell, und Lucullus schlug den Tigranes vor seiner Vereinigung mit dem M.Tigranes sammelte jedoch ein neues Heer, welches M. nach PonkuS führte. Lu-cullus hemmte zwar seine Forischrüte durch einen Sieg, allein während des Win-ters verstärkte M. seine Macht, und bald schlug er die Unterfeldherren des Lucullus aufs Haupt, woraus er sich nach Kleinarmenien wandte, um sich mit Tigraneszu vereinigen. Unterdessen hatte an LuculluS'S Stelle der Consul ManiuS AciliuSGlabrio den Oberbefehl erhalten. Die mit diesem Wechsel verbundene Verwir-rung benutzten die verbündeten Könige, um sich den größten Theil von Pontus ,Bithynien , Kappadocien und Kleinarmenien zu unterwerfen. Da trat Pompeju«an die Spitze der Römer. Nachdem er vergebens den Frieden angeboten und eineHauptschlacht gesucht hatte, schloß er M. in seinem Lager, nicht weit vom Eu-phrat, ein. Dieser schlug sich zwar durch, ward aber verfolgt, in einem engenThale angegriffen und bei Nikopolis (KK v. Chr.) gänzlich geschlagen. Nur mit800 Reitern entkam er selbst. Da Tigranes ihn nicht aufiiehmen wollte, ging ernach Kolchis; aber Pompejus folgte ihm, und M. flüchtete sich in das Gebiet ei-nes scythischen Fürsten . Man hielt ihn für todt, als er plötzlich wieder in Pon-tur erschien, Tmppen sammelte, zugleich aber dem Pompejus Friedensvorschläge