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Siebenter Band. M bis N.
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Moheumucd - Ali

tig der größte Mann s. Nation, «in 1169 zuKavala in Macedonien geb. Türke, derdurch Kühnheit, List und Tapferkeit sich aus dem Staube zu einem Herrscher ein-porgeschwungen hat, vor dem Apabien, Nubicn und Kreta zittern, dem sein stolzerGebieter, die Pforte, schmeichelt, und dem — gelehrte Gesellschaften ihre Diplomesenden. Er herrscht über Ägypten seit 1806 mir dem Blicke europäischer Staatskunst. Don Jugend auf Zeigte M. außerordentlichen Scharfblick, ungewöhnlicheGewandtheit in allen körperlichen Übungen und einen brennenden Ehrgeiz. Der tür-kische Statthalter in Kavala gab dem a>r en, früh verwaisten Knaben die gewöhn-liche Erziehung, dann eine Stelle und eine rcicheFrau. Lesen und Schreiben lernteer erst als Pascha. Ei» Kaufmann aus Marseille, Namens Lion, der in Kavala wohnte und seilt Gönner war, flößte ,hm Zuneigung zu der sranz. Nation und reli-giöse Duldung ein, welche jetzt in Ägypten den Aufenthalt der Fremden sehr begün-stigt. Noch 1820 gab der Dicekömg der Familie Lion Beweise seiner Dankbar-keit. Sein erstes Hauptgeschäft war Handel mit Taback, und noch jetzt beschäftigenihn, große Handelsuniernehmungen, selbst nach Indien . Sein erster Feldzug warin Ägypten gegen die Franzosen 1800, als Besehlobaber (Bimbasch,) desEontin-gents von Kavala . Der Kapudan Pascha, Zeuge s. Tapferkeit in dem Gesechie beiRahmanieh gegen dcn'Gcneral Lagrange, gab ihm einen hohern Posten, in welchemer sich die Zuneigung der albanesischen Truppen ei warb. Dadurch gründete er,nachdem die Franzosen 1802 Ägypten geräumt hatten, in dem vieljährigen Kampfeder Paschas mit den Mamelucken seinen milikairischen Ruf; aber bald wurde derStatthalter aus den ehrgeizige» M. eifersüchtig und bewirkte, um ihn zu entfernen,seine Ernennung zum Pascha von Salomchi. M.'S Ansehen war jedoch so groß,daß die Bewohner von Kairo für ihn 1804 zu den Waffen griffen, und daß die Ule-'Mas und Scheikö durch Abgeordnete dem Divan in Konsiantmopel vorstellten, M.sei allein nn Stande, die Ordnung und Ruhe in Ägvpren, das der Statthalter Khur-schid Pascha beraube und unterdrücke, wiederherzustellen. Zugleich übertrugen sieihm die Macht eines Statthalters; allein der kluge M. lehnte die äußere Würde ab,während er im Geheimen die Sache, leitete. Endlich bestätigte ihn die Pforte,1. Äpril 1800, als Statthalter von Ägypten und erhob ihn zum Pascha von 3Roßschweifen. Er behauptete sich in diesem Posten durch die Ergebenheit seiner Al-banesen und durch Frankreichs Einfluß, als die Pforte, durch England gewonnen,den Mamelucken Elfy-Bei zum Statthalter von Ägvplen bestimmt hakte. M.brachte nun in kurzer Zeit das verwilderte Land in Ordnung, gewöhnte die zuchtlosenTruppen an Gehorsam, nöthigte die Engländer, welche im März 1801 Alepandrienbesetzt hatten, nach mchren s»r sie unglücklichen Gesichten, Ägypten im ^ept. zuverlassen, zwang hurauf die MaiiitluckewBei'S zur UnteiWeisung und ließ sie treu-los (im März 1811) bei einer feierlichen Veranlassung. 410 an der Zahl, ermorden.Die übrigen wurden enthauptet. Man gab ihnen geheime Ränke Schuld. Diesranz. Mamelucken blieben allein verschont. Von dieser Zeit an herrschte Ruhe inÄgYPien. Glorreich war der Feldzug gegen die Wahabis 1816 linker des Dicekö-nigs zweitem Sohne Ibrahim Pascha (der älteste war im Felde gestorben); manentriß den Sektirern Mekka und Medma, eroberte ihre Haupistadt Derayeh 1818und schickte ihren Anführer gefangen nach Konstantinopel. Der Zug nach Nubien und Sennaar 1821, dem der franz. Reisende Cculliaud (s. Mcroö) folgte,weil er Goltminen entdecken sollte, endigte 1822 mir der Ermordung deS Änsüh-rei'S Ismael Pascha, des jüngsten Sohnes des VicekönigS. Au gleicher Zeit leiteteM. die innere Verwaltung. Armee und Flotte, Festungsba» und Vei pflegung derTruppen wurden auf europäischen Fuß eingerichtet, Telegraphen und CongrevescheRaketen verfertigt; der Stand der IllemaS ward in besoldete Beamte verwandelt,der Ackerbau erweitert, die Schaf- lind Pferdezucht verbessert; Gewei b - und Han-del blühten auf; Europäer fanden Schutz und Belohnung; gelehrte Reffende er-

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