Mondcirkel
Mondkalb
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„Astronom. Jahrh.". Wir wiederholen hier noch, daß Gruithuisen durch seinscharfes, außerdem aber auch noch mit einem vortrefflichen fünffüßigen Fraun-h ofer (s. d.) bewaffnetes Auge die allerbestimmtesten Spuren von Cultur auftemMonde wahrgenommen haben will. Nach seiner Meinung sind mehre auf der Ober-fläche dieses Trabanten gesehene gerade Linien, oft von beträchtlicher Länge, auchparalleler Richtung, von (Gegenständen, die der Gellalt nach einem Sterne, einemumgekehrten latein. /. u. s. w. glichen, Kunststraßen, große Städte, Tempel,Sommer-- und Winterwohnungen u. dgl. m. Doch kann hier leicht Selbst-täuschung zu vorgefaßten Meinungen verfuhren. Dgl. Nr, 61 d. „Ergäm.-Bl.d. Allg. Lit.-Zeit.", 1826. Die „Topographie der sichtbaren Montoberfiäche",v.W. G. Lohrmann (Lpz. 1824, 4.) stellt die Mondbcrge und die Mondfarbe treudar, indem der Vers die Oberstäche des Mondes so chartirt hat, daß die Darstel-lung weder von derLibration noch von der verschiedcnenenBeleuchtung abhängig ist.Auch belehrt Drobifch „kle >ei!> lu>>ue üu»>>>" und dessen „H»,hvlue aü 8e-
lenv^ropliiain >»:>tl>eni!>tiesn>" (Lpz. 1826),
Mondcirkel, Mondcykluü, s. Cyklus.
Mondenjahr, s. Jahr.
Mondfinsternis. Der Mond verfinstert sich, wenn die Erde dergestaltzwischen ihn und die Sonne tritt, daß sie ihm das Licht der letzter« entzieht. Esscheint eine dunkle Scheibe von O.nach W. her, also in entgegengesetzter Richtungseiner für uns unmerklichen wahren Bewegung, über den Mond hinzugehen.Diese dunkle Scheibe ist nichts Andres als der kegelförmige Schatten der Erdkugel,dessen Länge ungefähr 215 Erdhalbmesscr beträgt, und dessen Größe da, wo er den ^Mond trifft, die Größe des Mondes ungefähr 3 Mal übersteigt, woher eö dannkommt, daß derselbe nicht nur gänzlich davon verfinstert werden, sondern auch eineZeit lang darin unsichtbar bleiben kann. Man unterscheidet partielle Mondfinster-nisse, wo nur ein Theil des Mondes verfinstert erscheint; totale, wo die Mond-scheibe einen Augenblick ganz verfinstert ist; totale mir Dauer, wo diese gänzlicheVerfinsterung eine Zeitlang dauert, und centrale Mondfinsternisse, wo der Mittel-punkt des Durchschnitts des Erdschartenkegcls mit dem Mittelpunkte des Mondeszusammenfällt. Eine Finsterniß der letztem Art kann 1s Stunden dauern. Ausden angegebenen Bedingungen der Mondverfinsterung ergibt sich, daß sie nur zurZeit des Vollmondes statthaben kann. Man bestimmt die Größe einer Mond-finsternis nach Zollen u. s. w., indem man die Mondscheibe in 12, Zolle genannteTheile, den Zoll aber wieder in 60 Minuten eintheilt. Eine totale Mondfinster-nis beträgt gerade 12 Zoll; ist sie zugleich von Dauer, so rechnet man noch dieZolle hinzu, um welche sich der Mond weiter in den Erdschatten hineintauchr, undso kann eS Finsternisse von 20 und mehr Zollen geben. Die Berechnung einerMondfinsterniß ist mehr mühsam als schwer. Anleitung dazu ertheilen die Lehr-bücher der Astronomie, besonders deutlich Bode's „Erläuterung der Sternkunde"(3. Aufl., Berl. 1808, 2 Bde.).
Mondflecken, s. Mond.
Mondgöttin, bei den Indiern Maja (s. d.), bei den Assvrern My-litta, bei den Phöniziern Astarte , oder in der Mehrzahl Astaroth. Sie ist dieHimmelskönigin, die Urania , auch die syrische Mutter oder Göttin genannt, undman bezeichnete durch sie das weibliche oder gebärende Princip der Natur, sowiedurch die Sonne das zeugende und männliche. Ihre Eigenschaften trugen dieÄgvpter auf die Zsis über, Griechen und Römer auf die Artemis (Diana) undAphrodite oder Venus. Da mit dem Monde vorzüglich die Magie von jeher inVerbindung getreten ist, so sind auch die Mondgöttinnen als dämonische, zau-berische Wesen angesehen worden. Man erinnere sich an Hekate, Lcukothea rc.
Mondkalb, die falsche Frucht, die nicht zum selbständigen Leben gelangt