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Siebenter Band. M bis N.
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Mondsteine Monge

Licht erleuchtet. Dieses rührt von der Erlerichtung der Erde her, denn geradewenn es am deutlichsten in die Augen fällt, ist bei uns die Sonne Nachmittagsnoch nicht unter- und des Vormittags längst ausgegangen: daher den Mond-bewohnern dann unsere Erde als erleuchtete, 14 Mal größere Scheibe am Himmelerscheint, als der Mond sich uns darstellt.

Mondsteine, s. Mereorsteine.

Mondsüchtig nennt man Personen, die, gewöhnlich mit eintretendemMondwechsel, im Schlaf aufstehen, gleichsam in einem lebhaften Traum umher-wandeln und verschiedene Verrichtungen vornehmen, als wenn sie wirklich wachten.Ihre Augen sind dabei meistens geschlossen; wo diese aber offen sind, sebcn sie dessen-ungeachtet nicht, wie man durch mancherlei Versuche bestimmt weiß. Man hat Bei-spiele, daß ein solcher Mondsüchtiger oder Nachtwandler des NacbiS ausgestanden,in die Schenke gegangen ist, dort getrunken und ordentlich bezahlt hat, dann wiedernach Hause gegangen ist und sich zu Berte gelegt hat: Alles mit verschlossenen Au-gen. Andere sind auf gefährliche Höhen, z. B. zum Fenster hinaus auf das Dach,gestiegen und sind glücklich wieder zurückgekommen. Wenn Nachtwandler auf ge-fährlichen Wegen wandern, soll man sie nicht mit Gewalt oder durch Anrufen ihresNamens wecken, weil sie dann leicht in der eisten Bestürzung unglücklich sein kön-nen. Doch soll man ihnen, wen» sie sich schlafen gelegt haben, ein mit Wasser be-netztes Tuch vor das Bette legen, um ihnen das Nachtwandeln abzugewöhnen, in-dem sie, sobald sie beim Heraussteigen auf das Tuch treten, durch das O'efuhl derKälte a» den Füßen zur Besinnung kommen und ins Bett zurückgehen. Die Mond-sucht hat ihren Grund in einer krankhaften Beschaffenheit des Nervensystems, ver-möge welcher ein natürliches, wahrscheinlich vcm Einflüsse deö Mondes entwickeltesSchlafwachen eintritt. (S. Somnambulismus.) II.

M ond sv ier te l, s. Mondphasen.

Mondtafeln, inwelchendcrjedeSmaligeStanddeöMondcSamHimmclim voraus berechnet ist, s. Länge, geographische, und Mayer , Tobias.

Mondwechsel, s. Mondphasen.

Monge (Olaspard), Grasv.Pelouse, geb. 4746, Sohn eines GasiwinhSzu Beaune in Frankreich , hatte sich durch bedeutende wissenschaftliche Leistungenbekanntgemacht, als die Revolution ausbrach. Durch Condorcet wurde er 1792 denHäuptern der republik . Parkei bekannt. Nach dem Sturze des Throns (10. Aug.1792) erhielt er die wichtige Stelle des Marineministers und sogar, bei Servan'S,des Kriegsministers, Abwesenheit, das Portefeuille des Kriegs. Bei dem ProcesseLudwigs I. hatte er den traurigen Auftrag, das Decret des EonvcntS in Voll-ziehung setzen zu müssen. Er zog sich jetzt bei den Revolutionsgräueln nach und nachvon den Geschäften zurück, um mit desto mehr Eifer sich den Wissenschaften zu wid-men, die er besonders in dieser schrecklichen Zeit, wo Frankreich > ur einem Lager glichund mehr als 1 Mill. Krieger hakte, auf die schnelle Fabrication aller Arten vonVertheidigungsmikteln anwendete. Nur dadurch entging er dem furchtbaren Fall-beile. Auch wart durch ihn die Normal- und dann die treffl. polytechnische Schuleeingerichtet, nachdem er 179siMitgl. des NationalinstitutS geworden war. In demersten ual. Feltzuge Bonaparte'S war er Mitgl. der Commission, welche in Italien die Kunstwerke zu bestimmen hatte, die nach Paris ins Nationalmuscum gebrachtwerden sollten. Er schloß sich hier an Bonaxarie an, der ihm u.A.denAuftrag gab,niit Berihier den Frieden von Can xc-Formio dem Direktorium zu überbringen.Bei deni Zuge nach Ägypten begleitete M. ebenfalls Bonaparte und ward eins derwirksamsten Mitglieder des ägyptischen Instituts. Auch war er einer der wenigenErkorenen, welche Bonaparte aufs. Zuge nach Frankreich begleiteten. Dieser über-häufte ihn seitdei'i mir Vertrauen und Ehre. Nach der Restauration wurde M. deß-halb vom König aus allen offenrl. Verhältnissen und sogar aus dcm Nasioualmstitut

Converstuious-rczüo». Bd. V».