Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mongolen im 14. Jahrh, nach und nach sank. Im 16. Jahrh, wurden verschiedeneHorden dieser Nation von den Raffen, deren Besteger sie früher gewesen waren,unterjocht oder vernichtet. In China war das Reich der Mongolen schon 1368durch eine Revolution zerstört worden. Es trat aber (ungefähr 1360) aus demStamme der Dsckagarai ein zweiter furchtbarer Eroberer aus, Timurlenk (Tamerlan , s. d.), auch Timur Begh genannt. Von dunkler Herkunftschwang Timur , als die Dynastie der Mongolen von Dsagatai in Verfall gera-theil war, sich durch Talent und .Kühnheit zum Oberherrn der ganzen Nation auf.1369 wählte er die Ltadt -Lamarkand zum Sitze seiner neuen Herrschaft. Dieübrigen mongolischen Stämme, Persten, Mittelasien und Hindostan, wurden nacheinander von ihm unterjocht. 1400 griff er auch den bis dahin gegen ticChristen inEuropa siegreichen osmanischcn Lultan Bajazet l., vor dem Konstantinopel zit-terte , in s. Staaten in Natolie» an. Die Schlacht bei Ancvra (Angurv), 1402,entschied gegen Bajazet; er erlitt eine gänzliche slcieterlage undwurtc selbstTimur'sGefangener. Die harte Behandlung, welche der Sieger gegen s. Gefangenen aus-geübt haben soll, läßt sich nicht beweisen. Konstantinopel und Ungarn wurden da-durch auf einige Zeit von einem furchtbaren Feinde befreit. Nachdem Timur ganzNatolien erobert und verwüstet hatte, starb er auf dem Zuge nach Chinad. 19.März1406, 69 I. alt. Nach seinem Tode zerfiel die Monarchie derMongolen in mehi*Staaten. Ein Nachkomme Timur's, Baber (Babur), gründete 1619 in In-dien eine neue mächtige Monarchie, die als das Reich des Großmoguls bis gegendas Ende des 18. Jahrh, bestand. (S. Hindostan.) Die noch jetzt vorhandenenmongolischen Völkerschaften leben theils unter russischer, theils unter chinesischerHerrschaft. Jene, die von dem Stamme der Kaptschaken übriggeblieben sind, woh-nen, mit Kalmücken vermischt, in der Statthalterschaft Irkutzk; ihreVclksmengewird mit den Kalmücken zu 300,000 Seele» angegeben. Die andern, welchcunterchinesischer Oberherrschaft stehen, aber von 4 verschiedenen Khanen regiert werten,leben in derMongolei (63,000 j^M.), welche von Tungusicn, Chma, der klei-nen Tatarei und Sibirien begrenzt wird. Sie bekennen sich alle zur Lehre des F o(s. d.), fuhren ei» nomadisches Leben, treiben aber doch durch Karavancn einigenHandel nach Rußland mit von ihnen verfertigten wollenen und baumwollenen Zeu-chen. S. die „llül. <le» Vi,>„->>!». <l, lä-cIiiii^nir-Xlian jmegu'a l irnonr-I.aiie" (Paris 1824) und Isaak Iak.Schmidt's treffs. „Forschungen im Gebieteder ältern, religiösen, politischen und literar. BckdungSgesch. der Mongolen und Ti-beter" (Petersb. 1824). Kiaproth'S sogen. „Beleuchtung und Widerlegung"dieser Forschungen hak Schmidt gründlich abgefertigt (Lpz. 1826). Jetzt wirdSchmidt'S deutsche Übersetz, nebst Ccmmentar von Ssanang Ssatsan'S „Gesch.der Ostmongolen", nebst dem niongob Originale, auf kaiserl. Kosten in Petersburg gedruckt. Babur's sehr anziehende ,,^e,> c>i>e> ein.", von ihm selbst verfaßt, habenLeyden und Erskine aus dem Dschagatai-Türkischcn ins Engl. übers. (Lond. 1826)und eine für die Gesch. der Mongolen wichtige Einleit. dazu geschrieben. Der griech.Pater Hvazinth hat eine „Beschreib, des vormal. und gegenwärt. Zustandes derDschungarei (Söngarei) und des östl. Turkhestans" (der kleinen Bucharci) a. d.Chines. ins Ruff. übers. (2Thle., Pctersb. 1829).

M oniteur. Mit dem 24,Nov. 1789 entstand zu Paris eine Zeitung, die„<4<i/.elic Iiiiiimmw. INI ie d1»int>ni> nrlivei^ol", die sowol über die äußern Be-gebenheiten als auch vorzüglich über die Verhandlungen der NationalversammlungRechenschaft abzulegen bestimmt war und am 7. Nivose des I. 7 III. für ein offi-cielleS Blatt erklärt ward. Seit dieser Zeit ist sie das wichtigste und das eiinige offi-cielle Blatt der franz. Regierung geblieben, aber auch das theuerste: 620 Bogen60 Thlr. Während der 100 Tage verlor der Moniteur seinen ofstciellen Charakter.Seit dem 1. Jan. 1811 hat er den Titel „Oarelse. natiuna!«" weggelassen und

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