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Mohn, Mohnsamen
hielten Unterstützung; Ismael Gibraltar u. ?l. wurden 1818 nach Europa gesandt,um Verbindungen anzuknüpfen; der Mahmudcanal ward gebaut, um Alerandrienmit Kairo zu verbinden; Oliven - und Maulbcerbäume, die Ägypten bisher nichthakte, wurden angepflanzt, Zucker-, und Salpetersiedereien und Stückgießcreien an-gelegt, Ouarantaiueanftalten errichtet, die Vaccine eingeführt, Schule» angelegtii. s. w. —Briten, Franzofen und andre Nationen bewerben sich um M.'S Freund-schaft. Die Pforte fürchtet den Übermächtigen, welcher in dem Kampfe mit denHellenen auf Kreta festen Fuß gefaßt hat. Sie ernannte ibn 1821 zum Oberan-führer gegen die Griechen; allein er schickte s. Sohn Ibrabim an der Spitze ei-nes Landungsheeres von 16,000 M. mit einer Flotte unter Ismael Gibraltar, derMorea erobern und eine Ncgercolonie daselbst gründen sollte. Dieser ward zwarin mehren Seetreffen, zugleich mit der Flotte desKapudan Pascha, im Sept. 1824von dem griech. Admiral Miaulis und dem Branderführer Kanaris geschlagen;allein im März 1825 gelang es einer zweiten ägypt. Expedition, in Modon zu lan-den und Navarin. Tripolizza und a. O. zu erobern. Seitdem hat Ibrahim Moreaverheert und die Einwohner als Lklaven nach Ägypten geschickt. Erst im Oct. 1824ward eine dritte Expedition des Viceköniz? in dem Hafen von Navarin von dem«ngi. Admiral Codrington und dem franz. Admiral de Nigny, i» Folge des Pacifi-cationsvertrags vom 6. Juli 1827, blockirt, der Vicekönig selbst aber von den ver-bündeten Mächten aufgefodert, sich jeder Feindseligkeit gegen die Griechen zu ent-halten. Als Ibrahim dies nicht that, ward die ägyptischuürkische Flotte im Hafenvon Navarin am 20. Oct. vernichtet, und Ibrabim durch den in Alerandria am8. Aug. 1828 geschlossenen Vertrag genöthigt, Morea zu räumen. (S. Türkeiund Griechrnland. — M. selbst ist souverän, von Ägypten , ohne die äußereAchtung gegen den Großherrn zu vergessen. Er ist Despot, weil er es sein muß,aber mit Staatsklugheit, oft sogar mit Edelmuth. Er ist unumschränkter Herrdes Bodens und aller Erzeugnisse desselben. Er treibt mit den Producten Ägyptens und selbst mit den über Ägypten kommenden ostindischen Waaren das Monopol,an welchem nur wenige von ihm bestimmte Handlungshäuser Theil nehmen. Alleinder Ankauf von Kriegsschiffen in Frankreich und die Ausrüstungen gegen Moreahaben seinen Schatz erschöpft und drückende Auflagen zur Folge gehabt. In Ägyp-ten beschützt er die Griechen wie die Franken; er läßt junge Türken in Paris euro-päisch bilden; Christen besitzen sein Vertrauen: aber Nichts verbürgt seinen Ent-würfen Fortdauer und Bestand. -Lelbst Ibrahim scheint nicht den Colonisations-und Culturplan seines Vater? zu billigen. Hätte Mohammed-Ali sich nicht mitVerrath und Mord befleckt, so würde er vielleicht verdienen, Ägypten ? zweiter Sa-ladin zu heißen. (Vgl. Ägupten.) S. Felix Mengin'S .lo l'I^vziis
xn»<i ><! gonvoi»cinout >Ic älnl>:>n>>»c>I-Ilv elr." (Paris 1823, 2 Bde., mit e.Atlas u. lithogr. Kpf., Fol.). Auch Minutoli und Ehrenberg entwerfen vomPascha ein vortheilhaftes Bild. M. hat einen Enkel, den er sorgfältig erziehenlaßt, und 2 verheirathete Töchter. 20.
M o h n , M o h n sa m e n, auch Magsamen , ein kleiner, weißer,sonst aber auch fleischfarbiger, schwarzer, aschgrauer, rothbrauner oder weißgelblicherSanien aus den Fruchtbehältnissen des zahmen Garten , und Feldmohns, wovonder weiße oder graue die gewöhnlichsten sind. Man findet den zahmen Mohn alseine wuchernde Pflanze mit einem bittern, unangenehmen Milchsäfte in Kohl - undKüchengärten, Feldern und fetten Ländereien. Der großköpfige hohe Mohn mitgroßen, ganz weißen Blumen und weißem Samen wird für den besten gehalten.Den großen purpurrothen mit dunklern Blumen und einem bald weißen oder etwa?fleischfarbenen, bald rothbraunen, blaugrauen oder aschgrauen Samen nennt man«egenrlich Feld - oder Gartenmohn, er wird aber auch wild gefunden. Man brauchtvon dem Mohn die Blumen, die reisen und unreifen Köpfe, das aus dem Samen