Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mören

Moreto

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»estemno eeegnio <?de1>r.>Is noll.i cl>ie5s p.iti iareuilo <I> Vene/.ia" (Venedig 1819)vvm Ab. Dettio, der durch gleiche Vorzüge an seinen Freund und Vorgänger erin-nerud, durch gleiche Gefälligkeit die Besucher der Marciana über M.'S Verlust zutrösten sucht. M.'S kleinere Echriften erschienen zu Venedig 1821.

Mören, Moiren, s. Parzen.

Moreri (Louis), I). der Theologie, geb. 1613 zu Bageniont in Pro-vence, stutirte zu Draguignan , Aip und Lnon. In der letzten Stadt predigte er5 Jahre als ControverSprediger. Durch eine schlechte Allegorie: >x->v5 st,V-

>»»r", halte er sich schon in seinem 18. I. bckanntgemacht. Bald trat er mitnützlichern Arbeiten auf. 1673 erschien dasOlcli»,malie" (I.Bd., Fol.), dassinnen Namen führt, und wozu Chappuzeau ihm die erste Idee gegeben zu haben be-hauptet. Er dedicirte dasselbe aus Dankbarkeit dem Bischof von Apt, Gaillard deLonsiimeau. Die Schwester dieses Prälaten verschaffte ihm eine vortheilhafteStelle bei dem Skaaissecretoir Pomponne; aber der ununterbrochene Fleiß, wo-mit er an einer neuen Anst. seinesIkiclion,arbeitete, erschöpfte seine Krätte,sodaß er schon d. 10. Juli 1680 zu Paris starb. Der I.Bd. der neuen Anst. war be-reits erschienen; der 2. folgte einige Monate nach seinem Tode. M.war ein sehr bele-sener Literator, aber es fehlte ihm an Geschmack und Phantasie. Sei» Werk, ganz-lieh umgearbeitet und bedeutend vermehrt, führt noch seinen Namen, ist aber nichtmehr von ihm. Zu viel unzuverlässige Genealogien, Artikel über unbekannte Perso-nen, Ungenauigkeiten, Fehler in der Sprache, Mangel an Kritik und Geschmackhaben dtesein Werke geschadet. Besonders mangelhaft sind die geograph. Artikel.Die geschätztesten AuSg. sind vom I. 1718 (5 Bde.), von 1725 (6 Bde.) und von1732 (6 Bde.). Der Abt Goujct hat ein Suppl. in 4 Foliob. geliefert, welchesDrouek in einer neuen AuSg. m 10 Bdn. 1759 umgearbeitet hat. M.'S übrigeWerke sind unbedeutend.

Moresken, Arabesken, s. GrotteSken.

Moreto (Augustin Moreto v Eavana), ein vorzüglicher dramat. Dichterin König Philipps IV. für die Dichtkunst so glorreicher Zeit. Von seinem Lebenist uns nichls bekannt, als daß er unter besonderer Gunst des Königs für das Thea-ter, bald einzeln, bald mir andern Dichtern verbunden schrieb, später aber in dengeistlichen iLtand trat und die dichterische Laufbahn ganz aufgab. Im Lustspielziehen ihn Viele dem Calderon noch vor, wiewol ste Fehlerhaftigkeit der Plane undIncorrectheic an ihm tadeln. Boutcrwek sagt von ihm: Einige seiner Stücke sinddurch und durch komisch und zugleich Charakterstücke, wenngleich in der Form desspan. IntriguenspielS. In seinem Lustspiele:I)e I'nina vensti-i, ,I<-

IN» rcliar.v (Ein Fremder wird kommen, der uns aus dem Hause treibt), welchesnebst mehren andern senior Stücke in Huarle'S ,, I lw-stro lIiaiml" steht, sind u.a. die Charaktere einer alten Coguette, eines soldatischen Wüstlings und eines fei-gen, pedantischen und dabei verliebten DoetorS der Rechte, freilich im Caricatur-sivl, aber treffend und mir einer komischen Kraft gezeichnet, die nicht leicht zu er-reichen ist. Überhaupt nähert sich M. weit mehr als Calderon dem Terenz; abersein Grazioso (der scherchafte Bediente in den Mantel- und Degenstücken) machtzu oft fade Späße. Auch Sismondi legt ihm das Verdienst einer auf dem span.Thearer seltenen Charakteristik und überdies noch eine größere Laune als dem Cal-deron bei, welche sich auch in seinen zu lustigen Situationen führenden Intriguenzeigen soll. Lowie die franz. Lustspieldichter, oft ebne ihre Duelle zu nennen, diespan. Bübne geplündert baben, so ist dies häufig dem M. geschehen. Nach StS-mondi soll deräl.,rg,in5 «lest lli^-nrul" fast wörtlich in dem Fastnachtsspiele:Don Iaphet von Armenien ", von Searron überseht worden sein. So ist fernerdas »och ausgezeichnetere Intriguenstück M.'S: ,,A>> >>no<lo 5,u" (Es kann nichtsem), in welchem eine Frau ihrem eifersüchtigen Liebhaber durch einen von ihr ge-Conversalions-Lexieoii. Bd. rii. "t