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Siebenter Band. M bis N.
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Montemayor

Montereau

'Tod von Turenne gab. ?lnfangs zwar erlitt dieser Fürst am Rhein einige Verbald aber hielt er den kaiserl. Feldherrn auf, welcher diesen letzten Feldzug a> ^glorreichsten seines Lebens betrachtete, nicht weil er Sieger gewesen, sondern rvnicht besiegt worden. M. verlebte den Rest seiner Tage am kaiserl. Hofe uu ^gange mit Gelehrten, beschützte die Wissenschaften und trug dazu bei, daß einedemie für die Naturforschung gestiftet wurde. M. starb zu Linz am 16. Ocn tan einer Wunde, die er von einem herabstürzenden Balken erhalten hatte. I.rstand nicht nur Krieg zu führen, sondern auch gut darüber zu schreiben. S>. „ .moiren ", die er italienisch schrieb, sind gelehrt und gründlich, kurz und deu ^Nachdem sie früher nur in einer franz. Übers. bekannt waren, hat Ugo Foscow ^italien. Original herausgeg. (Mailand 1807 — 8, 2 Bde., Fol.). Auch ha^.'Sonette gedichtet. M.'s Umsicht bezeichnet das Anagramm s. Namens: ^tum oouli. , .

Montemayor (Jörge de), ein berühmter Dichter, geb. um 1520 mStädtchen Monte-Mayor in Portugal , woher er den Namen annahm. , ,

^ dankte dem Studium nichts, aber erwürbe dafür durch sein Talent entschärfEr verstand vollkommen mehre lebende Sprachen und übersetzte aus ihnenebenso viel Leichtigkeit als Vollkommenheit. In seiner Jugend betrat er dstlitairische Laufbahn, obgleich seine Neigung ihn zur Musik und PoesieDarauf begab er sich nach Castilien und ließ sich, von andern Erwerbsmitteln ^blößt, als Sänger in die Capelle aufnehmen, die Philipp II. auf seiner ReistDeutschland, Italien und den Niederlanden begleitete. Nach seiner Rü» ^scheint er in Leon gelebt zu haben; hier dichtete er seine berühmte „Diana", ^welche er Erfinder des spanischen Schäferromans wurde. Die Königin KatM' ^Schwester Karls V. und Regentin dieses Reichs, berief den Dichter zu ßm.ertheilte ihm einen ehrenvollen Posten an ihrem Hofe. Aus einer Elegie von vcisco Marcos Dorantes, die sich in allen Ausg. der „Diana" findet, ersieht ,daß er schon 1582 seine Laufbahn endigte. Obgleich von Geburt ein PorwA >wird M.doch in der spanischen Literatur genannt, da er in der castilischen ^Ab-geschrieben hat. Cervantes nennt die „Diana" das schönste Muster ihrer ^tung. Außer diesem unvollendet gebliebenen Werke besitzen wir von ihm einedichtsammlung (^»winueeo) und die Werke des Troubadours Ausias dRarch-

Montenegriner, die Bewohner des Gebirges Montenegro (der sth"

Berg, in der Landessprache Tschernagora), in der türkischen Provinz Albaiue ,Sandschak Iskanderi, von der Seeküste bei Antivari an gegen Bosnien hin- ^ser slawische Stamm, den uns Vialla de Sommi 'res (,,r„v. bi-n. mNonwueAr»", 2 Bde., 1820) geschildert hat, ist ein freies Räubervolk,15,000 waffenfähige Männer hat, nicht unter derOberherrschaft der Türken 1 ^

aber wegen der natürlichen Beschaffenheit des Landes, das auf 150 ' Aeit

Dörfern 60,000 Einw. hat, nie von ihnen hat bezwungen werden können,

1705 haben die Montenegriner die osmanische Herrschaft völlig abgeworfen^bilden unter russischer Gewähr einen unabhängigen Vtaat. Das Gebietsich von Cattaro bis an die See von Scutari. Der Vorstand der Monte" 3ist ein geistlicher Wladicka; doch hat die Civilverwaltung einen von jene'"gigen Statthalter aus einem thaten, eichen Geschlechte. Beide genießen ffAx-sion aus dem Auslande, die zu Anschaffung von Armaturen für die ÄklnetN ,wandt zu werden pflegt. Bisher hat dieses Volk wider seine Gewohnheit am .kenkriege der Griechen keinen Theil genommen. Sie sprechen illyrisch'stawa >sind der griech. Religion zugethan und haben ihren eigenen Patriarchen. Der H»rtihres Landes ist Atigne. 1767 trat ein Abenteurer, Steffano Piccolo, ^ihnen auf, der sich für den russischen Kaiser Peter III. ausgab und einen Aus!anstiftete, der nur nach großem Blutvergießen gedämpft werden konnte.

Montereau , s. Cha tillon.