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Siebenter Band. M bis N.
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570 Moucheron Mounier (Jean Jos.—E.Cl. Ph., Bar.)

zeigte er sich seinem Berufe vollkommen gewachsen. Sein Ministerium bezeichnenmehre wohlthätige Einrichtungen, vorzüglich die Vereinfachung der gesammlenFinanzverwaltung und des CassenweftnS, die Verbesserunq des indireclen Steuer-svstems durch die ursprünglich bezweckte Herabsetzung der Steuertarife, für welcheer sich früher so entschieden ausgesprochen hat. durch Anordnung einer den Umstün-den angemessenen,-zweckmäßigen Domoincnverwaltung, durch Verbesserung desOfsiciantenpertonals, durch die Zollvereine mit dem Großherzogthum Hessen , mitBaiern und Würtemberg und durch andre Einrichtungen, welche der preußischenMonarchie den früher behaupteten Staatscredit sichern. Vgl. „Zeitgenossen",IX, 182-,.

Moucheron (Friedrich), einer der besten Landschaftsmaler der Niederlän-der, 1663 zu Emden geb. Seine Neigung für die Malerei fand in Ioh. Asse-lyn's Schule Befriedigung. Dann vervollkommnete er sich im Landschaftsfache zuParis; später ließ er sich in Amsterdam nieder und starb 1686. M. war ein treuerBobachter der Natur. In mehren seiner Landschaften brachte er Wasser an, wor-in die Gegenstände sich spiegeln. Die Figuren in seine Landschaften malte ihmHelmbrecke, so lange er sich in Paris aufhielt, nachher Adrian v. d. Veite. Erhinterließ auch einen Sohn, Isaak M., geb. zu Amsterdam 1670, gest. 1744,der in der Manier seines Vaters fortarbeitete. Seine Arbeiten sind mit leichtemduftigen Pinsel gemalt und haben ein warmes Colorit. Die kön. dresdner Galeriehat mehre ausgezeichnete «Stücke von seiner Hand.

Mounier (Jean Joseph), Secretair der Provinzialstände der Dauphins,Deputirter des dritten Standes dieser Provinz zu den Generalständen, ein Mannvon seltener Tugend und Liebe für das allgemeine Beste, wurde 1758 zu Grenoble geb., woselbst stin Vater Kaufmann war. Erzogen von einem uberstiengen, pe-dantischen Lehrer, dessen Eigensinn und Launenhaftigkeit dem Knaben oft dasgrößte Unrecht zufügte, später abgewiesen von dem Militair, weil ibm der Vorzugeiner adeligen Geburt fehlte, lernte er so die Privilegiensucht des Adels und dengeistlichen Despotismus des Klerus verabscheuen, und die Kleinlichkeit, welche oftim Handelsstande herrscht, zog ihn gleichfalls nicht an. Er widmete sich daber derRechtswissenschaft auf der Universität zu Orange. Durch seine offene und rechtlicheErklärung gegen die Ungebühr der Stempel- und Grundsteuern, wiesle damalsin Frankreich waren, und gegen die schlechte Finanzwirthschaft, gab er 1787 denersten Anstoß mit zu dem allgemeinen Widersprüche gegen diesen Druck, und als imfolg. Jahre durch die harten und unüberlegten Maßregeln der Regierung Unruhenin Grenoble ausbrachen, da ward er durch die allgemeine Stimme zum Schieds-richter in dieser Angelegenheit aufgerufen. In den ersten Beratksschlagungen derNationalversammlung spielte er eine wichtige Rolle. Am 20. Juli war er einervon den Urhebern der Sitzung und des Eides im Ballhause. Bis zu den Ereignis-sen des 5. und 6. L)ct. nahm er an allen Verhandlungen der constituirenden Ver-sammlung lebhaften Antheil, und die Festigkeit und Redlichkeit, mit welcher er sich,zum Präsidenten dieser Versammlung erhoben, bei allen schwierigen Verhältnissenbenahm und ebenso sehr die Sache der Nation vertheidigte wie das Unrecht zurück-wies, welches man im Begriff stand gegen den Herrscherstamm auszuüben, erwar-ben ihm die Achtung aller Bessern. Als aber der Strom wilder Anarchie überhandnahm, und keine Hoffnung war, das wilde Treiben mehr zügeln zu können, da zoger sich von allen öffentlichen Geschäften zurück, begab sich in die Dauphinä und lo-derte von hier aus im Nov. (1789) seine Entlassung. Zugleich gab er eine Dar-stellung seines Betragens (.ch.ipO'ä rle S.I coiuluiw et ,!<>s Iiioli!> cle reue retourcn vnuplnnc") heraus. Zu Genf , wohin er sich später, um den Verfolgungender Jakobiner zu entgehen, begab, ließ er den „Ippcl triliu»-,! cks I'opiuionpnbl'igue", ein mit Freiheit und Kühnheit geschriebenes Werk drucken, worin er