Band 
Siebenter Band. M bis N.
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503
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Montezuma

Montfaucon

50 ?

1828

^^n stnfjährigen Vergleich, welcher der Stadt und der Provinz die UmW'di/u zusicherte 2lm 13. Dec. 4828 sprach der Provisor. Gouverneur Suare'z^ "Abhängigkeit Staates Monte Video aus, und am 21. Zan. 1829 über-

> s"^eneral Rondeau aus Buenos-Ayres als Präsident die Verwaltung der Re-

ue, welche ein Gebiet von 10,Stil) UM. und 175,600 Einw. hat.

^. Montezuma war Kaiser von Mepico, als Cortez 1518 in dies Reich ein-lief,' -r^ue kriegerische Thiere, auf welchen ein Theil der Spanier ritt, jener künst-- ^Donner, der sich unter ihren Händen bildete und in weiter Entfernung todtere,M hölzernen Schlösser, welche sie über das Meer gebracht, das Eisen, worein sie

uldet, waren den Mexicanern so unerklärliche Wunder, daß Cortez mit feinemkitten Heere bis in die Stadt Mepico vordrang und daselbst von M. als sein Ge-. ^r, von den Einw. aber als ein Gott ausgenommen wurde. Nach und nach eni-Me man jedoch die menschliche Natur der Ankömmlinge. M., der sich ihrer nichtUlch GerMt entledigen konnte, suchte sie durch Freundschaftsbezeigungen sicher^ Wachen, während er auf ihre Vernichtung sann. Eine Abtheilung der Spanierhs, Zu Vera-Cruz. Ein Feldherr des Kaisers, der geheimen Befehl dazu hakte,Am sie an und tödtete, obgleich er zurückgeschlagen wurde, 8 —4 Spanier. Der^opf eines derselben wurde an M. geschickt, um ihn von der Sterblichkeit der Spa-Akr zu überzeugen. Auf die Nachricht davon eilte Cortez mit 50 Spaniern zumwser und bewog ihn durch Schmeicheleien und Drohungen, sich in s. Wohnung«"begeben. Er ließ ihn darauf in Fesseln werfen und zwang ihn, die Oberherrlich-MKarls V. anzuerkennen. Zum Zeichen s. Unterwürfigkeit gab M. einen Tribut

600,000 Mark reinen Goldes. Bald aber ward er ein Opfer s. Nachgiebigkeit,ft Mepicaner, empört über die Gefangenschaft ihres Kaisers, machten einen An-6Uff auf Cortez's Stellvertreter, Alvara. M. wollte sich seinem Volke zeigen, um

> Änfruhr zu stillen. Die Mepicaner aber, die nur einen Sklaven der Spanier? WM erblickten, empfingen ihn mit einem Steinregen. Er wurde verwundet von

W Spaniern weggeführt und verbunden; aber untröstlich über die von s. Unter-bauen erlittene Beschimpfung, riß er den Verband ab und starb bald darauf, 1620.W hinterließ 2 Söhne und 3 Töchter, welche die christliche Religion annahmen.Okr älteste erhielt von Karl V. den Titel eines Grafen von Montezuma . Seit 1821edte der letzte Abkömmling des Kaisers M. zu Paris und schiffte sich im Oct. 1826"ch Mepico ein, um seine Angelegenheiten daselbst zu ordnen.

Montfaucon (Bernardde), Alterthumsforscher, geb. den 16,Jan.1655Ass dem Schlosse Soulage in Languedoc , widmete sich in s. Zugend den Waffen,wch dem Tode s. Ältern aber wurde er (1675) Benedictiner in der Congregation,0" Saint-Maur . Mit gleichem Eifer umfaßte er die Philosophie, Theologie, bi-Assche und Profangeschichte, alte und neue Literatur, todte und lebende Sprachen.«08 machte er eine gelehrte Reise nach Ztalien, um die dortigen Alterthümer zuüben und die ihm zu s. Arbeiten nöthigen alten Handschriften zu untersuchen. Am0"gsien verweilte er zu Rom. Papst Jnnocenz XII. und die vornehmsten Prä-. nahmen ihn mit Auszeichnung auf. Nachdem er seine Forschungen beendigtMw und 1701 nach Paris zurückgekehrt war, gab er daselbst s. „Onniuin imli-"m" heraus, worin er mehre alte Denkmäler genau beschrieb und Nachricht vonW>en noch unbekannten griech. und latein. Handschriften gab, M. beschäftigte!ssh bis an s. Tod mit gelehrten Arbeiten. Wenige Gelehrte sind ihm an Fleiß undMchtbarkeit an die Seite zu stellen. Die Zahl s. Werke in Fol. steigt auf44.W"' nennen nur: „Xu-lecU, grr.ecn"; ,,llalüengr!>p>ki» b^een", ein treffliches, kjk; „k,'.ii,l,chuitä axpliguce 6t repräüenlce er, ti-zures" (Paris 1719 fg.,«ein. und franz.). Dieses Werk, das mit den Suppl. aus 15 Bdn. Fol. besteht"e gegen 1200 Küpf. enthält, trägt allerdings Spuren der Flüchtigkeit, womit esiniaiumelt wurde, an sich; nichtsdestoweniger enthält es unentbehrliche Materia-,