--Lein Freund, der Vicomte de Chateaubriand, erhielt jetzt die Leitung der ouswä^-Angeleg. Der Herzog besaß fortwährend das Vertrauen des Königs, besondedes jetzigen; er war ein Freund der Congregation von Montrouge , undGouverneur des Herzogs v. Bordeaux ernannt, als er den 25. März 1826 M 'Ohne Schriftsteller zu sein, war er Mitglied der franz. Akademie geworden.
Frau v. Sosthäne-Larochestucault ist seine Tochter.— Ein Herzog von Lava'Mon tm oren cy, Pair v. Frankr., Staatsminister und Mitgl. des geh. Raw^Botschafter in Madrid, dann in Rom , hierauf am k. k. östr. Hofe, schlug 1829 dStelle eines Ministers Staatssecretairs der ausw. Angel, aus und ging im Hat-Z, als Botschafter nach London .
Montp el lier, Hauptst. des Deport. Herault , liegt in einer reizemfGegend, zwischen den Flüssen Mosson und Lez , auf einer Zlnhöhe, welche',angenehmes Thal umgibt. Sie hat eine Citadelle, 21 Kirchen, 3000 H- ""88,000 Einw., worunter 5000 Reformirte. Die Vorstädte sind regelmäßig a"9'legt; aber die Stadt selbst ist ein Labyrinth von engen, steilen, winkligen und sch"' 'chigen Gaffen mit zum Theil altmodischen Häusern. Eine Zierde der Stadt ist ^prächtige Spazierplatz Peyrou, einer der schönsten in Europa . Zhn bildet eine T"'raffe am Gipfel eines sanften Hügels mit Baumreihen, einem Wasserbecken u"einem Tempel, von wo dasAuge die Pyrenäen, die Alpen , das Meer und die Ceve»'nen erblickt. Am Fuße des Peyrou läuft die Esplanade um die Stadt. Unter deGebäuden zeichnen sich aus: die Peterskirche, das Theater, der Concertsaal und daGouvernementshaus; merkwürdig ist auch die 3 Meilen lange Wasserleitung, ^che Montpellier mit Wasser versorgt. Die 1196 gestift. Universität zählte 1819 a1200 Studenten. Sie hat3Facultäten: die medicinische, welche von jeher beruh"'',war, die mathematische und die der schönen Wissenschaften. Zu der medicinW^-Facultät gehört ein anatomisches Theater, welches 2000 Menschen fassen kaMund ein trefflicher botanischer Garten, der erste öffentliche in Frankreich .
Rüher de BellevalunterHeinrich I V. an. Noch bemerken wir die öffentliche Bib"'thek von 42,000 Bdn., das Museum, das Lyceum und mehre gelehrte Vere>"'Der Bischof von Montpellier.steht unter dem Erzbischofe von Toulouse . Zss'l.hiesigen Fabriken verfertigt man jährl. über 2000 Ctnr.Grünspan, mehre chenüDProducke, Liqueurs und wohlriechende Wasser, die in ganz Frankreich fsir die bestgehalten werden, und wozu die Thäler um Montpellier wohlriechende Kräuter N'fern. Auch werden wollene Decken, gedruckte Flanelle, baumwollene Tuche",messen, sämisches Leder u.s.w. verfertigt. Den bedeutenden Handel mit diesen Fa"katen, Wein und Sämereien befördert der bis ans Meer führende Canal Grave. ^
Montpensier (Anne Marie Louise von Orleans , bekannter u. b- 'der Mademoiselle de) war 1627 zu Paris geb. Zhr Vater, Gaston, Herzog ^Orleans, ein sonderbarer, ungestümer und ränkevoller Fürst, vererbte seine F"bauf seine Tochter. Sie nahm die Partei Conbc 's in den Kriegen der Fronde uhatte die Kühnheit, von der Bastille aus die Truppen Ludwigs XIV. besch'"^" ^lassen. Diese gewaltsame Handlung machte ihr den König und den Hof ^merzn Feinden, die sich einer jeden Vermählung, welche sie annehmlich fa"b'hersetzten, und ihr dagegen solche Vorschläge machten, die sie ablehnen mußt"' ^einem Alter von 44 I. beschloß sie, ihre Hand dem Grafen Lauzun Zss Äi?,ll,Sie erhielt die Erlaubniß dazu und brachte demselben ein Vermögen von 20 -vFr., 4 Herzogthümer, die Herrschaft Dombes, die Grafschaft Eu und das gv .lais Luxembourg zu. Auch behielt sie sich nichts vor, indem ihr die Zdee sch»"chelte, daß sie ihrem Geliebten mehr gebe, als irgend ein Monarch je einem unw-than gegeben habe. Der Ehecontract war bereits geschlossen, als dieKönigmder Prinz v. Condö durch ihre Vorstellungen, wie sehr diese Verbindung die koMDFamilie beeinträchtige, Ludwig XIV. bewogen, die schon gegebene Crlaubmß Z