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Siebenter Band. M bis N.
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Monotheleten

Monotonie

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stellten über ihren Orimuzd und Ahriman noch Zeruaron Akherme und des civile*Wort. -Leibst die Ägnpter hatten an ihrem Eiktou ein höchstes Grundwesen we-nigstens für ihre geheime Religion. Alle diese verschiedenen Mvtkologien führenunter dem Heere von (lottern, womit sie Himmel und Erde bevölkern, immer ir-gend einen höchsten, mehr oder weniger bestimmt, stets aber vor allen übrigenausgezeichnet, auf. Und überall sehen wir in diesen Mythologien die (Dotter sichc>-st allmälig vermehren, sowie der Mensch sich immer weiter von der einfachen undursprünglichen Offenbarung in die Vielheit der sinnlichen Anschauung verlor. Aberauch abgesehen von diesen historischen Andeutungen, so ist der Mensch ;ur Wahr-heit bestimmt, und die Wahrheit, nicht der Irrthum, der die Wahrheit schonvoraussetzt, ist in seinen Überzeugungen das Ursprüngliche und Erste, weil jeneeinfach ist und ihre Strahlen überall verbreitet, wie das Licht, das die Welt durch-strömt. Nur in der Auffassung der Wahrheit verirrten sich die Menschen, wennsie die Gottheit entweder in Bildern oder in Begriffen tu denken versuchten. Er-steres war die frühere, die in der alten Welt verbreitete Verirruug, weil sich Sinnund Phantasie früher zur Herrschaft erheben, und daraus entsprang der in der alten»Welt herrschende Polytheismus, Abgötterei und Götzendienst, der in der Ver-götterung des Körperlichen, als dem durchgreifenden Charakter des Heidenthums,sich äußerte, wobei nicht durch das heilige Wort der Allmacht, sondern durch Zeu-gungen Alles entstand. Doch konnte auch in diesen Verirrungen die Wahrheit nichtganz verschwinden. Spuren derselben erblicken wir in den oben angeführten That-sachen, in der Aufrichtung der Altäre für unbekannte Götter, in den von deut Volks-glauben abweichenden Lehren der heidnischen Philosophen, eines Parmenides, Sa-krales, Plato und vieler späternPlatomker, deSägvptischenPbilosophen Plammon, *der, nach Plutarch („Leben Alexanders"), die mir dem Christenthume ganz über-einstimmende Lehre vortrug, daß Gott der allgemeine Vater allerDtenschen sei, dersich die bessern derselben tu seinen Kindern wähle. Aber noch leuchtendere Spurenfinden wir bei den Hebräern, welche trotz mannigfaltiger Verirrungen, zu welchensie hauptsächlich durch das umgebende Heidenthum veranlaßt wurde», die Überlie-ferung von dem einzigen Gotte, dem Schöpfer Himmels unk der Erde, aufbewahr-ten, bis sich aus ihrer noch etwas engherzigeil Ansicht von dem Iehovah, den siedoch größtemheils nur als Stammgott des erkorenen Volks betrachteten und verehr-ten, der reinere und umfassendere Monotheismus des Christenthums entwickelte, b.

M o n o t h e l e t e n, s. Maroniten.

Monotonie, Eintönigkeit, der Mangel an Modulation in der menschl.Stimme beim Sprechen oder Singen. Es ist dies ei» Fehler, weil die Beugun-gen und Wendungen der Stimme »ach Verschiedenheit der Empfindungen undVorstellungen verschieden sein müssen. Dieser Fehler (z. B. ei» singender, schnei-dender, gezogener oder gerader Ton im Reden) findet sich bei einzelnen Menschenwie bei ganzen Völkern, und ist gewöhnlich eine Folge der UnbiegsamkeitderSprach-werkzeuge oder eines Mangels an lebhaftem Gefühl. Wenn diese Monotonieschon in der gewöhnlichen Rede unangenehm ist, so ist sie ein noch auffallendererFehler in der mündlichen Beredtsamkeit. Unter den politischen, gerichtlichen, geist-lichen Rednern, Lchauspielern und Declamatoren fallen die Kanzclrctner bekannt-lich am häufigsten in den Fehler der Monotonie, welcher am meisten auffallt, wenner sich in der Einförmigkeit der Stimme beim Schlußfall der Perioden zeigt. Eineeigne Erscheinung ist es, daß alle Kinder in ihren ersten Leseübungen sich ;ur Mo-notonie hinneigen. In einer andern Bedeutung bezeichnet man durch Monotoniein den schonen Künsten eine gewisse Einförmigkeit der Manier, die sich in der Be-handlung und Darstellung der Gegenstände offenbart. Doch darf man Monoto-nie nicht überhaupt mit Einförm,gkei. verwechseln; die letztere ist die fehlerhafteEinförmigkeit, t. i. diejenige, welche den Reiz der Mannigfaltigkeit überhaupt auf-