Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
531
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Morgana Morgen 531

Dresden 1824 fg.). Seit 1823 lebte diese geistvolle, vielgelesene Schriftstellerinin Dublin. 1829warsie inBelgie», dann inParis, wosieihrl;«»<Ioii-1><>l>Ie"herausgab.Gest une vciitable inricelloiiic, gue ue livie", sagt davon ein stanz.Kunstrichter.

M o r g a n a, s. Fata Morgana.

Morganatische The (>>>!>!, inieiininn . ,nc>r->.in!iti<7»in. irintri-mnniin» !>,I le^em 8.->l>L!>,n) (von dem gothischen Worte morgjan, abkürzen,beschränken), auch Ehe zur linken Hand genannt, ist diejenige Ehe, bei welcher durchEhepakten ausgemacht wird, daß die nicht ebenbürtige Frau und ihre Kinder vonden Standesvorrechten und der Erbfolge des Gatten und Vaters ausgeschlossensein sollen. Das preuß. Landrecht erlaubt ihre Abschließung Adeligen und königl.Räthen. Nach gemeinem Rechte ist sie nur dem hohen Äde! gestattet. Dgl.Lit.Eonv.-Bl.", 1825, Nr. 20 fg.

M o r g a r t e n. An der Grenze des CantonS Schwvz befindet sich derÄgerisee. Er ist eine Stunde lang, sehr tief und reich an Fischen allerArt. AnderÖstseite diese? Sees erhebt sich der Berg in dem Morgarten, dessen größter Theil demEanton Zug angehört. Hier gründeten die Waldstädte: Schwvz, Uri und Untcr-walden, durch den Sieg am 6. Dec. 1315, den Eitgenossenbund. (S. Schweiz.)Diese auf 10 Jahre verbündeten Eantone baiten aus Haß gegen Östreich sich fürden Kaiser Ludwig von Baiern erklärt. Friedrich von Östreich, Ludwigs Gegen-könig, sprach daher über sie die Acht aus, und der Bischof von Konstanz schleudertegegen sie den Bannstrahl. Kaiser Ludwig und der Erchischof von Mainz sprachensie aber von beiden los. Friedrich zog nunmehr ein Heer von 20,000 M. zusam-men, das unter dem Oberbefehl seines Bruders, Leopold von Östreich, gegen dieWaldstädte vorrückte, deren Macht in 1600 braven Männern bestand. DiesesHäuflein besetzte einen schmalen Weg, der sich Zwischen dem Berge Morgarten unddem Ägerisee hinschlängelte; ein Theil desselben stand an der Seite des steilen Ber-ges. Kaum war Leopolds Heer in den engen Paß eingedrungen, als die Schwei-zer große Steinmassen herabrollren, dadurch die Reiterei in Unordnung brachten,viele Feinde verwundeten und lödteten, die übrigen aber größtentheils vernichteten.Leopold entkam. Die 3 Eantone verbanden sich nun zu Brunnen den 8. Dec. 1315auf immer. Ihnen schlössen sich nach und nach bis 1513 noch 10 Eantone an.

Morgen oder Morgengegend, Osten, diejenige Himmelsge-gend, in welcher die Gestirne aufgehen. Morgen heißt aber auch die Morgenzeit,worunter wir die Stunden unmittelbar vor und nach Sonnenaufgang verstehen.Morgenpunkt ist der Durchschnittspunkt des Äquators mit dem Horizonte andemjenigen Orte des Himmels, wo die Sterne aufgehen. Er ist einer von den4 Ear-dinalpunkten, welche die Lage der 4 Welt- oder Himmelsgegenden bestimmen, undheißt bei den Schiffern Ostpunkt oder Osten. Die nach diesem Punkte HinliegendeGegend ist die Morgengegend. In den Tagen der Nachtgleichen, also um den 21.März und 23.Sept., geht die Sonne gerade in dem Morgenpunkte auf, sowie sie indiesen Tagen genau im Abendpunkte untergeht. An allen übrigen Tagen des Jah-res geht sie im Sommer jenseits des Morgenpunktes nach Norden hin, und im Win-ter diesseits desselben nach Süden auf. Am längsten Tage ist ihr Ausgangspunktam weitesten gegen N., und am kürzesten Tage am weitesten gegen S. entfernt.Diese jedesmalige Entfernung heißt bei den Gestirnen die Morgenweite.

Morgen, ein Morgen Landes; ein Feld- oderAckermaß, welches ungefährso viel umfaßt, als ein Mann mit einem Gespann in einem Tage bearbeiten kann;also fast so viel als Iucharr, Iauchart, Iocb. Ein rheinl. Morgen hat 600 Ruthenoder 2 Iucharten. In der Mark Brandenburg rechnet nian auf den großen Morgen2290 Klafter (die Klafter zu 39HjFuß alten pariser Maßes) oder 400 j^R. (dieRuthe zu 15 Schuh 2 Zoll leipz. Maßes); den kleinen zu 724 Klafter oder 180