Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mögelin Mohäcz

Stücken Gesang und Harmonie durch mehre Töne hindurchzuführen, zuletzt aberwieder in den Hauptton zurückzukehren, so ist hier nur noch zu bemerken, daß inBetreff einer solchen Modularion die Natur des Lttücks in Betracht gezogen, über;Haupt aber reiflich erwogen werden muffe, ob die Modulation bloß eine gefälligeMannigfaltigkeit oder Abwechselung zur Absiebt habe, oder ob sie zur Unterstützungeines großen und kühnen Ausdrucks dienen solle. Dergleichen Betrachtungen ge-ben dem Tonseher in besondern Fällen die Regeln seines Verhaltens an und zeigenIhm, wo er entweder von dem Haupttone sich weit entfernen, oder wo er in dessenNähe verweilen könne, ob er schnell und allenfalls mit einiger Härte in entfernteTöne gehen dürfe, oder wo seine Ausweichungen sanfter und allmälig sein sollen.Denn Ausweichungen sind die wichtigsten Hülfsmittel des musikalischen Ausdrucks.In Stücken von sanftem und ruhigem Affect ist es nicht erlaubt so oft auszuwei-chen als in denen, welche ungestüme und heftige Leidenschaften auszudrücken ha-ben. Wo Alles, was zum Ausdrucke gehört, beobachtet wird, da muß auch dieModulation so durch den Ausdruck bestimmt werden, daß jeder einzelne melodischeGedanke in dem Tone vorkommt, der sich am besten für ihn schickt. Zärtlicheund schmerzhafte Melodien sollten nur in Mollrönen verweilen, und die munternDurtöne, die in der Modulation des Zusammenhanges wegen nothwendig zu be-rühren sind, sollten gleich wieder verlassen werden. Es ist einer der schwerstenTheile der Kunst, in der Modulation stets uniadelhast zu sein. Daher ist es zu be-dauern, daß Diejenigen, welche über die Theorie der Kunst schreiben, sich überdiesen wichtigen Gegenstand so wenig verbreiten und genug gethan zu haben glau-ben, wenn sie zeigen, wie man mit guter Art von dem Hauptione durch den gan-zen Cirkel der 24 Töne herumwandeln und am Ende wieder in den ersten Toneinlenken soll. Das Beste hat Piccini über das Modulire,> gesagt. „Moduliren",sagt er, „heißt einen Weg zurücklegen. Das Ohr will uns zwar folgen, ja cSwünscht sogar von uns herumgeführt zu werden; aber unter der Bedingung, daßes, so oft ihr es an einen Ort gebracht habt, Etwas finde, was ihm seinen Wegbelohnt, und wo es auf einige Zeit wieder ruhen kann. Achtet Ihr aber nicht aufLiese Foderungen und muthet ihm dennoch zu, daß es mit Euch unaufhaltsam fort-kommen soll, so läßt eS Euch endlich laufen, und alle Eure Anstrengungen, e« wie-der an Euch zu ziehen, sind nur verlorene Mühe". — Außerdem kann dar Modu-kiren, wie Alles, was zum Metier gehört, durch eine gewisse Routine Zu eigen ge-macht werden. Den Beweis hiervon geben die enharmonischen Modulationen,welche selbst für Schüler im Contrapunkt ein bloßes Spiel sind. Emen Gesanghingegen nach einer gegebenen Modulation zu ordnen, von dieser nie anders als zurrechtenZeit zu weichen, zu ihr auf eine gute )lrt und ohne Härte wieder zurückzukehren,Veränderungen in der Modulation nur als Mittel zum Ausdruck und allenfalls zurnöthigen Abwechselung zu gebrauchen: darin steckt die eigentliche Schwierigkeit undKunst. Hingegen eine Tonart, die man kaum hat hören lasse», sogleich wieder zuverlassen, ohne Grund und Ende herumzuschweifcn, hin-und herzuspringen, umden Ort zu verändern, weil man sich da nicht zu halten weiß, wo man sich befindet;mit Einem Wörter zu moduliren bloß um zu moduliren, — dies heißt den Zweckder Kunst verfehlen und einen Reichthum an Erfindung affectiren, um dessenMangel zu verbergen. ?>).

Mögelin , Akademie der Landwirthschaft, jetzt unter der Leitung desSohnes des verstorbenen Thaer (s. d.), der auch die Mögelin scheu Annalenfortsetzt.

Mogul, s. Mongolen.

M o h ü c z (Mohatsch ), Marktfl. in Niederungarn, in der baranyer Ge-spannschaft, nicht weit von der Donau , mit einem festen Schlosse und 4000 E.(Ungarn, Deutschen und Raitzen). Hier erlitten dieUngarnam29.Aug. 1526 von