Monboddo
414 Monasierium
sitzt, welche den Monarchen umgibt. Don der Monarchie, als Alleinherrschaft,welche insofern der Vielherrschaft entgegengesetzt ich unterscheiden einige Neuere dieMonokratie, Alleinregierung (s. d.), und beziehen den (Gegensatz zwischen ihrund der getheilten Ausübung der Gewalt, Synkratie (s. d.), alsdann auf dieArt, wie die Gewalt, womit der Souverain bekleidet ist, entweder von ihm alleinoder mir nothwendiger Theilnahme Andrer (z. D. Conrrasignatur der Minister,StaatSrärhe, Stände u. s. w.) in Thätigkeit tritt. Die Monarchie wird auchals Autokrane bezeichnet, Selbstherrschaft, wenn der Monarch nicht nur alseinziger Inhaber, welches er immer ich sondern auch in seiner Individualität alseinzige Quelle aller Gewalt und alles Rechts betrachtet wird, welches letztere er in derWirklichkeit, so lang er selbst Mensch bleibt, nie sein kann. 31.
Monat, im Allgemeinen, die Umlaufszeit des Mondes um die Erde. Dader Umlauf des Mondes aus mehren Gesichtspunkten betrachtet werden kann, sounterscheidet man auch mehre Arten von Monaten. Betrachtet man nämlich dieZeit, binnen welcher der Mond seinen Umlauf um den Fixsternhimmel zu vollen-den oder wieder zu dem vorigen Fixsterne zu gelangen scheint, so ist dies sein sideri-scher Umlauf, und die Periode desselben wird der Iberische Monat genannt.Die Umlaufszeit des Mondes aber vom Frühlingspunkte an gerechnet bis wiederzu dem nämlichen Punkte gibt den periodischen Monat. Die Zeit, binnenwelcher der ganze Mondwechsel erfolgt, d. h. von einem Neumonde bis zum an-dern, ist der svnodische Monat, Der Umlauf von dem aufsteigenden Knotenbis wieder zu demselben heißt der Knotenmonat; endlich der Umlauf von derErdnähe bis wieder dahin der anomalistische Monat. Kein einziger dieserverschiedenen Monate bleibt sich gleich, sondern dauert bald länger, bald kürzer.Die Länge einer jeden Art läßt sich daher nur in einer mittlern, d. h. in einer Zeit-dauer angeben, welche zwischen der größten und kürzesten eines jeden Monats dasMittel halt. Und zwar bestimmt auf diese Weise Lalande
den siderischen Monat
auf 21
Tage
1
Stunden
43 Min.
12
See.
den periodischen —
— 21
—
1
—
43 —
5
—
den synodischen —
— 29
—
12
—
44 —
3
—
den Knotenmonat —
— 21
—
5
—
6 —
56
—
den anomalisuschen —
— 21
—
13
—
18 —
35
—
Da 12 Mondenwechsel fast ein Sonnenjahr ausmachen, so nennt man auchwol den 12. Theil eines solchen (----ZOTage, 10 St., 29 Min., 4 See.) einenSonnenmonat. Endlich bedienen sich einige (morgenländische) Völker, ausUnbekanntschast mit der wahren Dauer des spnodischen Monates, noch des sogenann-ten Erleuchtungsmonats, welchen sie von dem ersten Wiedersichrbarwerdennach dem Neumond bis wieder dahin rechnen. Da nächst Tag und Nacht derMondwechsel die ausfallendste Himmelserscheinung ist, und die regelmäßige Wieder-kehr derselben sich sehr bald bemerklich macht, so gab er schon in den ältesten Zeiteneine leichte und natürliche Zeitbestimmung ab. Die noch üblichen Namen der Mo-nate rühren von den Römern her. (Dgl. Malender.) Karl der Gr. soll statt die-ser Namen die jetzt weniger üblichen deutschen, z. B. Christmonat, Hornung -c. er-funden haben. Dgl. Kästner's „Anfangsgründe der Astron, und Chronologie".
Monboddo (Lord, James Burnett ), geb. 1114 zu Monboddo, demStammsitze seiner Familie, in der Grafsch. Kinkardine, stammte aus einem altenHerrengeschlechte -Schottlands und widmete sich der Rechtswissenschaft. 1761 wur-de er schottischer Tribunalsrichter der höchsten Instanz. Neben seinen Amtsge-schäften übte er mit besondern! Eifer die alten Sprachen und erhob die Literaturder Griechen und Rönier zu einem Gegenstände seiner Abgötterei. Die allgemeineSprachforschung verdankt ihm viel. Jedoch überschätzte er die Weisheit und Be-