Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
576
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Mütinö Ärüpcla

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der Arbeit die möglichste Vollendung zu geben, an seine Zeit binden. Nichts,destoweniger zahlt ker Bote den verlangten Preis im voraus und verspricht beiAblieferung des Werks noch eine bedeutende Summe nachzuzählen und nach eini-gen Monaten w'ederzukoinmen. Während der Zeit erhall M. den ehrenvolle»Auftrag, für die Krönung zu Prag „l.-, alunx'u/n ,Ii 11 «c>" zu schreiben, und isteben im Begriff, in den Wagen zu steigen, um sich dorthin zu begeben, als jenerBote erscheint und an das Regiuem mahnt. M. entschuldigt sich und verstricht,nach si Zurückkunft aus Prag sogleich an die Arbeit zu gehen. Kaum zurückge-kehrt, beginnt M. die Composition der Seelenmesse mit einem Feuer, mit einemInteresse, welches ihm bis dahin noch keines s. Werke eingeflößt hak, sodaß si Gattin von so ungewöhnlicher Anstrengung für feine ohnehin stboN leidende GesundheitAlles befürchten zu müssen glaubt; ja M> äußert einst mit Thränen in den Augen,daß er das Reguiem für sich selbst setze. Seine Gattin entreißt ihm die Partiturund gibt sie ihm nur auf sein inständiges Bitten nach anscheinend völlig hergestell-ter Gesundheit wieder. M. endet die Arbeit bis auf ein Geringes, fällt in s. vo-rige Schwermulh zurück, wird krank und immer kränker und stirb'. Gleich nachf. Tote erscheint der Bote, verlangt das Werk und erhält es, unvollendet wie es ist.Dieses Concept kommt in die Hände s. Schülers Süßmanr, welcher sich Zusätzeund Veränderungen erlaubt, namentlich zu dem L7anctus die Instrumente, welchenoch fehlten, hinzusetzt und das Werk so einrichtet, wie es gedruckt in unfern Hän-den ist. (S. Gottfr. Weber's Aufsähe in d r „Täcilia", 1828.) — M. will nichterklärt, sondern genossen werten; er ist ein Wunder, welches, der Ahnung und demGefühle allein angehörend, von keinem Verstände berührt werden darf. SeineWerke ziehen, ungeachtet ihres ganz neu erschaffenen, alle bis dahin betretene Bah-nen verlassenden Charakters, durch ihre innere, reiche, alle Mittel der Kunst erschö-pfende und doch Zugleich himmlisch klare Vollendung den Liebhaber wie den eigent-lichen Musiker gleich mächtig an. So ist namentlich s. ,,Don Juan" ein Werk,in dem Alles erschöpft ist, was die See'e des Mersschen in ihrer tiefsten Tiefe aknetund cmpsindel; ein Werk, das selbst in seiner sittlichen Richtung zu einem jüngstenGerichte für alle Verruchrheit wird, zu deren Gewissen die Posaune (denn was istdie mit der Erscheinung des Geistes ertönende Musik anders?) in schrecklichen,Alles zermalmenden Tönen redet. So auch s. Reguiem, in welchem M.'S Geistseine eigne Verklärung feiert. — M. hinterließ eine Witwe und 2 Söhne. Er-stere verheirathete sich nachher an den Etaisraih G. N. v. Niss n in Kopenhagen ,weichere, (fast nur aus Materialien bestehende) „Biographie W.A.M.'S" verfaßte,die, nach v. N.'S Tode, die Witwe nebst e. Anhange, Leipz. 1828, herausgab. ZurGründung e. Denkmals gab I. A.Schlosser „W. A. Mozart. Eine Biographie :c."(Prag 1828) heraus. M.'S älterer Sohn ist als Secretair bei der Kanzb i in Mai-land angestellt; der jüngere ist Pianofoi re pieler und Componist für dies s Instru-ment, geb. 1192. Er lebt gewöhnlich in Lemberg in Galizien und unterrichtet aufdem PianSforte. 1819 machte er eine Kunstreife in Deutschland . Isis.

Mucius Scüvola, eigentlich Cajus Mucius Cordus ein edler Römeraus den ersten Zeiten der Republik , der die kaum gegründete brechest seines Vater-landes durch eine kühne That rettete. Pcrsenna, König der Errusker, ein Bundes-genosse des vertriebenen Targuinius, belagerte im I. d. St. 2l6 Rom, und schonlitten die Römer an den nothwendigsten Bedürfnissen Mangel, als M. den römi-schen Senat um die Erlaubniß bat, sich in das feindliche Lager zu begeben. Inder Absicht, den König zu ermorden, bewaffnete er sich mir einem Dolche. Er ge-langte bis an das Zelt des Königs, wo eben der Lt'old ausgetheilt wurde; aber ertödtete statt des Königs dessen Schreiber. Die Wache ergriff ihn; da sprach erzu Porsenno: „Ich bin ein römischer Bürger und beiße C. Mucius. Als Feindhabe ich den König, unsern Feind, tödten wollen, und so viel Muth ich zum Todten