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und Offenbach , der jedoch dam t nicht täuschen wollte, sondern s. Sammt, von 600Stempeln zu Copien alter Münzen für Lehranstalten benutzte. — Die Mengeder unechten Münzen schreckte zwar während der Periode, die nun eintrat, einiger-maßen von der Numismatik ab, wenigstens beschränkteste die Liebhaberei, die ohne-hin an dem immer fühlbarer nothwendigen gelehrten Apparat zur Erklärung einenAnstoß nahm; aber desto umfassender waren die Forschungen, die man einzelnenMünzclassen zuwandte, und die Namen Vaillank, Spanheim, I. I. Gcßner, Pelle-rin, vieler A. zu geschweige». die in der Erforschung u. Erklärung einzelner Münz -gebiete einen Überfluß von Gelehrsamkeit aufboten, macht die Schriften dieses Zeit-raums sehr beachcerswerth, doch nicht durchaus zuverlässig. Der Stosshattesich sogehäuft durch fortwährendes Herbeischaffen aufgefundener Münzen (Vaillant warzu wiederholten Malen im Oriente, PAlerin brachte dem pariser Eabinette allein33,000 antike Münzen zu), daß eine kritische Sichtung des durchaus Echten undeine Anordnung, die eine Übersicht gestattet, doppelt Bedürfniß ward. Diesergroßen Arbeit unterzog sich mit Erfolg Joseph Eckhel (s. d.), der durch eine strengdurchgeführte geographisch-chronologische Methode auf einmal in dieses bisher so er-müdende Studium eine Klarheit brachte, die über eine Menge dunkelgebliebener hi-storischer oder archäologischer Untersuchungen ein überraschendes Licht verbreitete.Sein System hatte er praktisch zuerst bei der Anordnung des wiener Cabinetü be-währt, dann stellte er es noch ausgeführter dar in seinem großen Werke: „UoctrnueIiiniioru», vetcriil»" (Wien 1192—98, 8 Bde., 4.; neuer Abdr., Wien bei Volcke1828, durch Hrn. v. Steinbüchel, mit Eckhel'S Leben), die von allen BearbKterndieses Fachs so dankbar anerkannt worden ist, daß spätere Forschungen nur als Zu-sätze, Erweiterungen, hier und da auch wol als Berichtigungen angesehen werdenkonnte». Diesem System sich anschließend, gab Domenico Sestini seine einzelnenWerke über seitdem bekannt gewordene numismatische Hermäen („Iwltere o ckis-«ert.iAoni iiiiinGiwllobe", 10 Bde.); Mionnet s. „I)«8vr. ilor metliiillo« Aier-gue, nnliguoi," mit 4 Supplementbänden, sowie s. Schrift: „Dein raretü <1vsmüüiiilles I'»,»ai,wz" (2. A., 2 Bde., Paris 1827), die durch beträchtliche Munz-funde im Oriente die genauern Abbildungen, oft in Abgüssen dargestellt, die Summeder Aufklärungen über historische Zweifel bedeutend vermehrt haben. Zwar ist derUmfang dieser Wissenschaft fortwährend im Wachsen; doch dürften in ihren Be-standtheilen keine wesentliche Veränderungen denkbar sein. Die Untersuchungenüber die Mischung der Metalle, das Verfahren der Prägung; über Form, Größe,Gewicht, Werth und Menge der alten Münzen, über Echtheit und Unechtheit kom-men durch den Zuwachs an Belegen allmälig dem Abschluß näher; das Verständnißder Typen und Legenden wird erleichtert durch übereinstimmende oder ähnliche Ver-kommenheiten. Vgl. Letronne's „(äonsickäliltioiis Generales 8UI l'cvaliistion ÜS8iiionuaies Aieagiies ot >»>,>aines et ;ur la valeur cla l'or et cks l'-orgont avant laüüoouverle üe NVinorigut:", und Wurm„l)e z>c»n,leruni, nuinoruni, msiisura-rui>>, ae,Ie anni orckiiuinüi rutivulbus ripinl Oroeoos et koinun»;^ (Stuttg.1821). Nothwendig mußte der mannigfaltige Gewinn, den das gründliche Stu-dium dieser geschichtlichen Denkmäler verschaffte, auch die 'Aufmerksamkeit der Ge-lehrten auf die Münzen der mittlern Zeit richten, die zufällig hier und da zumVorschein kamen und heutzutage beinahe mit demselben Eifer gesucht werden wiedie römischen, die freilich in der Liebhaberei durch die griechischen sehr verdrängt wor-den sind. Man verfuhr mit ihnen nach derselben Methode, die sich bei den altenMünzen bewährt hatte, ordnete sie streng chronologisch, und so halsen auch sie oftaus, wo Pergamente im Zweifel oder völlig im Stiche ließen. Die einzelnen Werkeüber die Münzen der einzelnen Länder, so von Lasionaso für Spanien , von Zanettifür Italien, von Le Blanc für Frankreich , von Lcake für England, von Bircherodtfür Dänemark rc., von Becker für Deutschland, von Voizt für Böhmen u. A., lie-ferten des Stoffs die Menge, der zum Theil aber die Kritik aufregte, da gerade in