600 Muiichhansm (Gorlach Adolr, Frrib. v.) IR„„d
1 Eakittn- und Zitzfabr-k, 2 leonische Spitzenfabriken, 3 MeBelnfabriken, 2 Sie-gellack- und 5 Tabacksfabriken. Haukeliffeiapentenfabriken, 2 T chffbriken. 6 Leder-fabriken, 2 ELagen-, -i Spi lka-.uen- und 2 -^kOenstrumpffabrikeii, 1 Farben - und1 Pinielfabnk >!. a. Die Papierfabrik in M. (seit I3N: ist wahrscheinlich die äl-teste in Deutschland . Auch hat M. 8 Bi-chdiltck.reien, 9 Buch-,, 4 Kunst- und 3MusiA.Ii,»Handlungen. Es hält des IahieS 2 D lten (M ssen), um Heil.-Drei-kon'g lntd uni Jacobs jede dauert 14 Tage. Vgl. I>. Müller'S „Münch.n unterKdnig Marimchan Joseph I. " (2)ka,nz 1816, 2 Bde.); v. Deskcuches: ,',DieHauet-, und Resideiizst. Ä)iunchen und ihre Hingebungen" (2. A., München 1828),und Bruckbräu'S „Taschenbuch der Haupt- und Rcsidenzst. dAünchen :c." (Mün-chen 1828). 20.
M il „ chh.auken (Gerlach ?ldolf, Freih. v.), hanöv. Minister und Cura-tor der Un'verfftäl Görtmgen, geb. 1688, stammte aus einem der ältesten adeli-gen l.Nsch'echn.-r. Nachdem er zu Jena, Halle und Utrecht studirt hatte, warder 1714 Appellationsrach in Dresden, 1715 Oberappellanonsraih in Cello und1726 hannöv. Connkia'gcsandter in R-gensburg. Von 1728 an war er Mitgl.des geh. Raihscollegiums zu Hannover . Mannigfaltige Verdienste erhoben ihn1765 zum Premierminister, in welcher Stelle er 1770 zu Hauover starb. Die1731 g,Pist. Universität Göttingen , deren Crrator Dd. 32 I. lai'g war, verdanktihm allein ihre blühende Periode. Die 'Akademie der Wissenschaften, die Fest-setzung der von ihr veribeilten Preist, die Herausgabe ibrcr Abbandlungen, die„Mdtmg. gelehrten Anzeigen", die Bibliothek, deren Haupksaal sein woh'getrof-fencs B ldiiiß zeigt, u. a. Institute wurden von ihm theils errichtet, theils verbes-sert. Besonders wohlthätig für die Blüthe d>r Univ-rsträt aber war der liberalegroße Ostist, mit dem er über das Ganze wachte und die Anstellung der Lehrer lei-tete. M.'s Scharfblicke und seiner Wahl ist es zuzuschreiben, daß Götiingen un-ter seiner Curacel eine so große Anzahl von ausgezeichneten Männern auszuweisenhatte. In der Verwaltung des Landes zeichnete er sich durch Milde und Sorgfaltfür Allee aus, was zum Flor des Landes beitragen konnte.
M ü n ck h a u se n (Otto v.), geb. 1716, Lantdrost zu Hamburg , st. 1774,ist geschätzt als Deich, des „Hausvaters" (in 6Bdn.), eines Hauptwerks überAcker- und Gartenbau.— Der Name eines andern Freist, v. Mün ck sta usen,aus d un Hanevcrstl en, welcher abenteuerliche Lügen zum Scherz in s. Reiseerzäh-lungen verflocht, dient jetzt überhaupt zur Bezeichnung grotesk-komischer Lügen.Diese berühmten Münchhausen 'schen Lügen finden sich schon u. d. T.: „älruNmiurülmnlu", im 3. Bde. der „Istlloi.-ic ärmst miaue" von Ioh. Pet. Lange (Heil-bronn 1665). Sie erschienen später in England, wo ein Recensent sie für eineSalyre auf das Ministerium hielt.
Mund ist diejenige natürliche Öffnung des menschlichen Kopfes, welchezum Athme», zum Essen und zum Sprechen dient und oben von der Gaumen haut,unten von der Schleimhaut bekleidet ist und sich in die Luftröhre und den Schlundfortsetzt. Mein unterscheidet einen vorder» und Hintern Theil des Mundes. Er-sterer rcick'i von den Lippen bis zur Basis der Zunge, enthält dieses -Organ und istvon den Zähnen und Lippen umgeben; er wird inständig von dem aus den Drüsen(deren äußere Eanäle sich in seinem Innern öffnen) fließenden Speichel angefeuchtet.Letzterer reicht bis in den Schlund und enthält die Gaumendecke, dieGaumenpseiler,in welchen die Mandel» sich befinden, das Zäpfchen und die Mündungen der Eu-stachische Röhre. Durch letztere hangt der Mund mit dem -Ohre zusammen; eineandre Verbindung Nudel mit der Nase statt durch die innern Nasenlöcher. Au denKrankheiten des Mundes gehören die zu große Kürze des Zungenbantes, die Kahn-krankheite-i, das wilde Zahnfleisch, die sogen. Fröschleingeschwulst, die Verletzungender Sp.üci elcanäle und die pathologischen Affecrionen des Zapfens und der Man-deln, die Zerstörung der Gaumend. ckung und die Durchbohrung seines Knochen