Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
499
JPEG-Download
 

Montecuculi

499

hJ gestiftet. Nach mancherlei ungünstigen Schicksalen erwarb sie viele Frei-^ ün-g,'oße Reichthümer, und der Abt, gleichsam Patriarch des Ordens,H 9ch Abt der Äbte, Patriarch der heil. Religion, Kanzler beider Sicilien,Campanien re. Im 11. und 12. Jahrh, blühten hier die Wissenschafttzs "^'entlich die Arzneikunde, und die im Mittelalter so berühmte salernitanischelad^E wurde von Monte Casino aus gestiftet. Höchst prächtig, wenn gleich über-stick" geschmacklos verziert ist die Kirche, mit dem Grabmale des Heiligen; seht

harr wenigstens ehemals) die Sacristei und Bibliothek; mit Gemälden über-^ st das Zimmer und der Thurm, welche der heil. Benedict bewohnt haben soll.so "h,wurden alle Reisende und Pilger hier gastfrei beherbergt und bewirthet, jat is, S.-Germano wurde ein Hospiz mit 4 Mönchen unterhalten, die Frem-h, empftstgen.und mit Maulthieren hinauf in die Abtei zu befördern. Jetztsab? ^ Straße, an welcher Monte Casino liegt, nur wenig von Reisenden be-swd die alte2lbtei, deren Reichthümer die Zeit größtentheils zerstreut hat,^ seltener Besuche. xx.

lich.ftstvntecuculi (Raimund v.), geb. im Modenestschen 1828, trug anfing-Waffen als gemeiner Soldat unter seinem Oheim, Ernst M., welcher dieArtillerie befehligte, und ging alle Militüirgrade durch. Die erste glänzende"lftnthat verrichtete der junge M. 1844. Er überfiel an der Spitze von 2000durch einen Eilmarsch 10,000 Schweden und nahm ihnen ihr Gepäck undM>chütz ab. Allein Bauer eilte herbei, griff den Sieger an und nahm ihn gefangen,h'^nutzte die Muße seiner zweijährigen Gefangenschaft, durch beharrliches Stu-ftie? militairischen Kenntnisse zu bereichern. Kaum hatte er seine Freiheit. rlangt, als er sich 1648 durch die Niederlage des^leneralsWrüngel bei Trie-^Hte. Nach dem westfäl. Frieden ging M.nach Vchweden, und von da nachein» "W wo er der Vermählung desHerzvgs beiwohnte und das Unglück hatte, inihn ^ ^^^toussel seinen Freund, den Grasen Manzani zu todten. Der Kaiser stellte"ls Generaladjutanten an und sandte ihn dem König Johann Casimirgen gegen Rakoczy und die Schweden zu Hülfe. M. schlug die Siebenbür-

^utriß den Schweden Krakau. Als König Karl Gustav m Schweden dar-der« ^^>ark angriff, entriß ihm M. mehre Plätze und befreite Kopenhagen vonF^d^bseite, ehe die Holländer.zur See Verstärkungen herbeigeführt hatten. Derkocrw/ ^ seine Siege folgte, ließ M. nicht lange müßig. Der Besieger Ra-wurde dessen Beschützer gegen die Türken. Er zwang sie Siebenbürgen ZUfist.J kü und vereitelte durch eine weise Langsamkeit alle Unternehmungen einesSt-tx^n Heeres bis zur Ankunft der Franzosen , die ihm den großen Sieg bei^tthard 1864 erfechten halfen. Dieser Sieg führte zum Frieden, und M.öern N ^östdtnt des kaiserl. Krirgsraths. Als der Krieg zwischen Frankreich undpen u wieder ausgebrochen war, trat 1678 M. an die Spitze der kaiserl. Trup-hemmte durch die Einnahme von Bonn und die Vereinigung seinesHeereS^orts!?..des Prinzen v. Oranien , trotz Turenne und Conde, Ludwigs XI V.^ied»>> "b- Im folg. I. nahm man ihm den Oberbefehl, aber 1675 erhielt er ihn^ean E Rheine Turenne die Spitze zu bieten. M. war alleisr ein würdigergest stuek großen Feldherrn. Vier Monate wandten sie an, um einander zu fol-»ach beobachten. Jeder urtheilte über Das, was sein Gegner thun werde,l-xst was er an seiner Stelle thun würde: und sie täuschten sich nie. Sie >va-Feldk/". begriff, eine Schlacht zu wagen, als eine Kanonenkugel den franz.groaS st" tödwte. In dem Briefe an den Kaiser, worin M. von dem Tode seinesdines ch-.^eubllhlers spricht, letzter hinzu, basier nicht umhinkönne, den Verlust