Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Moore (Thomas)

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In seinem 14.1. bezog er die Universität von Dublin und studirte die Rechte,^ren Praxis er nachher in dem Ivr teinple zu London übte. 1800 erschien -

elegante Übers. des Anakreon, welche ihm den Namen Anakreon-MoorecherschsO.

In der Folge ließ er sich auch den Namen Little-M. (wegen seiner kleinengefallen und gab eine Sammlung erotischer Gedichte u. d. N. eines weiland -mas Little heraus. M.'s Lieder gewannen den Beifall des PublicumS durch ^Reiz einer anmuthigen Phantasie, in welche, wie Sheridan sagt, dasDichters übergetragen ist. Aber sein literarischer Ruf trug leider nichts dazuihm eine würdige Anstellung zu verschaffen. Die Stelle eines Schreibers bei .Admiralitätsgericht aufden bermudischen Inseln sagte ihm so wenig zu, daher I ,in derselben durch einen Substituten vertreten ließ und eine Reise durch die .Staaten von Nordamerika unternahm. Die hohen Erwartungen, welche der Dter mit in dieses Land hinübertrug, wurden sehr getäuscht aber durch "GDSchuld ? und der Heimgekehrte machte seinem Unwillen gegen die NordaMst.ner in manchen Versen Luft und pflegte mit einer Horazischen Stelle seine ^ ^rungen auszusprechen:äUseri, gulbus intent» nites!" Unannehmliehre .

der ärgsten Zlrt empfingen den Dichter in seinem Vaterlande und bewogen ihn- ^von allen öffentlichen Geschäften zurückzuziehen. Denn sein Substitut sollte, >2« .rend der amerikan. Reise, öffentliche Gelder veruntreut haben, deren Wiedererltung dem eigentlichen StaatSdiener anheimfiel. Bald nach dieser Katastrophe 0sich M. mit der liebenswürdigen Miß Dike verheirathet und lebte in sorgenst ^Muße bald in Dublin, bald in London oder zu Bowwood in Wiltshire ; in ben»kJahren in Paris . Man schildert ihn als einen Mann, welcher mit gründlicher Geu isamkeit ein leichtes geselliges Talent verbinde, eine liebenswürdige Bescheidsbesitze und von stets heiterm und lebendigem Geiste sei. Er gehört zu den nNßgnügterr irländ. Patrioten und hat in seinenIri-I, melnllie«" den altenund das neue Elend seines Vaterlandes, dessen größter Dichter er unstreitig ist-kräftiger und inniger Bruflstimme gesungen. Seine politischen Satyre», o't ^größtentheils u. d. N. von kbnmas örovrn tbe xoun^er erschienen sind, geh° ^auf die Spitze des linken Flügels der öffentlichen Meinung. Wir erinnern nun ^die 1823 herauögeg.bAbles l'roir> tl>« Iiol^ .il!i-,noc". Seineä1kmoir°> nUlb ok Lgptain koole" (1824) schildern herzzerreißend die Unterdrückung InisNs^Seinen höchsten Ruhm verdankt M. s. großen orientalischen Gedichte: "Uook!," (1. Aufl. 1817, 8. Anst. 1818). DerVerleger, Murray in London ,

°dem Dichter 8000 Pf. St. für das Manuscript bezahlt haben. Der orientä' l ^Schimmer und Schmelz dieses Gedichts wirkt so blendend, daß man nur erst N"öfterm Lesen den echten Gehalt unter diesem Überwürfe von Blumen, PerlenEdelsteinen deutlich herausfühlen kann. (Vgl.Hermes", HeftXX.) Einerzählendes Gedicht von orientalischer Färbung erschien 1823:'l'be lor«angGs", übers. vom Grafen Paul v. Haugwitz (Breslau 1829). Die -4" ,hat.lnüios", sind neue Texte, welcheM. alten irländ. Nationalmelodien untergeleZ^ -

Sie erschienen zuerst in einzelnen Heften mit der Musik, deren ArrangeNie"s.

V.

Stevenson besorgt hat, M 1807 snachher ohne Musik in 1 Bd., London D,e,,kpistles, -nick otber p»e,5", 1806, enthalten größtentheils Satp-en

und Epigramme, darunter d-e gegen Nordamerika gerichteten. S. ErZ-M-."/'(Lond. 1827) ist bereits ins Deutsche übers. (Jena ). (S-ihn^akobson'sBriefe an eine deutsche Ldelfrau", Altona 1820.) Von M.'s'sterarsschen Freunden sind vorzüglich der schon erwähnte Sheridan, dessen Werke M-1821 in 2Bdn. herausgab, und dessen Biographie 1825 erschien, und Lord Byte"zu nennen, welcher in der Dedication des " seine Achtung und Liebe M

M. als Dichter und Mensch ausgesprochen hat. Der große Märtyrer der griecy-ssreiyeit hatte auch seinem irländ. Freunde das Manuscript seiner Memoiren