Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Modern

nurmitModena, Reggio u. Carpi bestehen wurde, indem der Papst Clemens VIII ..nach Alfons'S I I. Tode. das Herzoglhum Ferrara 1598 als ein erledigtes Lehen derpäpstl. Kammer einzog. Bon dieseni Casar stammen die neuen Herzoge von Mo-dena ab. Wie erwarben durch Belehnung voi» Kaiser 1653 Correggio. 1710 AU-randola. 1757 Novellara. Der letzte Herzog, Hercules ! II. Revnald, verm. 1741Niit der Erbin des Helzogthums Massa und Carrara, Maria Theresia von Cibo-Vtalafpina, hane nur eine Tochter, Beatrix, Herzogin v.Este, verm. mit demErzherzog Ferdinand von Bstreich, Gouverneur und Gen.-Cavit. der üstr. Lom-bardei (Bruder Josephs >1. und Leopolds II .). 1796 nahmen ihm dieFranzosen s.

Länder. Der luneviller Friede gab ihm als Ersatz den Kreisgau; allein er überließdie Provinz seinem Schwiegersöhne und starb 1803 zu Treviso . Sein Eidam, derErzherzog Ferdinand (Herzog von Modena-BreiSgau ), verlor den Breisgau durchden preSburger Frieden 1805 und starb d. 2-1. Dec. 1806. Ihm folgte s. Sohn,der, jetzt regier. Herzog Franz IV., königl. Prinz v. Ungarn u. Bohmen , Erzherzogv. Ostreich, geb. 1779 und verm. 1812 mit einer T. des Königs Victor Eman. v.Sardinien. Ergelangte 1814zum Desihedergroßväterlichen Staaten, vermöge derseinem Vater vom Kaiser ertheilte» eventuellen Belehnung, und ward durch denwiener Congreß darin bestätigt. Er nahm den Namen Eue an und ward dadurchder Stifter eines neuen WtammeS diese« Hauses. Weine Mutter trat ebenfalls dieRegierung ihres schon 1790 von ihrer Mutter ererbten Henogthums Maffa undCarrara wieder an, wozu der Congreß noch die Lehne in der Lunigiana fügte. Alledrei sielen nach ihrem Tode (sie st. 80 I. alt zu Wien d. 14.Nov. 1829) an ihrenSohn. Überdies hat die Congreßacte (Art. 102), wenn Lucca an Toscana fällt,gewisse Striche davon an Modena gewiesen, ohne daß die Lage noch sonü ei» Grunddiese Losreißung rechtfertigt (m. s. die Kritik dieses Art. in Scböll'S „lrait,-r ,Iuz>Vix", XI, S. 383). Der Herzog rief 1814 die Jesuiten in s. Staaten zurück undführte durch die strenge Censurverordnung vom 29. Apr. 1828 für alle Büchereinen geistl. und einen weltl. Ceniurstempel ein. Er hat2Söhne, Franz, geb. 1819,und Ferdinand, geb. 1821, und 2 Brüder, die Erzherzoge Ferdinand v. Este undMaximilian v. Este. Das Haus Modena-.Este besitzt noch in der Provinz Treviso die Fideicommifigüker des Hauses Obizzi, das mit dem Hause Este eines Stammeswar, die 200,000 Gldn. jährl. einbringen. Solche erbte der Herzog Hercules 111.,dessen Erbtochter Beatrix sie an das jetzige Haus Modena.Este brachte. Nach demAussterben dieses Hauses fallen diese Staaten an Östreich. Dgl. Tiraboschi'S„zlvu,-,, ie sv>> irlie ^InOoneci" und „Inlist-Nb. äloch-u.". X.

Modern nennt man zwar im gewöhnlichen Leben, was der Mode (s. d.),dem Geschmacke und dem Charakter der heutigen, gegenwärtigen Zeit gemäß ist,in einer Hähern Bedeutung aber, vorzüglich im Gebiete der Kunst und Ästhetik,was dem eigenthümlichen Ckarakter der neuern, d. i. christlichen Zeit angehört,im Gegensatz des antiken. (S. Antik.) Im Allgemeinen ist es die Herrschaft desgeistigen Princip«, das Aufstreben zu innerer Freiheit und geistiger Anschauung,was sich im Erkennen und Handeln mächtiger regte und in der Ausbreitung desMonotheismus, vorzüglich durch die christliche Religion, in dem Streben derStaaten nach der monarchischen Verfassung, in dem veränderten und ethischausgebildeten Geschlechtsverhältniß, welches zur gefühlvollen, empfindsamen, jaschwärmerischen Liebe wurde, und in der Herrschaft der Monogamie kund-that. Daß diese Züge sich erst allmälig zu einem Ganzen entfalteten, ist natürlichund dem Gesetze aller Bildung gemäß. „Die neuere Bildung^, sagt A. W. Schle-gel, „ist aus den fremdartigen Bestandtheilen der nordischen Wtamniesart und denBruchstücken des Alterthums zusammengeschmolzen". Vorzüglich aber finden wirjene Züge bei dein germanischen Völkerstamme, dessen Ursprung auf Osten, dasMutterland der Cultur, zurückdeutet, und welcher in der neuern Cultur d,r Herr-