die Baugewerksschule seit 1823, das Taubstummeninstitut, die Erwerbschule, da»Studenkenseminar, das 2lthenäum für kl-eugriechen, mehre Volks-und Feiertags-,schule», die Mariiniliansanstalt weiblicher Erziehung für höhere Stände, eine po-lytech». Centralschule, unter Provisor. Leitung des Geh.-R. v. Utzschneider seit 1828,u. a. m. Die 1412 zu Jngolstadt gestift., von da 1800 nach Landshuk und 1828nach NA verpflanzte Universität besitzt treffliche Sammlungen, eine gut einge-richtete Bibliothek, besteht aus 5 Faeultäten (darunter eine staatswirthschaflliche);sie zählt ,10 ordentl. und 11 außerordentl. Professoren, gegen 1100 Studenten,welche 1 Jabre sttidiren, und hat 14 Lchrsäle. D. Schelling, Thiersch, Oken, v.Dresch, v. Wening-Jngenheim, Maurer, Zlst, Schubert, RLschlaub, Ringseis ,Schorn, Görres in 2l. halten Vorlesungen. Vom 18.—23. Sept. 1821 hieltder Verein deutscher Naturforscher und Ärzte seine 6. Jahresversammlung zu M.
>— Berühmt istM. als Kunststadt. Die Akademie der bildenden Künste erhielt1808 ihre Einrichtung. Sie stellt jährt. Kunstwerke aus. Ihr sind untergeordnetder Antikensaal, das Keipfei siicheabinet u. andre Kunstsammlungen. Merkwürdigsind die Glyptothek (s. d.), die köingl. Bildergalerie (s. das Verz. der 013 Ge-mälde vom Director v. Dillis 1829, und: „Die königl. Gemäldegalerie in Mün-chen , im verjüngten Maßstabe für sämnul. Gemälde dargestellt von Thienemann",Niünch. 1823); die von dem Könige Ludwig gekaufte Boisseräe'scbeSammlm'g, jetztin Schlei -obeim; künftig werden die vorzüglichsten Bilder aus allen Echtsten m derPinakothek, welche Hr. v. Klenze baut, ausgestellt werden. Sehenswerth sindauch die herzogt. Leuchtenbergische Galerie und die Sammlungen von Handteich«nungen, Miniatur-, Email- und Musivgemälde» und elfenbeinernen Schnitzwer-ken. I>och bemerken wir das optische Institut des Hrn. v. Utzschneider, wo vor-treffliche astronom. und mathemat. Instrumente verfertigt werden, wozu die Glas-fabrik in Beuetictbeurn gehört; das mathematisch-mechanische Institut des Hrn.Erst; die lithograpb. Anstalten, die, von Sennefelder gegründet, immer mehr anVollkommenheit gewinnen; das mit deni Generalguartiermeisterstabe der Armeeverbundene topoaraph. Bureau, das gevgraph. Institut des Hrn. v. Eotia. M. be-sitzt 2 stehende Theater: das königl. Hof- und Nationaltheater und das Hofthea-ter. Das Museum und die Harmonie verschaffen bei zweckmäßiger Befriedigungdes Geistes auch den Genuß geselliger Unterhaltungen. Die Münchner ssapelle isteine der vorzüglichsten in Deutschland; der engt. Garten, von Karl Theodor ange«legt, ist das für M., was der Praker für Wien, der Thiergarten für Berlin ist.Das Leben in M. ist sehr öffentlich; besonders werden die Bierhäuser stark besucht.Unter denWintervergnügungen verdienen diessarnevalöbelustigungen den erstenPlah.Die besuchtesten Vergnüo'mgsörter in der Nähe sind: Großheseliohe, Hbervchring,Bogenkausen, Hartaching, Grünwald und Thalkirchen. In größerer Entfernungliegen die k. Lustschlösser Nymphenburg, die gewöhnliche Sommerresidenz des k.Hofes (mit einer Porzellanfabrik), Schleishcim (s. d.) und Fürst.mried. Unterden Wohlthätigkeitsanstalten ist die wichtigste das allgemeine Krankenhaus. Esenthält einen Raum für 7—800Kranke, 61 ssommun-Krankensäle und überdies00 abgesonderte Zimmer für Gäste, die ihre Verpflegung und Heilung bezahlen.AndreAnstalten dieser Art sind: das Militairlazareih, das Heil.-Geisispital, das Jc-sephspital, das bürgerliche und Pollzeilazareth, das Waisenhaus, das Irrenhaus,das Findelhaus, die Entbindungsanstalt. Das k. Strafarbeits- (Zucht-) Haus istbestimmt zur Etrafe und Besserung grober Verbrecher, welche zur Arbeit ange,halten werden. Kunstvoll sind die Wasserleitungen und Brui'.'ienwerke. Das Was-ser wird von der Jsar hergeleitet; die Canäle, »»gemein zahlreich und mit vielenKosten unterhalten, treiben Maschinen, Mühlen, bewässern Wiesen und Gärten,diene» zum Flößen und sichern vor Überschwemmungen. Fabriken und Manufactu-ren sind in M. nicht zahlreich; man findet daselbst 1 Kupfer - und 2 Eisenhämmer,