Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
509
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Montmorency (Henri II. , H.v.) Montmorency (Match., H. v.) 509

ber Folge dem Staate leistete, ertheilte ihm Franz 1538 die Würde eines Co».c^vle. Doch verlor er später die Gunst des Königs, weil er diesem gerathendi das Wort Karls V. zu vertrauen, der bei seiner Reise durch Frankreich k Rückgabe von Mailand versprochen hatte. Unter Heinrich U. gewann M. seinMes Ansehen wieder und hatte den größten Einfluß auf die Regierungsgeschüfte.A^gegen haßte ihn die Königin Katharina von Medici , und sein Einfluß gingun-^ Franz II. ganz verloren. Die Unruhen, welche die Hugenoten erregten, ver-^laßten, daß M. unter Karl IX. an den Hof zurückgerufen wurde. Er verbandMit dem Herzog v. Guise wider den Prinzen v. Conde, der an der Spitze derHugenotten stand; die Folge davon war ein bürgerlicher Krieg, der 1562 beganü.^ der Schlacht bei Dreup wurde M. von den Hugenotten , und sein Gegner, der^ >uz v. Conde, von den königl. Truppen gefangen. M. erhielt zwar im folg. I.Freiheit wieder und erfocht, als der zweite bürgerliche Krieg ausbrach, d. 10.

1567 bei St.- Denis einen wichtigen Sieg über die Hugenotten, ward aber^tlich verwundet und starb den 12. Nov. in einem Alter von 74 I.

^ Montmorency (Henri II. , Herzog v.), geb. 1595, ward in seinem 18.

Zum Admiral von Frankreich ernannt. Nachdem er die Calvinisten in Langue-^ geschlagen und ihnen verschiedene feste Plätze entrissen hatte, besiegte er sie zur^ ee bei der Insel Re , die er ihnen wieder entriß. 1628 erhielt er einen bedeuten-kn Bortheil über den Herzog v. Rohan, Anführer der Hugenotten . 1680 führte„ >u dem mantuanischen Kriege den Heerbefehl in Piemont , wo er die SpanierH^er dem Fürsten Doria schlug, obgleich sie ihm an Anzahl überlegen waren.-,'chem Siege folgte die Aufhebung der Belagerung von Casal; sein Lohn war der^ ^rschallstab. Nunmehr glaubte der kühne M. der Gewalt Richelieu's Troß bie-Zu können. Gaston, Herzog v. Drleans, gleich unzufrieden mit demCardi-begab sich zu ihm nach Languedoc , und diese Provinz wurde der SchauplatzKrieges. Der König schickte die Marschälle La Force und Schomberg gegen^Rebellen. Bei Castelnaudary trafen beide Parteien aufeinander; M., der^'Deinigen anfeuern wollte, stürzte sich in die königl. Bataillone, wardverwun-. und gefangen. Gaston blieb unthätig. Ganz Frankreich , das seiner Dienste,.'fugenden und seinerTriumphe gedachte, verlangte, daß die Strenge der GesetzeGunsten gemildert würde; aber Richelieu hatte unwiderruflich beschlossen,z. .öe>N schönsten, liebenswürdigsten, tapfersten und freigebigsten Manne von Frank-ein Beispiel zu geben. Er ließ ihm von dem Parlament von Toulouse denmachen, und dieses verurtheilte ihn zum Tode. Der König milderte dasglMil dahin, daß die Enthauptung nicht öffentlich geschehen sollte; so litt M. d.'Mt. 16Z2 hu Stadthause zu Toulouse den Tod mit gefaßter Seele.

., M o n t m o r e nc y (Matthieu, Herz. v. Lava!-), Pair von Frankreich, geb. zug, s'9 den 10. Juli 1766, diente im amerikan. Freiheitskriege, war Mitglied derh s'chsstände 1789, vereinigte sich mit dem dritten Stande, stimmte mit der Mehr-und verließ sein Vaterland, als die Constitution von 1791 vernichtet wurde.

^ >^ud ein ?(syl zuCoppek bei Frau v. Stach die stets seine Freundin blieb. Nach

.Thermidor kehrte er nach Paris zurück und lebte sehr zurückgezogen; den-Uernr ^ " den Machthabern verdächtig, auch dem Kaiser Napoleon , wegen sei-y; Verbindung mit der Frau von Stai-l. Im April 1814 wurde er Adjutant desLomss" 9. Artois, begleitete die Herzogin v. Angouleme 1815 nach Bordeaux undherauf nach Gent, kehrte mit Ludwig XVIII. nach Paris zurück unddü ^ Pair den 17. Aug. 1815. Jetzt stimmte er mir der Mehrheit, schloß sich an^ssechre Seite an und wurde, nach der Entlassung der Minister Pasquier undMinister der auswärt. Angel, und Präsident des Ministerialrathes. Alsspa-^c er 1822 zu dem Congresse in Verona , beförderte den Krieg mit den""scheu CorteS 1823, zerfiel darüber mit Dillcle und verlor sein Ministerium.