Band 
Siebenter Band. M bis N.
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490 Monopol Monotheismus

syrischen Iakobiten noch in Glaubensgemeinschaft, haben aber ihren eignen Pa-triarchen yi Kairo , der den Titel des alexandrinischen führt und 10 BiSthümcrlinker sich hat. Die Bibel und liturgischen Bücher besitzen üe noch in der altenkoptischen Sprache, welche die zur Zeit der Herrschaft der Griechen unter den Pro-lemäer» gangbare ägvpliscke und daher der griechischen verwandt ist, aber jetzt un-ter die todten Sprachen gehört. Die Kinder werden bei ihnen nur in der Kircheruid nie vor dem 40. Tage nach der Geburt, oft erst im 7. Jahre getauft, erhaltenaber gleich nach der Taufe den Abendmahlswcin. Das Abendmahl halten sie nurin den großen Hallen, brauchen dabei gesäuertes Brot, welches gebrochen wird, undgenießen den Wein mit Löffeln. Zhre» Gottesdienst begeben sie, nach einer inZeiten der Verfolgung entstandenen Gewohnheit, in der Nacht vom Sonnabendezum Sonntage. Er bestebt nur aus dem Altardienste, Gesang, Gebet und Vor-lesungen der Priester, welche übrigens sehr unwissend sind und nicht predigen kön-nen. Der Patriarch thut es nur ein Mal im Zahre. Die Beiwerke des Aber-glaubens, Reliquien, schlechte Bilder in ihren Kirchen, Heiligendienst u. s. w.,haben sie mit den Griechen gemein. Die Beschncidung ist nur noch bei den Koptenin Oberägypten gebräuchlich. Zn ihren schwachbesetztcn Klöstern wohnen Mönchemit Weibern und Kindern. Eine vierte monophysit. Kirche ist die abyssini sche,welche von den Kopten ihr geistliches Oberhaupt erhält. (S. Habesch.) Ver-wandt mit dem monophysitischen Streite war die im Anfange d. 7. Jahrh, ange-regte Frage: ob die in Christo vereinigte Gottheit und Menschheit nur einen oderzwei Willen habe. Auch hierüber entstand ein Zank, den der Kaiser ConstanS durchseine Anordnung, Typus genannt, vergeblich beizulegen suchte. Die Bestimmungder trullanischen Kirchenversammlung zu Konstantinopel 680, daß 2 Willen inChristo wirksam wären, weil er 2 Naturen habe, machte die Monothe leten(Anhänger der Lehre von Einem Willen) zwar zu Ketzern, konnte aber doch nichthindern, daß aus ihren Überresten die Sekte derMaroniten (s. d.) sich bildete.

Monopol (Alleinhandel, Alleinverkauf), die Jemanden vom Staateertheilte Befugnis, irgend einen Handel oder Gewerbe ausschließend und alleinzu treiben. Dergleichen Monopole wurden sonst öfter als jetzt ertheilt, theils imHandel, theils bei Manufakturen und Fabriken. Sie können auf gewisse, be-stimmte, oder, wie man sagt, auf ewige Zeiten gelten. Erstere lassen sich in ge-wissen Fällen vertheidigen. So kann ein Monopol, auf einige Jahre ertheilt, zurEröffnung eines neuen, vorher nicht gekannten Hantelsweges sehr wohlthätigwirken, ebcnsowie neu anzulegende Fabriken oder neue wichtige Erfindungendurch dergleichen Monopole am leichtesten in Gang gebracht werden können. Dochmuß auch hierin von Seiten der Regierung bei der Ertheilung die größte Vorsichtgebraucht werden. Letztere sind immer höchst ungerecht, nicht nur gegen die an-dern Gewerbkreibenden, die sie ausschließen, sondern gegen alle übrige Staatsbür-ger, und wirke» verderblich auf den Nationalreichthum.

Monotheismus , die Annahme und Verehrung eines einzigen Gottes,entgegengesetzt der Vielgötterei (Polytheismus). Die ältesten Urkunden der Schrift(die Bibel) und die Überlieferungen der ältesten Völker lassen uns diese Religion,wenn auch nicht in vollkommener Entwickelung, als die älteste und ursprünglichebetrachten. Die Mosaische Urkunde nämlich redet von Gott, dem SchöpferHim-mels und der Erde, und die alte Lehre der Brammen von einem einzigen gött-lichen Wesen über den 3 andern Hauptgöttern, welche gleichsam nur als die 3Hauptkräfte des einen höchsten Gottes angesehen werden, nämlich des Parabra-ma, den sie durch alle Prädicate der Gottheit sehr rein und vollkommen schildert.Auch die Chaldäcr glaubten außer dem Lichte, welches sie der Finsterniß gegenüber-stellten, noch an ein höheres, unentstantenes Licht, das ewig, allmächtig weiseund gütig ist, und aus welchem erst das körperliche Liebt hervorging. Die Perser