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des öffentlichen Unterrichts, Senator des Königreichs Italien, Mitglied des ital .Instituts, Präsident der ital . Akademie, Graf, Großwurdeträger des Ordens dereisernen Krone und einer der Italiener, die bei Napoleon am meisten galten. Das-selbe Vertrauen schenkte ihm der Vicekönig Eugen. Ehren und Reichthum dien:ten aber dem edel» Manne nur dazu, die Wissenschaften zu pstege» und Die zu un-terstützen, die sie betrieben. Ldein HauS war eine Akademie, voll Biloungsmittel,Maschinen, Instrumente, anatomischer Präparate u. s. w., sur Jeden offen, derdavon Gebrauch machen wollte. Das Alepanderlyceum besitzt noch die kleine Stern-warte, die er auf dem Thurme einer aufgehobenen Kirche errichtet hatte. Für seineFreunde und Bekannten blieb er selbst in seinen hohen Wurden der Arzt, sowie erüberhaupt seinen Rath Niemand versagte. 1814 war M. einer von den Senato-ren, welche für die Erhebung des VicekönigS zum Louverain des KönigreichsItalien am eifrigsten sich erklärten. Die letzten Jahre seines Lebens brachte eraußer aller öffentlichen Thätigkeit zu. Die Achtung seiner Mitbürger und allerFreunde der Wissenschaften und Künste blieb sein Trost, und ihr Schmerz bei sei-nem Tode ein rühmlicher Lobspruch für sein nützliches Wirken. 19.
Moschee (Medsched, Meödschijet), ein türkisches Dethaus. ImÄußern unterscheiden sich die Moscheen von andern Gebäuden durch ihre gewölbtenund mit Blei bedeckten Kuppeln, ihre Minarets (Thürme) u. s. w. Sie sind vier-eckig und haben Vorhöfe mit Brunnen zum 'Abwäschen. Die Eingänge sind vonAußen dergestalt nut Ketten verhangen, daß man nur gebückt hindurchkommenkann. Inwendig findet man keine Zierrathen, außer einigen Sprüchen des Ko-ran , die an die weiße Wand geschrieben sind. Der Boden ist meisientheils mitTapeten belegt, ohne Stühle und Bänke. In einem Winkel gegen Südosten istein Eluhf, auf welchem ter Iman fftzt, wenn er das Gebet abliest. Nach derGegend zu, wo Mekka liegt, ist eine Tafel oder ein Schrank in der Wand, woringewöhnlich einige Abschriften des Koran liegen, zum Zeichen, daß nach dieser Ge-gend die Betenden ihren Blick richten sollen. Dieses heißt die Kebla . Unterschie-den von den Moscheen sind die Dschami's. in welchen der feierliche FreitagSgotteü-dienst wie auch die öffentliche Fürbitte für den Kaiser (Kurba) verrichtet wird. Dieschönste unter den kaiserl. Moscheen inKonstantinopel ist die Sophienmoschee. Ge-wöhnlich darf Niemand, als wer sich zur Religion Mohammed'S bekennt, in eineMoschee gehen. Doch leidet dies seine Ausnahmen. S o wurde die Sophienmo-schee, einem alten Herkommen zufolge, jedem venetianischen Gesandten, für ei-nige Dukaten, auch wol andern Personen, geöffnet. Die kaiserl. Moscheen sindvielfältig mit öffentlichen Schulen (Mädräs), Hospitälern (Imärets), auch wolKüchen verbunden, wo für die Armen gekocht wird. Ihre Einkünfte sind aufgewisse Bezirke und Grundstücke, deren Bewohner große Vorrechte haben, an-gewiesen.
Moscheles (Ignaz), einer der berühmtesten Pianofortespieler und belieb-ter Tomponist für sein Instrument, ist den 30. Mai 1794 zu Prag geb. Sei»Vater, ein israelitischer Kaufmann, ließ seiner ältesten Tochter Elavierunterrichtgeben. Bei diesem Unterrichte verrieth der junge M. so viel Aufmerksamkeit, daßihn sein Vater ebenfalls durch einen Böhmen , Zahradka, und darauf durch einengewissen Hozelsky in der Musik unterweisen ließ. Da aber der Knabe bald Spu-ren eines großen Talents zeigte, so übergab ihn sein Vater 1804 dem Unterrichtedes als Theoretiker rühmlich bekannten Friedr. Dionys Weber (Director des §on-servatoriums in Prag ). Dieser machte ihn zuerst mit Mozart's Compositivnenbekannt, die der Knabe bald mit einer Präcision und einem Ausdrucke vortrug,welche ihm die Bewunderung der Kunstverständigen erwarben. Der Sinn fürdas Feierliche, welcher sich in seinem Spiel beurkundete, bewog s. Meister, ihnauch in das Gebiet des strengen Styls einzuführen und ein ganzes Jahr lang nur