Modalität
Mode
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wo es sich fragt, ob unbewegliche Güter zur Erbmasse gehören, und wo beweglicheund unbewegliche Güter getheilt werden. In manchen Statuten werden auchverzinslich ausgeliehene Capitalien zu den Immobilien gerechnet. — Mobiliar-,erbe heißt der Erbe des beweglichen Nachlasses(Mobiliarverniögens). X.
Modalität. Die logische Modalität ist nach Kant diejenige Kategorie,welche das Verhältniß der Vorstellungen eines ganzen Unheils zum Verstände be-stimmt. Es ist also die logische Modalität der Urtheile die Art und Weise desFür-wahrhalkens, mit welcher der Verstand die Verbindung der Begriffe in einem Ur-theile denkt, ob er nämlich das Fürwahrhalten unbestimmt läßt, wie in problema-tischen Urtheilen, oder ober es als bestimmt gibt, wie in assertorischen Urtheilen,oder ob er die Verbindung der Begriffe nothwendig für wahr halten muß und dasGegentheil gar nicht denken kann, wie in apodiktischen Urtheilen. Im Allgemei-nen lassen steh die Modalitäten so ausdrücken: Es kann sein, daß ,V das PrädieatU hat (problematisch); alle X sind ü(assertorisch), alle ck sind nothwendig li (apo-diktisch). Eigentlich aber läßt sich durch das blos logische Verfakrcn, d. h. nachdem Gesetze der Identität und des Widerspruchs die Wirklichkeit oder das Asserto-rische nicht erkennen. Das allgemeine Princip, welches jenen Formen zum Grundeliegt, ist dieses: Alle«, was von uns erkannt werden soll, muß mit unserm Ei-kenutnißvermögen auf irgend eine Art verknüpft sein. Daraus folgt: was mitden formalen Bedingungen der Erfahrung übereinstimmt, oder was denkbar ist(d. h. dessen Begriff keinen Widerspruch enthält), ist möglich; was mitten mare-rialen Bedingungen der Erfahrung zusammenhängt, ist wirklich, und Dasjenige,dessen Zusammenhang aus dein Wirklichen durch allgemeine Bedingungen der Er-fahrung (durch das Mögliche) bestimmt ist, oder was ohne Widerspruch nicht ge-läugnet werten kann, ist nothwendig.
M o d e. Diese Tyrainun des Menschengeschlechts, die in der alten Weltso gut herrschte wie in der neuen, ist bereits vielfach der Dorwurf gelehrter Desini-lionen und ungelehrter Philippiken gewesen; auch die Sprachforscher haben nichtverfehlt in dem großen Redeschatz aller Nationen nach der Wurzel des Wortes„Mode" zu graben, und da sind denn zum Theil sehr durchdachte, zum Theil sehrwunderliche Auseinandersetzungen erschienen, die immer wieder, oft sammt ihrentiefsinnigen Urhebern, aus der Mode kamen, wähl end die Mode selbst stets Adobeblieb. Wir bemerken bloß, daß das auch bei uns Deutschen eingebürgerte, ausdem Latein, stammende Wort ,,Dlode^ im Allgemeinen den Begriff von Dem be-zeichnet, was gerade eben an einem Orte Sitte und Gewohnheit, sowol im Han-deln als Benehmen, in der Art sich zu kleiden und zu wohnen, kurz, zu leben ist.In einem engern Sinne genommen, bezeichnet es aber die gerade herrschende Artsich zu trage» (zu kleide»). Daß übrigens jedes Volk, auch das roheste, seine eig-nen Moden dem weiten» Begriffe nach hat, ist ebenso bekannt als daß die Diode,in dem beschränkter» Sinne der Art sich ru kleiden und zu schmucken genommen,auch bei ihm herrscht, ihr Wechsel, ihre Ausdehnung u. dgl. in. aber freilich vondeni mehren oder mindern Grade der Bildung, der Industrie und des Reichthumseines Volks abhängt, ebcnsowie von der geographischen Lage und der politischenEinrichtung eines Landes. Je ärmer, uncultivirter, »»bevölkerter oder auch ab-geschnittener von.dem Weltverkehr ein Volk ist, je weniger wird natürlich bei ihmdas Kind der Industrie, die Diode, dem Wechsel unterworfen sein. Derselbe Fallwird auch eintreten, wo ein despotisches Joch seine freie Beweglichkeit, also dieder Mode hemmt (wie z. B. in den mehrsten asiatischen Ländern), oder starres Fest-halten an alten Gewohnheiten und Einrichtungen und feindliches Abschließe» ge-gen alles Fremde (wie z. B. in China ) den Geist wie i» Allem so auch hierin ein-seitig macht und festbannt. Wo hingegen mildere Regierungsformen und Ge-setzgebungen herrschen, wo der häufige und immerwährende Verkehr mit andern