Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
507
JPEG-Download
 

Montlosier

507

kia d! °tl o s i e r (Franeoiö Dominique Regnault, Graf v.), aus einer aSe-,3m Familie der Auvergne , geb. 1760, war 1789 Deputirter bei derVersamm-, ?3 der Reichsstände. Hier zeichnete er sich durch die Heftigkeit, mit welcher ere -Vorrechte des Königs, des Adels und der Geistlichkeit vertheidigte, und durch>. Widerwillen gegen Mirabeau aus. Dieser ging so weit, daß er, als Mi-k-A^u sich der königl. Partei näherte, einige Vorschläge desselben mit Gründen be-^p.ste, die der Demokratie abgeborgt waren. Zu Ende 1791 wanderte M. aussuchte 1794, nebst dem Abbe de Pradt, dem Prinzen August v. Aremberg und/ 0.Pillene, das Volk in den Niederlanden aufzuwiegeln; dann ging er mit dem1«n' ?' ^brcy nach England, wo er den /,0»urrier lle Unnclres" herausgab.

00 übernahm er eine geheime Mission nach Paris , um Bonaparte zu bestim-^0, die Bourbons wieder auf den Thron zu sehen, wofür derselbe eine Souve-E'Oetät in Italien, erhalten sollte. Allein bei seiner Ankunft in Calais ward er,-"b feiner Pässe, festgenommen und durch Gendarmen in den Tempel gebracht,.eler blieb er jedoch nur 36 Stunden, während welcher ZeitFouche und Talleyrand ^ so für die Sache des ersten Consuls zu gewinnen wußten, daß er, nach seinerUmkehr, in seinem londner Journale viel von den guten Absichten sprach, dieE°Naparte für die Wiederherstellung der alten Kirche, für die Zurückberufung derOptanten u. s. w. habe. Dieser veränderte Ton mißfiel jedoch dem engl. Mini-L>, und man entzog ihm nun den bisher gewährten Schutz. Auf die Einla-ssg jener beiden Minister begab sich M. nach Frankreich. Sein in Paris fortges.a> <1» ftonclrcs" fand aber weder bei der Nation Beifallnoch bei der Re-

gung und ward nach wenigen Monaten unterdrückt. Um ihn zu entschädigen,j-. Ote man ihir-im Depart. der auswärt. Angelegenheiten an. Bald darauf foderteBonaparte auf, ein Werk über die alte Monarchie, die Ursachen von deren-s Mrz, über die Revolution, die Versuche, dieselbe zu hemmen, und die Art, wie^ geendet worden, auszuarbeiten. M. verwandte 4 Jahre auf diese Arbeit; alsaber fertig war und aus der Schweiz sein Manuscript dem Kaiser sendete, er-^Oerte sich dieser nicht mehr, es verlangt zu haben. Eine Commission, der es zurn ^«Heilung vorgelegt ward, lobte es, widerrieth jedoch den Druck. Der Kaiserp f Oun dem Grasen durch Lavalette den Antrag machen, ihm regelmäßig über diebie« Angelegenheiten zu schreiben. Diese Correspondenz dauerte 15 Monate,Uin k"^ 1812, wo M. um die Erla.ubniß bat, sich nach Italien begeben zu dürfen,h" Aer sich seinem Lieblingsfache, der Naturwissenfchaft, mehr zu widmen. Dies^ ihm nebst den Mitteln zu seiner Reise gewährt. Nach der ersten RestaurationsseilteM, nach Frankreich zurück und gab das Werk: „lw. Iu moiu.robio kiau-bereichert mit Auszügen aus seiner Correspondenz mit dem Kaiser, heraus^ orjg 1814 ^ 3Bde.); einen 4. Bd>: „lle^ui« I» reswuratii»" (1815) mitxNOerk. über den falschen Gang, welchen die wiedereingesetzte königl. RegierungAbschlagen, publicirte er eben, als der Kaiser von Elba zurückkehrte. Um nunsik» ^chbin von sich abzuwälzen, als wolle er hiermit nur dem zeitigen Machthabert^Oeichel,,, fügte er noch eine Vorrede hinzu , die sehr gegen Napoleon gerichtetder i ^ch versagte er dem -nlllitiouuel seine Zustimmung und bezog währendGe/00 Tage nicht den ihm bei dem Bureau der auswärt. Angeleg. zukommendenteil ^'0 Zan. 1816 hat sich M., dem man übrigens vorwirft, in seinem letz-c>us . ^Ee eine ungemeine Vorliebe für die Fendalinflitutivnen gezeigt zu haben,öur,'^" dem Herzog v. Richelieu erhaltenes Schreiben nach Clermont-Ferrand r-u gezogen. Hier setzte er das genannte Werk fort: „ckezmiii l» seeoncke re^lau-(m'sPlln'ä lu Mssioii cke 1817" (Paris 1818), und „jusgu'su l.janv. 1821"?;ie/^ ^b21). 1826 machte s. „äleuuüro ü ooiisulter »ur UII «^steine relr-

tenll-iut ü ienver><isr ü> sociälä et ieliono", gr0r

Aufsehen, weil es gegen die Congregaeion der Jesuiten und Römlinge, gegen