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Siebenter Band. M bis N.
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482
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482 Mongolen

entfernt, worauf er den 28. Juli 1818siarb. DonM.'s vielen Schriften nennenwir nur: „I ruit- üleni«nt-,ii-« <I>! ^tatigue" (1188 — 99); „I)e8>wiplio,i ,1c»I lirt <!,- sstni^i,^,- >« n.iuou" (1194); „küaniüirii: ilosaiizitive" (1812). Seintreffl. Schüler Dupin hat einen „lA-ni I,i,t»r. mir l»-- ^i>-ioe> ,-t le- tinv.iii^.-inieiitiü-sue^ <Ie O.i-p->rck älnn^e" herausgegeben. 2luch f. über ihn Napoleons ,,Vlüinniec8 etc.", 4. Vd., S. 210.

Mongolen, ein großer Völkerstamm im nordöstl. Asten, der im Mittel-,alter in 2 verschiedenen Zeiten erobernd aufgetreten, aber seit 3 Jahrh, in Unthätig-keit versunken, jetzt fast nur noch dem Namen nach in Europa gekannt ist. DieMongolen sind häutig mit den südwestl. in Asten wohnenden Tataren verwechseltworden, mit denen ste jedoch nur die nomadische Lebensart und die regellos wilde,bloß aufVerwüstung gerichtete Weise Krieg zu führen gemein haben, übrigens abervon ihnen durch eine schmutzige Gesichtsfarbe, kleine Augen, sowie durch den ganzenKörperbau, Sprache und Sitten, wesentlich verschieden sind. Ihre frühere Ge-schichte ist dunkel. Im 13. Jahrh, verbreiteten ste ihre Eroberungen und Verheerun-gen, tief aus dem nördl. Asten her, über Rußland und einen Theil des übrigen Eu-ropa . Sie kamen aus der Gegend, welche ste noch bis jetzt zum Theil bewohnen, derMongolei , nördlich von der großen chinesischen Mauer, zwischen der jetzigen Ost-tatarei und der Ducharei. Ihre Macht und ihr Ansehen verdankten ste dem Genieeines einzigen außerordentl. Mannes, des DschingiS-Khan (s. d.), der, an-fangs bloß Oberhaupt einer einzelnen mongolischen Horde, die übrigen Horden nö-thigte, sich seiner Herrschaft zu unterwerfen, und dann 1206 den kühnen Plan ent-, warf, die ganze Erde Zu erobern. In kurzer Zeit unterjochte er 2 große tatarischeReiche ini O. und W. Astens, vernichtete in 6 Feldzüzen die mächtige Monarchieder Sultane von Chowaresmien, welche Turkhestan und ganz Persten bis »achIndien hin beherrschten, und ließ während dieser Zeit durch einen Theil seiner Völ-ker, unter der Anführung seines ältesten Sohnes (1223), einen verwüstenden Ein-fall in Rußland ausführen. Nach Dschinzis-Khan's Tode (1221) setzten s. Söhnedie Eroberungen fort, unterwarfen sich ganz China , stürzten dasKhalifatzuBagdadund machten sich die seldschuckischen Sultane von Ikonium zinsbar. Ein mongoli-sches Heer drang 1231 aufs Neue in Rußland ein, eroberte Moskau und verwüsteteeinen großen Theil des Landes. Nachdem sich die Mongolen Rußland unterworfenhatten, drangen sie (1240) auch in Polen ein, verbrannten Krakau und gingen nachSchlesien bis Lieznitz, wo sie auf der 'Wahlstatt den 9.April 1241 den HerzogHeinrich V. Liegnitz in einer blutigen Schlacht besiegten. Darauf verwüsteten sieMähren bis in die Umgegend von Brünn; doch widerstand ihnen Stramberg imprerauer Kreise, und IarowSlaw v. Sternberg (s. d.) scbluz ste am Derge Ho-stein, vor dem belagerten Olmütz . Aus Mangel an Unterhalt verließen ste bald dievon ihnen verheerten Länder. In Deutschland und selbst in Frankreich war, in Er-innerung der ehemaligen Einfälle der Hunnen, die Furcht vor ihnen so groß, daßman Fasten und Gebete anordnete. Ein zweiter Grund, daß ste das Schrecken derVölker nicht benutzten, um ihre Eroberungen weiter auszudehnen, lag in den Strei-tigkeiten, welche nach dem Tode des Khans Okrai, DschingiS-Khan'S unmittelbarenNachfolgers, über die Thronfolge entstanden. Doch blieb das Reich derMongolennoch immer beisammen und stand am Ende des 13. Jahrh, auf dem höchsten Gipfelder Macht. Es erstreckte sich damals vom chinesischen Meere und von Indien bistief in Sibirien und bis an die Grenze von Polen . Der Haupisttz des großen oderOberkhans war China ; die andern Länder wurden von Unterkhans, die alle vonDfchingis abstammten und niehr oder weniger von dem großen Khan abhängigwaren, beherrscht. Die mächtigsten derselben waren die von Kaptschak, die an derWolga wohnte» und die Geißel Rußlands waren, und die von Dschagatai, welchevon temOrus bis in die Tatarei wohnten. Aber eben diele Verthestung des Reichsunter mehre Fürsten wurde die Veranlassung, daß das Ansehen und die Macht der