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Munoz (Juan Baptista)
Gr. v. Flemming vertriebe», ging er in schwedische, und nach Karls XII. Tode 1720in russische Dienste, wo ihn sein Glück erwartete. Schon am 22.Mai ernannte ihnPeter d. Gr. zum Generallieutenanl, Katharina k. ertheilte ihm den Alexanderorden,Peter II. erhob ihn 1721 zum General en Chef, und 1728 in den russ. Grafen --stand; 1751 ward er, unter?lnna, Generalfeldzeugnieisier, Generalftlkmarschallund Präsident des Reichskriegscollegiums. Als solcher gab er dem russ. Landheereeine neue Verfassung und richtete das adelige Cadeltencorps ein. 173-1 belagerteund eroberte erDanzig, ward bei seiner Rückkehr nach Warschau gesandt, um diein Polen auSgebrochenen Unruhen beizulegen, und machte 1735 den Feldzug ge-gen die Türken. In diesem Kriege verwüstete er 1738 die Krim , eroberte 1737Oczakow, ging 1739 bei Sinkowza über den Dnestr , schlug die Türken bei Stc-wutschan, bemächtigte sich der Festung Choczim und besetzte die Moldau. Neink ^Western Pläne wurden durch den Frieden, den der deutsche Kaiser mir den Türkenschloß, vernichtet, worauf denn auch der Friede zwischen Rußland und der Türkei am 18. Sept. 1739 zu Belgrad erfolgte. M. wurde bei seiner Rückkehr zumOberstlieutenant der preobraschenskischen Garde erklärt, auch überreichte ihm dieKaiserin eigenhändig einen kostbaren Degen, ein diamantenes Ordenskreuz undeinen Stern, und vermehrte seinen Gehalt. Als diese Monarchin auf dein Tod-bette lag, brachte er es dahin, daß der Herzog Ernst Johann v. Kurland von ihrzum Regenten des russ. Reichs in Vormundschaft des minderjähr. Thronfolgers,Iwan, erklärt wurde, weil er hoffte, der Herzog solle bloß den Namen führen, erselbst aber die Gewalt haben. Da er sich in dieser Hoffnung getäuscht fand, sostürzte er den Herzog und ließ ihn gefangen nehmen, worauf die Prinzessin Anna,Iwans Mutter, dem Scheine nach die Regentschaft führte. Da M. nicht Gene-ralissimus werden konnte, so ließ er sich zum Premierminister erklären und betriebdas Vertheidigungsbündniß mit Preußen. Als aber die Regentin mit Wien undDresden in Verbindung trat, fand er sich so beleidigt, daß er im Mai 17-tl seinenAbschied federte. Ehe derselbe erfolgte, schenkte ihm die Großfürstin die Biron'-sche Herrschaft Wartenberg, und nach demselben verlieh sie ihm ein Gnadengeldvon 15,000 Rubeln, sodaß er jährlich 70,000 Rubel Einkünfte hatte. Indemselben I. erhob ihn auch der Kurfürst von Sachsen , als ReichsvicariuS, in dendeutschen Reichsgrafenstand, er erhielt aber die Urkunde erst 1782. Denn als ernach Erhaltung seines Abschiedes nach Königsberg wollte, wurde er aufD.fehl derKaiserin Elisabeth, die sich im Dec. 1711 o,.f den Thron geschwungen hatte, ver-haftet, zum Tode verurtheilt, aber mit Verlust seiner Güter begnadigt und nachPeüm in Sibirien gebracht, wo er mit einen, täglichen Gehalt von 3 Rubeln undvon s. oldenburgischen Einkünften lebte, bis ihn 1762 Peter I II. zurückberief Alser am 2-1. Mai 1762 in Petersburg eintraf, schickte ihm der Kaiser seinen Degen,setzte ihn wieder in den Besitz seiner vorigen Würden und gab ihm den Andreas-orden. Katharina II. ernannte ihn 1762 zum Generaldirector der Häfen am bal-tischen Meere. Er starb 1767 in der Residenz, im 81. Lebensjahre, und war derStifter des großen im Oldenburgischen belegenen Familiensideicommisses, das seineCollateralen nützen. Die großen Einkünfte dieses Gutes blieben dem Grafen, alser nach Sibirien geschickt wurde. Folgte Peter I II. seinem Rathe, so nahm wahr-scheinlich die Revolution, die ihn entthronte, eine andre Wendung. Der Todvereitelte den Plan des Grafen, seine Tage in seinem Vaterlande zu beschließen.Wegen der Herrschaft Wartenberg in Schlesien entsagte der Graf M. seinen An-sprüchen zum Vortheil der Familie Biron, nachdem er aus Sibirien zurückgekehrtwar. Man hat von ihm: „IGauclie pour üoniie, UNI- ielco clo l:> loiitiL ein^ouvi-ruemeut ,Ie i'lsinpirc ele ssuirric" (Kopenh. 1771). -1 — r.
Munoz (Juan Baptista), ein berühmter span. Gelehrter, geb. 1715 zuMuseros bei Valencia, studirte zu Madrid und wurde schon in ei em Alter von20 I. Pros. der Philosophie zu Valencia . Er war es, der die aristotclisch-schola-