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lungen des göttlichen Willen«, mittelst des Engels Gabriel, ausgeaeben lind in denKoran (s. d,) gesammelt wurden. Drei Jahre waren unter stillen fortschrittenverflossen. Im 1. I. versammelte M. seine Verwandten vom Geschlechte Ha--schein zu einem Gastmahle, verkündigte ihnen offen seine prophetische Sendung undfragte, wer von ihnen das Amt seines Vesiers odei ersten Ministers übernehmenwolle. Aller verstummte, bis der jugendliche Ali mit dem ganzen Feuer der Be-geisterung seine Bereitwilligkeit dazu und zugleich seinen Entschluß erklärte, Je-den, der seinem Meister sich zu widersetzen wage, niederzuschlagen. Umsonstmahnte sie Abu Talcb, der Vater Ali'S, von ihrem Beginnen ab. Aber wiewoldieser selbst unbekchrt blieb, so war er doch der neuen Lehre dadurch sehr förderlich,daß er M. gegen seine Feinde schützte und ibm in Zeiten der Gefahr eine Zufluchtgewährte. Mehrmals ward M. von den 'Anhängern des Götzendienstes mtt offe-ner Gewalt angegriffen und gezwungen, seine Woknung zu verändern; aber ofthatte er auch die Genugthuung, seine erbittertsten Feinde zu bekehren. Einen gro-ßen Verlust erlitt er im 10. I. seines ProphetenamtS durch den Tod Abu Taleb'Sund der treuen Khadijah. Ihres Beistandes beraubt, war er genöthigt, sich aufeinige Zeit nach der Stadt Tayefzu begeben. Dagegen fand er bei den Pilgri-mcn, welche die Kaaba besuchten, vielen Eingang und gewann unter den benach-barten Stämmen zahlreiche Anhänger. In diese Zeit fallt M.'S berühmte nächt-liche Reise in den Himmel auf dem Thiere Borak, unter Gabriels Leitung, wor>über der Koran dunkle Winke enthält. Im 12. I. breitete sich der Islam auchunter den Einw. von Pathreb (nachmals Merino ) aus, deren mehre dem Prophe-ten Treue schworen lind ihren Beistand anboten. M. faßte jetzt den Entschluß,seine» Feinden Gewalt entgegenzusetzen. Dies-, dadurch nur noch mehr erbittert,schloffen ein Bündniß, ihn zu ermorden; von der drohenden Gefahr unterrichtet,verließ er, allein von Abubckr begleitet, Mekka und verbarg sich nicht weit davonin einer Höhle. Drei Tage verweilte er hier unentdeckt und gelangte dann glück-lich, wicwol nicht ohne Gefahr, nach Mcdina. Diese Be^benheit (Juli 622),von welcher die Mohammedaner ihre Zeitrechnung anfangen, ist u. d. 9?. der He-g ira (s. t.) bekannt. In Medina fand M. die ehrenvollste Aufnahme; viele sei-ner Anhänger folgten ihm dahin. M. nahm jetzt die fürstliche und priesieilicheWürde an, vermählte sich mit Abubekr's Tochter, Apeffha, und erklärte, da dieZahl der Gläubigen immer mehr zunahm, seine» Einschluß, mit dem Schwerteseine Lehre zu verbreiten. Die Hoffnung auf Beute erhöhte noch den religiösen Ei-fer seiner Anhänger. Die erste große KriegSthat, welche sie ausführten, war dasAlisfangen einer reichen Karawane, gefühlt von Abu Sophia», dem Oberhaupteder Koreischiten, mir einer starken Bedeckung. M. überfiel sie mit geringer Mann-schaft im Thale Beder und schlug sie gänzlich nieder. Er machte große Beute undeine Menge Gefangener. Andre günstige Unternehmungen folgten, aber im 3. I.der Hegira griff Abu Sophia» mit 3000 Streitern M. mit 950 am Bci ge Qhud,unfern Medina , an. Ein erbitterter Kampf erfolgte, in welchem die moslcmiti-schen "Waffen völlig unterlagen, und der verwundete Prophet kaum das Leben ret-tete. Dieser Unfall erschütterte natürlich das Ansehen Desjenigen, dessen vorgeb-lich von Gott ihm gegebener Auftrag ihm den Sieg hätte sichern sollen. Dadurchindeß, daß er die Schuld den Sünden der Moslemin beimaß, den Gebliebenenein mit allen sinnlichen Freuden und Genüssen ausgestattetes Paradies versprach,und eine unbedingte Vorherbestimmung lehrte, gelang es ihm, das wankende Ver-trauen wiederherzustellen. Er bedurfte desselben im folgenden I., 625, wo AbuSophia» mit 10,000 M. vor Medina erschien. M. beschränkte sich klüglich aufdie Vertheidigung; aber als nach 20tägiger Belagerung die unter sich »nein« ge-wordenen Feinde abgezogen waren, führte er unter dem Vorgeben eines göttlichenBefehls die Seinen gegen den jüdischen Stamm von Koreidha, der mit seinen