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Siebenter Band. M bis N.
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Mohs's natuchistorische Methode der Mineralogie

untersuchen, in welchen Porzellanerde gegraben wird. Einige Resultate dieserUntersuchungen sind in den «christen des polytechnischen Instituts in Wien be-,kanntgemacht worden und haben in Böhmen die Entstehung einiger neuen Fabri-ken veranlaßt. Er selbst wurde durch sie kein Erzherzoge Johann bekannt, derdas Johanneum in Grätz zu gründen im Begriff war. Der Erzherzog veranlaßteihn 1811 zu einer neue» Reise in Steiermark , nach welcher ihn die Stande vonSteiermark als Pros. der Mineralogie am Johannen»! z» Grätz anstellten. Hierfand er in der Mineraliensammlung des Instituts, die, wie die sämmtlichen Lamm-lungen und Apparate desselben, ein Geschenk seines Stifters ist, Veranlassung,seine Grundsätze und Ansichten von der Mineralogie zu prüfen und anzuwenden;1812 sing er s. Vorlesungen über die Mineralogie an, die er als die Naturgeschichtedes Mineralreichs betrachtete, indem er zugleich s. „Versuch einer Elementarme-thode zur naturhistorischen Bestimmung der Mineralien" herausgab. In diesenVorlesungen hat er stets mit Achtung von s. berühmten Lehrer Werner geredet,ohne jedoch im Allgemeinen den Ansichten desselben zu folgen. Die Anordnungund Ausstellung der Mineraliensammlung, nach naturhistorischen Grundsätzen fandvielen Beifall, selbst bei dem Kaiser von Östreich, und Pros. Mohs erklärt sie in s.späiern «chriften als eins der vorzüglichsten Mittel, welches s. Schüler in denStand gesetzt habe, in kurzer Zeit große Fortschritte zu machen. Die Versuche,eine Charakteristik der Abtheilungen s. naturhistorischen Systems zu Stande zubringen, nöthigten ihn zu zahllosen Untersuchungen über die Härte und das eigen-thümliche Gewicht der Mineralien, die er in den mineralogischen Schriften ent-weder gar nicht oder häufig unrichtig angegeben fand, und veranlaßten ihn zurEnkwerfung seiner Stufenleiter für die Härte und einer Methode der Krystallo-graphie, welche gründlicher als die damals in Deutschland allgemein übliche, undleichter, auch der Natur angemessener sein sollte als die des franz. MineralogenHa uy (s. d.). 1816 schrieb M. einen Aufsah, welcher die Absicht hatte, demPros. Iamessn in Edinburg eine Vorstellung von der naturhistorischen Methodeder Mineralogie zu geben, und welchen dieser später in dem „kä!>»b. pl,il. j,,urn."drucken ließ. Durch seine Vorlesungen hatte M. mehre junge Leute aus den kaiscrl.Staaten nach Grätz gezogen. Unter diesen befand sich der Graf v. Breuner ausWien, der den Pros. M. einlud, ihn auf einer Reife nach England und Frankreich zu begleiten, wozu der Erzherzog Johann und die Stände von Steierniark ihreEinwilligung gaben. Die Reifenden langten im Anfange des Jan. 1818 in Lon-don an, gingen nach Cornwall und dann von London nach Edinburg . Hier fandM. seinen Freund, den Pros. Jameson, mit Item über die Naturgeschichte desMineralreichs beschäftigt, die den seinigen ähnlich waren. Beide wurden bald überdie wichtigsten Gegenstände derselben einig, und Jameson, der eben damals die 3.Aust. s. „Systems der Mineralogie" besorgte, nahm einen Theil der Ansichtendes Pros. Mohs darin auf, aber auf eine solche Weise, daß dieser sich bewogenfand, seine „Charakteristik" als Fragment zugleich in deutscher und in engl. Sprache1820 herauszugeben. Von Jameson erschien indem nächsten Jahre das „äl^nnale>I >>>ii>»i!>l>>^>", in welchem der Dorf. die nakurhistorische Methode, mir wenigenVeränderungen in der Nomenclatur, annahm und sie dadurch in England ein-führte. Bei f. Zurückkunft nach Edinburg von einer Reise in die Hochlande fandM. den Ruf an die Stelle s. verewigten Lehrers in Freiberg , welchen er mit Ge-nehmigung des Erzherzogs Johann annahm. Er trat dieses Lehramt im Herbst1818 an. Die oben erwähnte „Charakteristik" erhielt 1821 eine neue Anst. miteiner erklärenden Einleitung. Darauf gab M. s. „Grundriß der Mineralogie"(Dresden 1822 und 1821, 2 Thlc., mit Kpf.) heraus. 6.

Mohs's naturhistorische Methode der Mineralogie. DieMethode des Prof. Mohs ist nicht an sich neu, sondern nur ihre Anwendung auf