Momus
Molybdän
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Molybdän, s. Wasserblei.
Molyn (Peter), s. Tempesta.
Molza (Francesco Maria), geb. zn Modena 1489, auSgezeickinet unter denital. Dichtern von> zweiten Range, stammte aus einer angesebenen Familie. lebtemeistens zu Ronr und stand mit den grössten (Gelehrten in freundschaftlicher Verbin-dung. Seine Talente würden ihm eine glänzende Laufbahn eröffnet haben, wennnicht seine Ausschweifungen ihm geschadet hätten. Unter seinen Poesien werden be-sonders die Stanzen aus das Portrait der Giulia Gonzaga und die „Ainlu 'I'ibe-i i,,»", ein poetisches Gemälde in L)ttave rime, geschätzt. Sein „(A>,>>>«>!» in !e»!v<Iei ileln" ist schmutzig; Annibal Earo hat es commentirr. Auch als lat. Dichterhat sich M. vortheilhaft bekanntgemacht. Er starb 1544. Eist 174' ist eine vollst.Eamml. seiner Werke erschienen, vom Abt Serassi zu Bergamo , nebst einer weit-läufigen Biographie des Dichters; der 2. Bd. des Werks enthält die (Gedichte Por-rino's, eines Zeitgenossen vonM. S. Enkelin Tarquinia M., geb. tu Modena d. 17. Dec. 1647, verstand lat., griech., hebr., Geschichte, Musik ic. Sie schriebGedichte und stand an Alfons's ll. Hofe zu Ferrara in großem Ansehen. Tasso,Guarini und A. zogen sie bei ihren Werken zu Rathe; Rom gab ihr das röm. Bür-gerrecht. Sie starb zu Modena am 8. Aug. 1617. Man hat von ihr „I'e>, Ae e c>!-A-ire v lütiue" (Bergamo 1747, 5 Bde.). —Der Pros. Vandelli zu Modena gab„0,il,5eol> inveliti c!> 'l'.irg, äl. ete." mit ihrer Lebensbeschreib. (Bergamo 1750)heraus,
Moment in der bildenden Kunst. Wenn im Allgemeinen Moment mitAugenblick oder mit Zeitpunkt gleichbedeutend ist, so fern von etwas die Rede ist,was sich geschichtlich darstellt: so versteht man in der bildenden Kunst den Augen-blick der Handlung oder Begebenheit, welchen diejenigen Künste, die nur Das, wasgleichzeitig geschieht, darstellen, das Vorher und Nachher aber, oder Ursache» undWirkungen, nur andeuten können, hervorheben müssen. Von dem Moment in derbildenden Kunst wird daher erfodert, daß er der bedeutendste und für dieAnschauungangemessenste Punkt der Handlung sei; er ist ZeneS, wen» er den Geist der Hand-lung am meisten darstellt, und er ist Dieses, wenn in ihm die Handlung in die sicht-bare Erscheinung tritt. Noch besondere Anfoderungen macbt die Malerei an denMoment als die Plastik; jene fodert einen durch Licht und Farbe ausgezeichneten,diese einen mehr in der Form und Gestaltung bedeutenden Moment. Anders wirdauch der Moment von der Kupferstecherkunst gefedert. Die gewöhnlichen Zeichnerund Kupferstecher, welche zu Dichtungen bildliche Darstellungen zu liefern haben,wählen sehr ungeschickt, wenn sie eine unwesentliche, für d>e dargestellte Bege-benheit oder Handlung ganz unbedeutendeSituatio» wählen, noch mehr aber, wennsie eine solche wählen, worin sich nicht für die sinnlicheAiischauung ein entschiedenerZustand des Handelnden auSspricht und auf den Grund desselben hindeutet. Sosagt Boktiger in dem Taschenb. „Minerva" mit Recht, daß W.Tell nicht im Mo-mente des Zielens, aus welchem seine Handlung nicht klar werten wurde, sondernin dem Momente, wo er ruft: „Platz, öffnet die Gasse!" dargestellt werden mußte.
M o miers, eine Lekte Separatisten in Gens, Waadt und and. Eantoncnder Schweiz . Sie entstand 1818 aus den Eonventikeln des Studenten Empeptaz.Sein Nachfolger Makan trat mit den engl. Methodisten in Verbindung unk er-baute 1823 mit engl. Fondsein Verhaus in Genf , worauf er sich von der genferKirche trennte und eine besondere „Orthodoxen-Kirche " daselbst gründete. DerNaiiieMoniiers ward diesen Separatisten 1818 sponwcise gegeben, wird aber jetztin Schriften und öffentl. Verordnungen gebraucht. Die „ilmt. -GAmble >IeüNonnen üe G, >iö>u" (Paris 1824) ist geprüft in der „Geschichte der sogen. Mo-piicrs" (Basel 1825).
Momus, bei den Griechen und Römern der Gott der Tadelsucht und Szz«.