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Mittelamerika
schichte des Mittelalters" (Berlin 1818) ; Rehm'S „Handb. d. Gesch. des Mittel-alters" (Marb. 1811 fg., 2 Bde.); Hallam's „Geschichtl. Darstellung des Zu-standes von Europa im Mittelalter", a. d. Engl . von Halem (Lpz. 1820, 2 Bde.);Berington's „bilerarv lürtnrv ok tl>e niiüdle.ip-e; etc." (London 1814); 21. V.Tstlier's „Gesch. d.europ. Menschheit im Mittelalter" (4TH., Frkf.a.Äk. 1829);Leo's „Lehrbuch der Gesch. des Mittelalters" (Halle 1829); „A„»alc5 clu mo^e»(bis 800) (8 Bde., Paris 1825) ; Hüllmann's „Städtewesen des Mittel-alters" (3 Bde., 1825—28); v. Savigny'S „Gesch. des röm. Rechts im Mittel-alter" und die für die Gesch. des Mitkelalrers wichtige Urkunden-Samml. in den„älonuiii. Iloicir" (21 Bde.) und „älun. koic. nova collectiv" (1. Bd.,1830). Ueber das Mittelalter Italiens s. Sismvndi's „Hirt. ües republi-czue» italieiines etc." (3. Allst. Paris 1825, 16 Bde.). 111,.
Mittelamerika. Die Republik der Verein. S t a a t e n von C e n-tro-Amerika entstand ohne Blutvergießen, als sich die Conföderation von Guate-mala, San-Salvador u. s. w. d. 21. Sept. 1821 für unabhängig von Spanien erklärte und am 10. Zuli 1823 von dem mexican. Bundeüstaate trennte, worauf siesich als unabhängiger Bundesstaat eine der nordamerikan. ähnliche Verfassung gab.Schon am 15. Sept. 1821 hatte Guatemala eine Provisor. Regierung errichtet;die UnabhängigkeitSerklärung der Republik ist vvm 1. Zuli 1823 datirt. Ihr po-litisches und Handelsinteresse ist gänzlich verschieden von den Znteressen derRepubl.Mexico und Colombia , zwischen welchen beiden in der Mitte sie auf den hohen Tro-penländern der Anden (8° 4b' —11° 51' N. B.) an dem atlantischen und an demAustralocean liegt. Zn jenen fallen 12, in diesen 11 schiffbare Flüsse. Sie begreift5 Provinzen: Guatemala, welche den Hauptbestandtheil bildet, Nicaragua, Hon-duras , San-Salvador u. Cosiarica, zusammen 9600 UM., mit 1,910,000Bew.in 12 Städten, 21 Villas und über 100 Dorf. , ohne die Orte der freien Volks-stämme. Die Regierung besteht aus einem Präsidenten (im Z. 1821 D. Man.Zofe Arca), einem Vicepräsibenten und 11 Senatoren, die das Oberhaus bilden,und aus der Kammer der Repräsentanten. Die kathol. Religion ist die herrschende,und jeder andre Cultus verboten. Die Sklaverei ist aufgehoben. Die Republik istbereits anerkannt von den Verein. Staaten Nordamerikas und von Mexico . ZnRücksicht des Handels befolgt nian in Guatemala weit liberalere Grundsätze als inden übrigen jungen Freistaaten. Die europ. Spanier und alle Ausländer habengleiche Rechte mit den Eingeborenen; am 1. Zuli 1828 aber verbot die Regierungallen Verkehr mit den Spaniern und selbst die Einfuhr span. Producte. Engländerund Nordamerikaner durchstreifen diese reiche Republik, wo große Gold - u. Silber-schätze in den Händen der Grundbesitzer sind, und machen wichtige Anlagen. Am stil-len Weltmeere wird eine neue Stadt, Puerto-Libertad, gebaut, welche der Seehafenvon Guatemala werden soll. Die Flagge der Union besteht aus 3 verschiedenfarbigenStreifen mit 3 Vulkanen (welche die 3 größten Provinzen, Guatemala, Honduras u.Nicaragua , bezeichnen) unter einem Regenbogen und der Aufschrift: 1)ic>5,'U»>c>»,lall. Die Eink. betragen gegen 2 Mill.Gldn., die Staatsschuld über 14 Mill.— Die Hptst. Guatemala und das Land, welches Cortez durch Christoval de Olid1523 und durch Alvarato 1524 in Besitz nehmen ließ, haben den Namen von demAztekenworte Guanhtemali, faules Holz, der inländ. Bezeichnung desCampeche-holzes. Cortez legte dieStädteGuakemalaundSan-Lalvadoran. KeineColoniehat Spanien weniger Blur gekostet als das Dicekönigreich Guatemala ; aber in keinerhatte esaucheinensoedelnMissionnair, alsLas-Casaswar. DerBodcn istvulkanischund üppig fruchtbar. Er erzeugt den besten Zndigs, jährl. 5 Mist. Gld. Ausfuhr. Fürden Welthandel kann der See Nicaragua (168 ^W.) wichtig werden, weil er durchden schiffbaren S.-Zuan mit dem atlant. Ocean zusammenhängt, und der beschlos-sene Canal zur Verbindung dieses Meeres mit dem Australocean durch ihn s.Wasser