Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
433
JPEG-Download
 

Mittelländisches Meer Mitternacht 433

« halten soll. An s. Ufern liegen niedre Vulkane. Die alte Bevölkerung des Landeshat sehr abgenommen. Merkwürdig sind die Ruinen von Huehueklapallan(s. d.). Die bekehrten Indianer heißen Latinos, die übrigen Barbara? oder Bravos.Zwei Landstriche (Taguzgalpa und Tolagalpa), die zu der Union gehören und vonden Europäern nie unterworfen waren, sind von den unabhängigen Moscos oderMosguüoS und a. Stämmen bewohnt. Die nach ihnen benannte Mosquitoküstebis zum Vorgebirge Gracias a Dios hat der Congreß von Colombia 1824 für einenBestandtheil des Gebiets von Colombia erklärt. Ein Theil jener Küste, die Land-schaft PovaiS (s. d.), mit der Hauptst. gl. N., hatte der schottische AbenteurerMac-Gregor zu einem besondern Staate erhoben. Guatemala hat ei» Eingebore-ner, Dommgo Inarros, genau beschrieben (engl. von Daily: .Omn-ai,-,1 ->»>1<x,»>n>oioü>> bi,->t(>i v ol' tbu.Uein.", Lond . 1823). Vgl. II. Francia dc Fuente's„Gesch. von Guatemala vor und nach der spanischen Eroberung". G. A. Thomp-son „Vni-itive L>I an ollioiu! ei!>il (1824) I» 6>mt<'i>>>ch " (Lond. 1829). ImI. 1828 fg. verwüstete ein blutiger Bürgerkrieg zwischen S. Sülvador u. Guate-mala das schöne Land. 20.

M i t r e l l ä n d i s ch e s M e e r, so genannt v. s. Lage zwischen Europa ,Asien und Afrika . Dieses 40,000 s^jM. große Becken hängt im W. mit dem atlam.Ocean durch die 7 Meilen lange u. 2M. breite Meerenge von Gibraltar zusammen.In der Mitte dieser Meerenge bemerkt man eine» starten Strom aus dem Oceanin das mitkelländ.Mcer, und an jeder Seite einen andern, auch einen in der Tiefe,welche längs der Küste in entgegengesetzte, Richtung aus dem mittelländ. Meere inden Ocean stießen. Da aber diese Seilcnströme weit schwächer sind als der mittlereStrom und kaum das durch kiesen empfangene Wasser wieder zurückschicken können,da das Mittelländ. Meer noch außerdem eine ungeheure Menge Wasser durch dievielen großen (Ebro, Rhone, Po, Donau, Dnister , Dniepcr, Don, Kuban u. Nil)und kleinen Flüsse empfängt, die sich in dasselbe ergießen, so macht es große iLchwie-rigkeit zu erklären, wo diese Menge Wasser bleibe, da das Meer keine Zunahme lei-det, auch, wenn es merklich höher würde, sich mit Macht in den Ocean ergießenmüßte, um das Gleichgewicht herzustellen. Die wahrscheinlichste Meinung ist, dafieSsich seines Überflusses durch eine ungewöhnlich starke Ausdünstung entledige, die, wieman glaubt, durch einen unter dem Boden dieses Meeres befindlichen großen Feuer-herd verursacht wird; und daß ein solcher vorhanden sei, scheinen die vielen vulkani-,scheu Ausbrüche in demselben und um dasselbe hinlänglich zu beweisen. Theile desmittelländ. Meeres sind: das ctrurische Meer, das adriatische Meer, der svi tischeBusen, das ägäische oder griech. Meer (Archipelagus), die Meerenge der Dardanel-len oder derHellespont, dasMeer vonMarmora oder die Propontis, die Straße vonKonstantinopel oder der Bosporus , das schwarze Meer, das asowsche oder das fauleMeer. Vermöge seiner natürlichen Lage hat das mittelländ. Meer veränderlicheWinde und eine schwache Ebbe und Flut. - S. r^teel'S „t'.Iimt nk tl,e äleüiteir.,-noan" (London 1823; auch lithogr. in Hamburg von W. Bevers in Tonnies'S„Gesch. der Barbaresken", der auch die Hindernisse des norddeutschen Handels immittelländ. Meere von Seiten der Barbaresken zeigt).

Mittelsalze, s. Neutralsalze.

M i t k e l st i m m e n , in der Tonkunst diejenigen Stimmen (s. d.), wel-che zwischen den, Grundbaß und der melodiefuhrenden Stimme liegen und so die Har-monie gleichsam ausfüllen; beim mehrstimmigen Gesänge sind es gewöhnlich derAlt oder zweite Sopran und der Tenor, in der Instrumentalmusik gewöhnlich diezweite Violine und die Viola rc.

Mitteltinten oder Mittelfarben, s. Mezzotinto u. Schatten.

Mitternacht odcrMitternachtSgegend, in derSchiffersprache Norden.Nach dieser Gegend hin erblicken wir auf unserer Halbkugel die Gegend des Him-

E»nversalioiis»rericvii. Bd. Vll. 28