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Siebenter Band. M bis N.
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582 Müller (Johann) Müller (Johannes vcn)

geschaffenen, wenn auch botanisch mancher Verbesserung fähigen Anlagen um Leip-zig seinen Namen noch lange in dankbarem Andenken erhallen. Er siarb den 21.Febr. 1801. Man hak ihm in dem sogen. Park, einem Theil jener Anlagen, einMonument errichten

Müller (Johann), s. Regiomontanus .

M ü l l e r (Johannes der berühmte Geschichtschreiber, geb. den 5. Juni1152 zu i^chaffhausen, wo sein Vater Prediger und Lehrer an der lat. Schule war,verdankte seiner Mutter, einer Frau von aufgewecktem speiste, den frommen Sinnuild ihrem Vater, einem geschichtskundigen Geistlichen, Johannes Schoop, die Rich-tung auf den nachmaligen Beruf seines Lebens. Noch ehe der Knabe lesen konnte,hatte er ai s den Gesprächen dieses freundlichen Greises, um den er am liebstenwar, die Hauptbegebenheilen der S cbw.irergeschichte gelernt, und das Alles um-fassende Wohlwollen, die heitere Meltansicht und leidenschaftliche Neigung zurGeschichte blieb ihm als ein großväterliches Erbtheil eigen. Knaben seines Alter«suchte er wenig, llnbehülssch zu Spielen und körperlichen Übungen, ward er durchseine rappelnde Lebhaftigkeit, sein kurres Gesicht und seine kleine zarte (Gestalt einGegenstand ihrer Scherze, während Altern und Lehrer von sein-.r Lernbegierde undregen Geisteskraft die schärften Hoffnungen faßten. Übrigens gutherzig und freund-lich, gewann er Vieler Liebe und bildete linier dem Einflüsse einer schlichten, alter-thünilichen Erziehung von Innen heraus ein Tal-nt, das in den gelehrten Schulenseiner Vaterstadt wenig Reiz und Nahrung finden konnte. Seine Galpe, schnellund richtig anftufassen, treu zu behalte,, und sinnreich uikanmi-ntustkllen, bewie,er schon im S. Jahre durch einen Versuch, die Geschichte von Schaffhausen in Fra-gen und Antworten nach Hühner'S Manier zu schreiben. Aus diesem Historikerhatte er bald die Epochen der Universal: und Staakengeschichte inne; Rolln, undBovsen fielen ihm glücklicherweise in die Hände, um dies Fach-werk auszufüllen,und den alten Clalftkern. die er >m 13. I. verstohlen zu lebn begann, verdankte erBegeisterung für Freiheit und sittliche Größe, Klarheit und Ordnung im Denken.Geschmack und Kraft im Ausdiuck: Eigenschaften, deren Spuren schon aus sei-nen Schularbeiten hervorleuchteten. Zum Studium der Theoloaie bestimmt, ginger 1160 nach Götiingen, wo Michaelis, Wasch, Leß und Miller seine Lehrer,ein Tb-olog wie Mosheim zu werden sein Ziel, Epeaese und Küchengeschichte s.Liehlingrwiffnschafien wurden. Zn seiner Dissertation: „Vl»l i^c til-ii-«I» ,»<->» ,»Iii»i", 1110, spricht noch ganz der Eifer für das alle Sy-

stem. Bald nachher gewann ihn Schlözer'S Umgang für immer der historischenForschung. Sichtbar ist dieser Einfluß im ,,stell»», <.»,,!» ie»»>" (1112, deutschvon Dippold 1810), der ersten Probe, die M., nachdem er 1111 ins Vaterhauszurückgekehrt war, von seinen historischen Studien gab, und deren gclwungencSLake,» die Kenner nicht hinderte, der Quellenhenuhung und trefflichen Methode desVeif. das gebührende Lob zu zollen. Damals predigte er als Eaudidat mir Bei-fall und übernahm 1112 die Professur der giiech. Sprache am Gymnasium zuSchaffbaubn. S cho» jeßt widmete er seine Muße den schweizerischen Urkunden

u. Iahrbuchernz zualeich war >rMitarbeiter an der „Allgem. d-uischen Bibl." undstand n»k vielen Gelehrten im Briefwechsel. Durch den Einfluß, de» Karl Victor

v. Bonsterten aus d>n Gang bines Geistes und seinerScdicklale oewami, reiste inihm der Erischlnß, die Geschichte seines Volkes zu schreiben. M. schloß mit die-sem, um 1 I. ältern, hockst liebenswürdigen Manne den berühmt gewordenenFreundschaftsband, dessen Denkmale in den herrlichen ,,Briesen eines jungen Ge-lehrten an ft Freund" (herauszog. 1802 von Friederike Brun ) der Nachwelt auf-behalten sind. Auf Bonftetten's Enipfehlung kam M. 111-1 als Hauslehrerindem Ltaarsrath Pronchin Ealendrini in Genf ; wie wenig aber der Unterricht kleiner Kinder seinciil Geiste angemessen war, mußte er bald inne werden, und ver-