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Siebenter Band. M bis N.
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480 Mondphasen

und dabei' auch nicht gehörig ausgebildet, nur selten Spuren von menschlicher Ge-stalt zeigt. -Lie verursacht Zufalle, welche bisweilen eine so grosse Ähnlichkeitmit der wahren Schwangerschaft haben, dass sie nicht davon unterschieden wer-de» kennen; nur nimmt der Leib schneller an Umfang zu, und die Ernährungdes Körpers wird gestört; öfters kommen auch Blutflüsse, krampfhafte Beschwer-den von dieser Ursache her. Nach längerer oder kürzerer Zeit treten wehenartigeAusammenziehungen des Uterus ein, und diese schaffen, nicht selten unter manchenBeschwerden und Gefahren, vorzüglich unter Blurstürzen, die falsche Frucht fort.Eine lange dauernde schwäche und Neigung zu abzehrenden Krankheiten blei-ben oft zurück.

Mondphasen (Mondsgestalten), die abwechselnden Gestalten der er-leuchteten Mondscheibe, rühren von der Stellung her, welche der an sich dunkleMondkorper gegen die Eonne und Erde hat. Bekanntlich sehen wir den Mondzu gewissen Zeiten gar nicht, zu andern Zeiten sichelförmig, bald als halbe Scheibe,und endlich ganz erleuchtet. Wenn sich der Mond zwischen der «onne und Erdebefindet (mit der -Ldonne in Eonjuncrion steht), so wendet er seine unerleuchteteFlacbe gegen uns, und wir können nicbis von ihm sehen. Diese Monkgesialt heißtNeumond. Bald danach entfernt sich der Mond wieder von der Sonne, undein kleiner Theil seiner erleuchteten Fläche wird am Abenthorizonte sichtbar. Am4. Tage nach dem Neumonde ist er bereits 46" von der Sonne entfernt, und nunerscheint ein Theil seiner erleuchteten Fläche in ^Lichelgestalt mit der erhabenen Seitegegen die Sonne gekehl t. Von nun an entfernt sich der Mond mit jedem Tagemehr von der Eonne, nimmt seinen Weg immer mehr von W. nach Ö., erscheint^ daher Abends immer weiter gegen den östlichen Horizont, und der erleuchtete sichel-förmige Theil wird immer breiter. Nach ungefähr 8 Tagen, vom Neumonde angerechnet, ist er schon 90" von der Sonne entfernt, und nun stellt er sich als eineerleuchtete kalbe Scheibe dar. In diesem Zustande wird er m den Ealendern daserste Viertel oder die erste Quadratur genannt. Sowie der Mond sich fort-während von der Sonne entfernt, nimmt er immer mehr zu, d. h. sein erleuchteterTheil nähert sich immer mehr der Gestalt einer kreisrunden Scheibe, bis ungefähr16 Tage nach dem Neumonde, wo er der Sonne gerade gegenüber steht und invollem Lichte, als völlig kreisrunde Scheibe erscheint. In dieser Gestalt kehrt erseine erleuchtete Fläche uns zu, und wir nennen ihn Vollmond. Zu dieser Zeitgeht der Mond auf, wenn die -Loime untergeht, und scheint die ganze Nacht hin-durch. Don dem Neumonde an bis zum Vollmonde wächst der uns zugekehrteerleuchtete Theil immer mehr und heisst daher zunehmender Mond. Vondem Tage des Vollmondes aber inmmt er mit jedem folgenden Tage wieder ab,und zwar auf der entgegengesetzten, d. h. von der Sonne abgekehrten Seite; zu-gleich nähert er sich der Sonne in eben dein Maße, wie er sich beim Zunehmen vonihr entfernte. 7 bis 8 Tage nach dem Vollmonde ist er der Sonne bereits wiederauf 90 nahe gekommen, und jetzt erscheint er auf der linken Seite halb erleuchtet,welches in der Ealendersprache das letzte Viertel oder die letzte Quadratur ge-nannt wird. In dieser Gestalt gebt er gerade um Mitternacht auf. Don nun annähert er sich mit jedem Tage der Sonne noch mehr und zugleich der sichelförmigenGestalt, die jedoch jetzt immer mit ihren Hörnern nach der entgegengesetzten Seitegekrümmt erscheint, geht immer später auf, bis er endlich ungefähr nach 29 Tagen,von dem Neumonde an gerechnet, abermals der Eonne so nahe gekommen ist, daßer mit ihr in Conjunction tritt, und also der Neumond von Neuem beginnt. Vonder Zeit des Vollmondes bis zum Neumonde heißt er der abnehmende Mond;der Neumond und der Vollmond werden auch Syzvgien, und die ganze Erschei-nung der Mondwechsel genannt. Sowol vor als nach dem Neumonde sehe»wir auch mit bloßen Äuge» den dunkeln Theil der Mondscheibe durch ein blasses