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Münzbedarf
Verse (Kopenh. 1784 u. 1806), s. „Reist nach Neapel u. Sicilien 1785 u. 1786"(2 Bde., teutsch u. dän.), s. „bru^,»>;ntu put,««»« ^«„ocnrn,»" (Kopenh. 1788),s. „Ddagazin für die Gesch. und besonders für die nord. Kirchengesch." (dän.), s.„Handb. der altenKirchengesch."und „Über dieReligion dcr«kandinaven in Ädin'SVorzeit", s. „Gesch. der Einführung des Christenth. in Dänen«. und Norwegen "(Lpz. 1823), „Über die Religion der Cmrhager", u. einige spätere Beilagen zu die-ser Schrift: „Über einige sardin. Idole u. über den Tempel der Göttin zu Paphos ",ferner s. wichtiges Werk: , Die Sinnbilder u. Kunstvorstellungcn der §hrn?en" (Al-ton« 1825 fg.) >c. In s. „Stern der Weisen" (Kopenh. 1827) untersuchte er daswahre Geburtsjahr Jesu Christi . 2. „Ist ! Hinreist, eooleriae Alriouiiuv" (Kopenh,1820, 4.) bereichern ebenfalls die Kirchengeschichte.
M ünzbedarf (nach dem gemeinen «prachgebrauche Geldbedarf). DieMäste von Münze, deren ein Volk in einem gewisten Zeiträume zu seinem Verkehrbedarf, richtet sich nicht nach der Menge und Größe der Tauschgeschäfte überhaupt,sondern vielmehr nach der Menge und Größe derjenigen Tauschgeschäfte, welchemittelst Münze abgemacht werden müssen, denn in unzähligen Fällen vertritt derCredit die Stelle der Münze; die Tauschgeschäfte kommen schon vermöge gegenseiti-ger Versprechungen zu Stande, und wirkliche Zahlungen finden gar nicht stakt. Na-mentlich werden beim Weltverkehr die großen Tauschgeschäfte meistentheils durchWechsel abgemacht. Wird nun bei 2 miteinander verkehrenden Nationen das Wech-selgeschäft mit der gehörigen Lebhaftigkeit betrieben, so bedarf es zu diesen« Verkehrekeiner großem Munzmaste, als gerade erforderlich ist, um den Unterschied der gegen-seitigen Schulden auszugleichen. Auch im Nationalverkehre werden unzählige Han-delsgeschäfte bloß mittelst der Wechselbriefe abgemacht, und es treten bloße Federun-gen einzelner Pnvarleute an einander häufig an die «teile wirklicher Münze; je öfteraber ein solcher Fall eintritt, desto weniger Münze wird zur Ausgleichung der in denTausch gebrachten Werthe erfordert. Auf gleiche Weise können auch alle Arten vonBnnkactien, Privat- und Sraarsschuldscheine, welche einen anerkannten Credit ha-ben, in vielen Fällen bei Zahlungen die Stelle der Münze vertreten; daher bedarfman in Ländern, «vo viele dergleichen Papiere umlaufen, bei weitem nicht so vielMünze als anderswo. Es ist jedoch nicht bloß die Menge wirklicher Zahlungen,welche in einem gewisten Zeitraume mittelst Münze zu leisten find, wodurch der Be-darf der letzter«« in einem Lande bestimmt wird, sondern zugleich die Anzahl der Male,da die zur Zahlung anzuwendenden Münzstücke während desselben Zeitraums ihrenEigenthümer verändern; je öfter eine solche Veränderung eintritt, desto geringer istder Bedarf an Münze. Es geht zugleich hieraus hervor, wie unmöglich es ist, überden Münzbedarf eines Volkes zu seinem innern und auswärtigen Verkehre ein nureinigermaßen richt'ges Urtheil zu fällen, und «nie trüglich d«e Berechnungen sind,welche man in dieser Hinsicht anzustellen versucht hat; denn als wesentliche Bedin-gungen hierzu find erforderlich nicht nur eine vollkommene Kenntniß vom Umfangedes «vertherzeugenden Bodens des Volks, der Höhe s. Bevölkerung und der Masseseiner Erzeugnisse, sondern zugleich eine genaue Bekanntschaft mit dem Grade sei-nes Kunstfie.ßcs, mit seinem Hange zum Lebensgenüsse, mit seiner sittlichen Bil-dung und seinen vorherrschenden Leidenschaften: Bedingungen, deren Dasein inden« erforderlichen Grade nirgends zu erwarten sieht. Wem möchte es wol gelingen,nur die Summe von Ausgleichungen zu erfahren, welche in einer kleinen Stadt aneinem einzigen Tage vorfallen, und wie oft dort dieselben Zahlungsmittel an die-sem Tage ihren Eigenthümer verändern? Wie unendlich schwerer, ja unmöglichmuß es sein, die Münzmasse in Erfahrung zu bringen, «reiche ein ganzes Land an. jedem Tage des Jahres zu seinem innern sowol als auswärtigen Verkehre nöthig hat,' «nd aus dem Bedürfe der einzelnen Tage den Durchschnittsbedarf für das ganzeJahr auszumitieln! (S. Geld.) Käl.