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derselben ward der Eintritt in die heil. Stadt Mekka verstattet. Dies wichtigeEreigniß fand im 8. Z. der Hegira statt. Die Zerstörung einiger berühmtenGötzenbilder und die Unterwerfung verschiedener arabischer L kämme beschäftigtenzunächst die moslemitischen Waffen. Zm Thale Honain unweit Mekka , wo M.persönlich in große Gefahr kam, errang er nur nach den äußersten Anstrengungenden Sieg. Das folgende Jahr nennen die Mohammedaner das Jahr derGesandc-schaften, weil eine Menge arabischer Stämme durch Abgeordnete ihre Unterwer-fung und Bekehrung ankündigten. Zeht beschloß M., an der spitze von 30,000M., worunter 10,000 Reiter waren, den feindlichen Planen des Kaisers Hera-kliuS zuvorzukommen. Er rückte in Syrien bisTabuk, auf dem halben Wegenach Damask, vor, kehrte jedoch nach Medina zurück und begnügte sich, den Kai-ser schriftlich zur Annahme seiner Lehre aufzulodern. Nach seiner Rückkehrmachte er ein neues Capitel des Koran bekannt, widerrief alle Verfügungen zuGunsten der Götzendiener und vernichtete alle mit ihnen geschlossene Verträge.Er konnte jetzt als Herr von ganz Arabien angesehen werden, obgleich nicht alleBewohner seine Religion angenommen hatten; vielmehr verstattete er den Chri-ste» die freie Ausübung ihres Gottesdienstes gegen einen Tribut. Zm 1i . I.der Hegira unternahm M. die Abschiedswallfahri nach Mekka ; er war dabe mitdem höchsten Glanz umgeben und von 90,000, nach A. von 150,000 Anhängernbegleitet. Dies war aber zugleich die letzte glänzende Handlung seines LewnS.Er starb bald nach seiner Rückkehr nach Medina , in den Armen seiner GermhlinAvessha, imII.I. der Hegira , in seinem V3. Lebensjahre. Von allen sinenWeibern hatte ihm nur die erste Kinder geboren, und von diesen überlebte ihr nurseine Tochter Fatima, die Gemahlin Ali's. Die mohammedanischen Ltchrmstel-ler erheben ohne Zweifel mit Übertreibung die körperlichen und geistigen E gen-schaften ihres Propheten; indeß ist es sehr glaublich, daß er von emnehimnderMajestät in der Erscheinung war und viel natürliche Beredrsamkeit mit e nementschlossenen und unternehmenden Geiste verband. Durch diese Gaben gelanges ihm, sich über seines Gleichen zu erheben und Vertrauen und Zuneigung ge-winnen. Unter seinen Landsleuten ragt er als ausgezeichnet hervor; im Ver-gleich mir andern Gesetzgebern und Völkerbeherrschern nimmt er nur einen n edri-gen Platz ein. Ob er selbst ehrlich geglaubt, was er vortrug als göttliche Offen-barung, ist eine schwer zu beantwortende Frage. Am wahrscheinlichsten hält manihn für einen religiösen Schwärmer, der sich wirklich für begeistert durch die Eotk-beit hielt, dadurch aber doch nicht so ganz verblendet wurde, daß er die Mittelübersah, wodurch er seine Lehre dem Volke annehmbar machen und seine Herr-schaft über die Gemüther sichern könnte. Daher die Dichtung von seiner Unter-redung mit dem Erzengel Gabriel ; daher seine erträumte Reise durch die siebenHimmel des Paradieses; daher seine Nachsicht gegen die sinnlichen Begierden ei-nes sinnlichen Volks. Der erste Grundsatz seines LehrsvstemS war: Nur Einer(Allah) ist Gott, und Mohammed sein Prophet. Dabei galten ihm Moses undChristus als gottbegeisterte Lehrer der Vorwelt, und er tastete keineswegs dieGlaubwürdigkeit der heil. Geschichten und Offenbarungen des alten Judaismusund Christianismus an, die er nur für verfälscht hielt. Das Paradies, welcheser seinen treuen Anhängern verhieß, war ein sinnlicher Freudenhimmel; er selbstahnete vielleicht keinen andern. Seine Moral war aus der altjüdischen und christ-lichen zusammengesetzt. Treue Verehrung Allab'S, als des einigen Gottes, un-verbrüchlicher Gehorsam gegen des Propheten Gebote, Nothwendigkeit des Ge-bets, Wohlthätigkeit gegen Arme, Reinlichkeit, Enthaltsamkeit von verbotenenGenüssen (besonders starker Getränke — dies Verbot ward von ihm bei entstande-nen Zänkereien unter seinen Anhängern gegeben), Tapferkeit und ausharrenderMuth für Gottes Sache bis zum Tode, und völlige, glaubcnsvolle Ergebung in