Millanter
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Mittag
machte. Da sie sich nicht vereinigen konnten, begann der Krieg auf? Neue. DieMacht der Römer in Pontus war gering, und M. machte Fortschritte. Baldaber empörten sich die Einwohner; seine Nachbarn versagten ihm ihren Beistand.Dennoch schlug sein unbeugsamer Sinn die von Pompejus angebotenen Friedens,bedingungen aus. Er todtere seinen SohnMachareS, machte sich zum Königedes Bosporus und entwarf den kühnen Plan, an der Spitze seines Heeres zu denGalliern, an die er Gesandte abgeschickt hatte, vorzudringen und vereint mit ihnenin Italien einzubrechen. Als er sich aber am BoSpvruS Eimmericus gelagerthatte, brach eine Empörung im Heere aus, an deren Spitze sein eigner SohnPharnazes stand. Da Nichts die Aufrührer zur Pflicht zurückführen konnte, stürztesich M., weil genommenes Gift wirkungslos blieb, in sein Schwert, um nichtden Römern lebendig überliefert zu werden (b4 v. Ehr.). Dieser berühmte Könighatte 59 I. über Pontus regiert.
Mitlauter, s. Eonsonanten.
Mitra ist, nach von Hammer, der kugelförmige Wulst des Kopfschmuckesder persischen Könige. Die Mitra stellte ursprünglich den «onnenball vor, wel-chen die persischen Könige auf der Krone trugen, wie die ägyptischen aus demHaupte. Sie unterscheidet sich daher auch von der Tiara oder Bischofsmütze.Mitra hieß aber auch die persische Venus. (S. Mikhra.)
Mittag, diejenige von den 4 Weltgegenden, wo die Sonne und dieübrigen Gestirne, von unsrer nördl. Halbkugel aus betrachtet, bei ihrer scheinbaren täglichen Bewegung die größte Höhe am Himmel haben. — Mittag oderMittagszeit, der Augenblick, in welchem der Mittelpunkt der Sonne in denMinagskreiS eines Orrs tritt. Die Astronomen fangen den Tag von Mittag anund zählen nach einander 24 Stunden bis zum nächste» Mittag fort. Die bürger-liche Zeitrechnung hingegen in Deutschland und den mehrsten europäischen Landernfängt in dem Augenblicke der Mitternacht den Tag an. Von dem wahren ist der»iitklerc Mittag verschieden; jener erfolgt bald früher, bald später als dieser, undist nur 4 Mal im Jahre mit dem mittlern Mittage gleich. Die Zci tg lei ch un g(s. d.) gibt den Unterschied an. — Mittagsfläche, die Ebene, welche durchdie Scheitellinie und Weltape gedacht wird und auf der Ebene sowol des Horizontsals Aguatorö senkrecht steht. Der Schatten eines senkrecht stehenden Stabes be-findet sich im Augenblicke des wahren Mittags in der Miktagsfiäche. — Mit-tagshöhe, die Höhe eines Sterns, wen» er bei seiner täglichen Bewegung mden Mittagskreis gekommen ist. — Mittags kreis oder Meridian, einangenommener größter Kreis der Himmelskugel, welcher durch die Pole und denScheitelpunkt geht, oder der Durchschnitt der MittaqSfläche mit der Himmelskugel. Dieser Kreis theilt die Himmelskugel in 2 Halbkugeln, in die östliche undwestliche. Es ist für einen -Ort Mittag, wenn der Mittelpunkt der Sonne indenselben tritt. Unter Mittagskreise der Erdkugel versteht man alle größten, durchdie beiden Pole derselben gehenden Kreise; mit Beziehung auf einen bestimmtenOrt aber meistens nur die durch den Scheitelpunkt dieses Ortes und die beidenPole gehenden Hälften eines solchen Kreises. Die Örter, welche in einer solchennämlichen Hälfte liegen, haben einerlei Mittag oder überhaupt Zeit. Die Zeitan-gaben der entgegengesetzten Hälfte sind von jenen erstern um 12 stunden verschie-den. Jeder Mittagskreis wird, wie überhaupt jeder Kreis, in 36V Grade ge-theilt, und diese dienen zur Bestimmung der geographischen Breite (s. d.). Dadie Erfahrung lehrt, daß die Erde keine vollkommene Kugel, sondern an den Po-len abgeplattet ist, so folgt daraus, daß die Grabender Meridiane nach den Polen ,hin größer sein müssen als gegen und unter dem Uguator. Alle Örter, welcheeinerlei Meridian haben, haben auch einerlei Länge. Derjenige Meridian, vonwelchem man die übrigen zu zählen anfängt, heißt der erste Meridian. Er ist